Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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PostPosted: 28.03.2009, 15:14 
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Ein Dutzend gute Gründe für ein Elterngehalt



Das Elterngehalt ist Entgelt für eine Leistung – die Betreuung unserer Kinder.
Das Karenzgeld gilt als Versicherungsleistung. Das Elterngehalt dagegen soll ein Entgelt für eine Leistung sein, die Eltern für die ganze Gesellschaft erbringen. Ähnlich wie eine Hortbetreuerin oder eine Kindergärtnerin vom Staat bezahlt werden, sollen auch Mütter oder Väter für die Betreuung der Kinder zuhause bezahlt werden.

Aufwertung für die Arbeit der Mütter und Väter zuhause!
Wir leben angeblich in einer Leistungsgesellschaft. Lohn nach Leistung heißt es. Eine der wichtigsten Leistungen jedoch, die Betreuung unserer Kinder, wird fast gar nicht bezahlt. Ganz anders sieht es aus, wenn die Betreuung außerhalb des Elternhauses erfolgt, z.B. in einer staatlichen Anstalt, sei es Krabbelstube, Hort, Kindergarten oder Schule. Da ist nichts mehr zu teuer. Ist die Betreuung im Hort aber tatsächlich besser als im Elternhaus?
Geradezu grotesk wird die Situation, wenn man folgendes Beispiel betrachtet:
Zwei Mütter wollen ihre Kinder auch nach Ende der Karenzzeit zuhause betreuen, weil sie finden, daß ihnen im zarten Alter von eineinhalb Jahren eine Betreuung in einer staatlichen Anstalt noch nicht zugemutet werden kann. Sie kennen sich gut und tragen das gleiche Los: Kein Geld nach Ende der Karenzzeit, keine gesellschaftliche Anerkennung ihrer Arbeit. Es gibt aber die Möglichkeit, die Kinder von einer Tagesmutter betreuen zu lassen. Die Kosten für die Tagesmutter übernimmt wenigstens zum Teil die öffentliche Hand. Sie beschließen, sich als Tagesmutter um ein Kind zu bewerben. Die beiden Mütter tauschen ihre Kinder aus. So bekommt jede einen Lohn für ihre Arbeit, ist sozialversichert, bekommt Beihilfe für die Betreuung des eigenen Kindes. Weil sie aber lieber doch das eigene Kind betreuen, führen sie den Tausch nur für die Behörde aus, in Wirklichkeit behält jede ihr eigenes Kind.
Ich frage mich: Wozu das Theater?
Den Eltern, vor allem aber den Müttern ihren Lohn für die wertvolle Arbeit als Betreuer der eigenen Kinder – das ist die einzig richtige, einfache und saubere Lösung.

Wirtschaftlich sinnvoll – staatliche Kinderbetreuung ist wesentlich teurer.
Die Kosten für die Betreuung von Wickel- und Kleinkindern bis zu drei Jahren liegen bei mindestens 1.500,-- € je Kind und Monat, sie können aber auch weit über 2.000,-- € betragen.
Die Kosten des Elterngehalts machen je Kind und Monat ca. 436,-- € aus.
Hier liegt ein erhebliches Einsparungspotential brach.
Wer angesichts dieses Unterschieds noch von Unfinanzierbarkeit des Elterngehalts redet, der hat in der Volksschule die vier Grundrechnungsarten nicht gelernt.

Extrem hohe Förderung der staatlichen Kinderbetreuung und rücksichtslose Benachteiligung der Betreuung durch die eigenen Eltern ist ideologisch bedingt.
Das sozialistische Modell sieht vor, daß die Frauen ihre Kinder schnellstmöglich in staatlichen Anstalten abgeben.
Konkret sieht es so aus:
Die Mutter gibt ihr Kind möglichst frühzeitig, spätestens aber am Ende der Karenzzeit, in einer staatlich geführten Kinderkrippe (Krabbelstube) ab. Dort kümmern sich geschulte Fachleute um das Kind und erziehen es einheitlich und qualitativ hochstehend. Die Mutter kehrt in ihren Beruf zurück und versucht wieder Anschluß an die Arbeitswelt in Büro oder Fabrik zu finden. Sie soll durch die Mutterschaft möglichst wenig in ihrer Karriere behindert werden. Am Abend holen die Eltern das Kind aus der staatlichen Anstalt ab und erledigen zuhause gemeinsam die Hausarbeit. Zeit für ihr Kind haben sie fast nur mehr am Wochenende.
Oberstes Ziel der Sozialisten ist – ebenso wie bei den Kommunisten und jetzt auch bei den sogenannten Grünen – die volle Integration der Frauen in das Berufsleben. Frauen sollen den Männern nicht nur im Privatleben, sondern auch in den beruflichen Möglichkeiten vollkommen gleich gestellt werden. Damit ist klar, daß Ausfälle durch Schwangerschaft, Geburt, Stillen des Säuglings und Betreuung des Kleinkindes soweit wie möglich ausgeschaltet werden sollen. Schon der Ausfall für nur wenige Monate schadet der Stellung und dem weiteren beruflichen Aufstieg. Und erst recht der Ausfall für mehrere Jahre.
Daher müssen die Kinder möglichst früh in staatlichen Anstalten untergebracht werden, koste es, was es wolle.

Das überlieferte Modell: Kinder werden in den ersten Lebensjahren ausschließlich daheim betreut:
Ein anderes Modell stammt aus der überlieferten Form der Familie:
Die natürliche Folge der Ehe sind Kinder. Sobald ein Kind geboren wird, gibt die Frau ihren Beruf außer Haus auf und macht die Betreuung der Kinder zum Beruf. Sie steht in der ersten Zeit Tag und Nacht zur Verfügung, nur jeweils für kurze Zeit kann der Vater einspringen. Nach und nach kann sie – je nach Bedürfnis und Entwicklungsstand der Kinder – diese auch längere Zeit aus ihrer Obhut entlassen. Wenn die Eltern das für gut befinden, kommt das Kind mit vier oder fünf Jahren in den Halbtagskindergarten, bevor es in der Volksschule den „Ernst des Lebens“ kennenlernt. Erst jetzt, oft aber erst dann, wenn auch das jüngste Kind über zehn Jahre alt ist, steigt die Mutter wieder in einen außerhäuslichen Beruf ein.

Das Beste für unsere Kinder: Mama und Papa!
Für eine seelisch gesunde Entwicklung braucht ein Kind wenigstens in den ersten drei Lebensjahren die Mutter. Sie hat das Kind neun Monate lang in sich getragen. Nach der Geburt braucht das Kind die Mutter auch noch Tag und Nacht. Nur kurz kann die Mutter weg. Während der Stillzeit verbringen die beiden sehr viel Zeit miteinander. Diese Zeit ist aber gut angelegt und wird später mit besserer Entwicklung, seelischer Gesundheit, besseren schulischen Leistungen, besseren Chancen im Beruf und besseren Aussichten auf gelingende Beziehungen usw. reichlich belohnt. Erst allmählich lernt das Kind, zunächst stundenweise, auf die Anwesenheit der Mutter zu verzichten, bis es auch tageweise von zuhause wegbleiben kann. Jedes Kind ist hier anders.
Das Elterngehalt ermöglicht der Mutter, sehr auf die Bedürfnisse ihres Kindes einzugehen und ihm ohne finanzielle Not jene Zeit und Zuwendung zu schenken, die es braucht.
Nicht nur Kleinkindern, auch Volksschulkindern und sogar Jugendlichen jenseits der Pubertät tut es sehr wohl, wenn sie die Mutter zuhause antreffen. Wenn unsere eigenen Kinder von der Schule heimkommen, ist ihre erste Frage meist: „Wo ist die Mama?“ Es fehlt etwas, es ist nicht richtig warm in der Stube, wenn die Mama nicht da ist. Zwar kann auch der Vater etwas bieten; richtig gut und wohnlich macht es aber meistens erst die Mutter.

Das Elterngehalt macht die Frauen unabhängiger.
Derzeit werden Mütter, die nach der Karenzzeit bei ihren Kleinen bleiben wollen und vielleicht auch weitere Kinder bekommen möchten, finanziell vom Einkommen des Ehegatten oder Lebensgefährten abhängig.
Das ist in einer guten Ehe kein großes Problem. Finanziell eng wird es für Kleinverdiener.
Bei mehreren Kindern wird es sogar für Mittelstandsfamilien eng.
Alleinerziehende Frauen und verheiratete Frauen aus den unteren Einkommensschichten sind dann gezwungen, Arbeit außer Haus zu suchen.
Die längere Betreuung der Kinder zuhause können sich nur Mütter mit mittlerem bis hohem Einkommen leisten - oder es handelt sich um unverbesserliche Idealisten.
Das Elterngehalt würde es jeder Frau – auch der Alleinerzieherin oder der Frau eines Mannes mit niedrigem Einkommen - ermöglichen, die Betreuungsform für das Kind frei zu wählen.
Der Zwang zur Arbeit außer Haus, der jetzt auf die Frauen der unteren Einkommensschichten ausgeübt wird, würde wegfallen.

Geringer bürokratischer Aufwand
Für Karenzgeld, Zuschlag zum Karenzgeld, Notstandsunterstützung, Kinderbetreuungsbeihilfe und viele weitere Beihilfen, die jeweils auf Antrag gewährt werden – meistens mit einer zusätzlichen Prüfung des Familieneinkommens (Armutsnachweis) – wird ein sehr hoher bürokratischer Aufwand betrieben.
Dagegen wäre für das Elterngehalt mit vergleichsweise geringem Aufwand ein wesentlich höherer Nutzen zu erzielen. Auch hier wieder – ungenutztes Potential für Einsparungen!
Darum: Weg mit den vielen Anträgen, Behördengängen, Armutsprüfungen usw. – mit weniger Aufwand kann viel mehr erreicht werden – das ist Das Elterngehalt!

Das Elterngehalt würde die Reichen begünstigen – stimmt dieser Einwand?
Keineswegs.
Alle Eltern sollen das Elterngehalt für die Betreuung ihres Kindes in den ersten Lebensjahren bekommen, und zwar reiche Eltern genauso wie arme;
Alleinerziehende genauso wie verheiratete Eltern; für das erste Kind genauso wie für jedes weitere Kind.
Die Mittel für das Elterngehalt kommen von allen Steuerzahlern.
Von jenen mit höheren Einkommen stammen mehr Mittel.
Wenn jemand der Ansicht ist, daß Leute mit hohen Einkommen zuwenig Steuern zahlen, sollte die Progression verschärft werden.
Nur den Reichen mit Kindern die Familienleistungen zu verweigern hieße:
Begünstigung der Reichen ohne Kinder.
Und das will wohl niemand!
Mit einem Wort:
Steuerpolitik und Familienpolitik sind zwei Paar Schuhe.
Und: Das Elterngehalt ist nicht eine Zahlung an eine privilegierte Gruppe von Müttern (die entsprechende Ansprüche erwerben konnten), sondern die Anerkennung einer gesellschaftlich wertvollen Leistung.


Generationenvertrag – die Leistung dafür wird von Eltern erbracht!
Die Alterversorgung wird von den Aktiven geleistet. Leistungsempfänger sind die Pensionisten.
Das heißt also:
Was die derzeit Arbeitenden in die Pensionskassen einzahlen, bekommt sofort die Elterngeneration im Ruhestand.
Wenn die Aktiven in den Ruhestand treten, werden sie ihre Pensionen in Summe (über den Umweg der staatlichen Pensionsversicherungsanstalten) von ihren Kindern erhalten.
Die Einzahlungen in der aktiven Zeit haben nur den Anspruch begründet, nicht aber die Mittel bereitgestellt.
Der Generationenvertrag kann nur eingehalten werden, wenn genügend Kinder aufgezogen werden.

Beispiel für das derzeit unsachgemäße und unnatürliche System:
Ein Ehepaar hat keine Kinder, zwei Einkommen, ist in ihrer Lebensgestaltung sehr frei, kaum gebunden und beweglich. Sie leisten keinen biologischen Beitrag zum Generationenvertrag. Das Ehepaar wird einmal zwei Pensionen erhalten.
Ein weiteres Ehepaar zieht vier Kinder auf, hat ein Einkommen, ist in der Lebensgestaltung sehr gebunden und wenig beweglich. Es leistet den doppelten biologischen Beitrag zum Generationenvertrag. Das Ehepaar wird einmal eine Pension erhalten.
Das Ehepaar ohne Kinder hatte in der aktiven Zeit zwei Einkommen für zwei Menschen und zahlte geringfügig höhere Steuern.
Das Ehepaar mit vier Kindern hatte in der aktiven Zeit ein Einkommen für sechs Menschen.
In der Pension werden die vier Kinder viermal Beiträge an die Pensionsversicherungsanstalt zahlen. Davon werden drei Pensionen bezahlt: Eine davon erhalten die Eltern der Kinder; zwei davon das Ehepaar, das keinen biologischen Beitrag für den Generationenvertrag geleistet hat.

Es ist für jeden denkenden Menschen klar, daß hier schnellstens etwas geschehen muß, denn die Dummen, die trotz Nachteilen in der aktiven Zeit und Bestrafung im Alter noch Kinder aufziehen wollen, werden immer weniger.

Generationenvertrag - Beitrag kann biologisch oder finanziell geleistet werden!
Wenn jeder Bürger heiratet und zwei gesunde Kinder aufzieht, könnte die staatliche Altersversorgung eingestampft werden. Weil es aber so nicht läuft, ist das staatliche Pensionssystem – im Sinne einer menschlichen und solidarischen Gesellschaft - nötig. Das langfristige Funktionieren ist aber davon abhängig, ob insgesamt genügend Kinder aufgezogen werden. Jedem aufmerksamen Beobachter ist schon längst aufgefallen, daß das nicht mehr der Fall ist. Daher muß das Aufziehen von Kindern – in gesellschaftlicher Anerkennung und Wertschätzung und finanziell – wesentlich attraktiver werden. Das Geld muß unter dem Strich von jenen Bürgern kommen, die keinen biologischen Beitrag zum Generationenvertrag leisten können oder wollen, den Nutzen daraus in Form einer gesicherten Altersversorgung aber selbstverständlich in Anspruch nehmen wollen. Im Klartext:
Entweder Kinder oder höhere Steuern, die denen zugute kommen, die mehr als zwei Kinder aufziehen. Die Umverteilung ist am Grundsatz „Angebot und Nachfrage“ auszurichten.

Die großen Gewinner des Elterngehalts: Alleinerzieherinnen und Familien mit Großeltern
Alleinerzieherinnen sind meistens gezwungen, sehr früh außer Haus arbeiten zu gehen. Sie müssen – oft gegen ihre Überzeugung – das Kind in fremde Hände zur Betreuung geben. Das Elterngehalt würde sie finanziell wesentlich entlasten. Vollends auf der Gewinnerseiten wären Alleinerzieherinnen, die sich z.B. in einer Wohngemeinschaft zusammenschließen. So könnten zwei Mütter jeweils eine Teilzeitarbeit annehmen und trotzdem die volle Unterstützung des Elterngehalts behalten. Oder eine der Mütter könnte arbeiten gehen und der anderen Mutter für die Mehrarbeit einen Teil des Elterngehalts überlassen usw.
Besonders stark auf der Gewinnerseite stünden Mütter, die eine rüstige Großmutter als Betreuungsperson für ihr Kind zur Verfügung haben: KBS + Einkommen außer Haus – Entgelt für die Großmutter (wenn überhaupt). Ein großer Vorteil aus einer funktionierenden Großfamilie – warum auch nicht?

Das Elterngehalt ermöglicht sehr flexible Arbeitszeitgestaltungen.
Da Das Elterngehalt ein Entgelt für eine Leistung ist und unabhängig von sonstigen Einkommen und vom Einkommen des Ehepartners gewährt wird, läßt er alle Möglichkeiten frei. Die Eltern können ihr Kind selber betreuen und das Geld behalten. Sie entscheiden völlig frei, ob der Vater oder die Mutter betreut und wieviel.
Sie können ebenso eine Teilzeitarbeit annehmen wie auch eine Vollzeitbeschäftigung.
Mit dem Geld können sie die Oma für die Betreuung entschädigen, die Tagesmutter oder den Hort – ganz nach ihren Wünschen. Keine Behörde redet ihnen da was drein, es sind keine weiteren Formulare auszufüllen, kein zusätzlicher Papierkram zu erledigen.
Und schließlich – die staatlichen Anstalten wie Hort oder Kindergarten haben keinen Nachteil. Ob sie vom Staat direkt die Geldmittel erhalten oder einen Teil auf dem Umweg über das Elterngehalt, das kommt auf dasselbe hinaus.

Wird auch ohne Armutsnachweis gewährt – demütigende Bittstellerei bei den Ämtern und viel Antragstellerei entfallen.
Wie auch an anderer Stelle erwähnt: Es gibt viele Beihilfen und Förderungen – „sozial treffsicher“ sollen sie sein. Das verlangt Anträge über Anträge, Nachweise des Einkommens, von Rückzahlungen für Schulden, Papierkram, demütigende Bittstellerei, Anstellen bei den Ämtern, ein elendslanges Hin und Her und Wenn und Aber.
Dagegen Das Elterngehalt ein Muster an einfacher Abwicklung und Durchschaubarkeit:
Hier die Leistung – da der Lohn dafür und der Rest ist dem mündigen Bürger freigestellt.

Krasse Ungerechtigkeiten beim Modell „Karenzgeld vor 2002“, also vor der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes:
Karenzgeld wurde damals der Frau oder der Freundin eines Spitzenmanagers gewährt, nicht aber der Frau eines Hilfsarbeiters mit Mindestlohn für z.B. das dritte, vierte Kind, wenn sie vorher nicht unselbständig erwerbstätig war (weil sie die ersten beiden Kinder betreute). Letztere Familie muß zwar mit einem Einkommen auskommen, das weit unter dem Existenzminimum lag. Sie hatte aber keinerlei Ansprüche auf Karenzgeld, Notstandshilfe, Kinderbertreuungshilfe usw.
Ein Beispiel:
Ich habe in meinem Bekanntenkreis zwei Frauen. Die eine konnte vor der Geburt des ersten Kindes keinen Karenzgeldanspruch erwerben. Seither hat diese Frau viele Kinder geboren und aufgezogen – alles ohne finanzielle Anerkennung. Ihr Mann ist ungelernter Arbeiter. Die finanziellen Verhältnisse daher äußerst knapp. Ihr hätten Kinderhort und Kindergarten nicht geholfen, sehr wohl aber das Elterngehalt.
Die andere Frau hatte das Glück, einen Karenzgeldanspruch erworben zu haben. Für ebenfalls viele Kinder erhielt sie jeweils erhöhtes Karenzgeld und z.T. auch Notstandsunterstützung.
Der Unterschied an staatlicher Förderung zwischen diesen beiden Frauen liegt weit über einer Million Schilling.

Abtreibungen aus finanziellen Gründen werden verhindert.
Ein Grund für Abtreibung kann eine finanziell aussichtslose Lage sein.
Abtreibung ist – ganz gleich aus welchem Grund sie geschieht – eine schlimme Sache:
Tödlich für das Kind und schlimm für die betroffene Frau.
Aus finanziellen Gründen sollte keine Frau sich zur Abtreibung gedrängt fühlen.
Fehlendes Geld darf kein Grund sein, ein Menschenleben zu vernichten!


Siehe auch:

Verantwortung für die Familie, Resolution zur Förderung der Familie

Christliche Partei Österreichs, Ehe und Familie

Schreibfreiheit


Familie: Arbeit von Müttern ist 42.000 Euro wert, OÖN vom 26. Juli 2011

DIE FREIE WELT
Elterliche Erziehungsarbeit wertschätzen und anerkennen!


Kinderbetreuung privat/öffentlich_ein Kostenvergleich

Nur ein Betreuungsbudget erlaubt Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung
Siegfried Stresing, 12. Nov. 2013
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Kurzversion:

Das Elterngehalt ist Entgelt für eine Leistung – die Betreuung unserer Kinder.
Aufwertung für die Arbeit der Mütter und Väter zuhause!
Wirtschaftlich sinnvoll – staatliche Kinderbetreuung ist wesentlich teurer.
Das Beste für unsere Kinder: Mama und Papa!
Das Elterngehalt macht die Frauen unabhängiger.
Geringer bürokratischer Aufwand
Generationenvertrag – die Leistung dafür wird von Eltern erbracht!
Generationenvertrag - Beitrag kann biologisch oder finanziell geleistet werden!
Das Elterngehalt ermöglicht sehr flexible Arbeitszeitgestaltungen.
Wird auch ohne Armutsnachweis gewährt – demütigende Bittstellerei bei den Ämtern und viel Antragstellerei entfallen.
Krasse Ungerechtigkeiten beim Modell „Karenzgeld vor 2002“, also vor der Einführung des Kinderbetreuungsgeldes:
Abtreibungen aus finanziellen Gründen werden verhindert.
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Kritisches

Welt Online - Nachwuchs als Einkommensquelle....


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PostPosted: 29.03.2009, 21:58 
Wiesbadener Entwurf

von Dr. J. Borchert
Download des gesamten Textes (ca. 100 Seiten) von:
http://www.familienatlas.de/ca/b/bsf/

Versuch eines Extrakts (11 Seiten) durch
R.Woldag, Kiel


Einleitung


Kinder sind die wichtigste Zukunftsressource eines Landes. Ihre Begabung, Ausbildung, Leistungsfähigkeit und Zahl sind von entscheidender Bedeutung. Das gilt erst recht für das rohstoffarme Deutschland. Familien- und Bevölkerungspolitik müssten in der Hierarchie der Politiken deshalb einen Spitzenplatz einnehmen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Obwohl sich die Geburtenzahlen seit den Wirtschaftswunderjahren fast halbierten und der Anteil der Sozialausgaben verdoppelte, hat sich die materielle Situation vieler Familien nicht etwa verbessert, sondern erheblich verschlechtert. Schon eine vierköpfige Familie mit Durchschnittsgehalt lebte im Jahr 2000 am Existenzminimum. Seit 1965 hat sich der Anteil der Kinder im Sozialhilfebezug auf nahezu das 16-fache erhöht. Besonders prekär ist die Einkommenslage bei Alleinerziehenden. Weiterhin zeigen uns die OECD-Statistiken, dass Deutschland bei den Bildungsanstrengungen unter den entwickelten Ländern weit abgeschlagen ganz hinten liegt!

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 Post subject: CPÖ Stmk
PostPosted: 15.08.2009, 17:11 
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Joined: 28.08.2006, 08:49
Posts: 1235
Location: Österreich/Austria
Erziehungsgeld - Entwurf 2012

o Geldleistungen
• Erziehungsgeld für alle ÖsterreicherInnen, die Erziehungsarbeit leisten
• Das Erziehungsgeld kann auch für eine Tagesmutter o. ä. verwendet werden
• Die Höhe beträgt für die ersten drei Jahre
____brutto 1.300,--
____vom vierten bis sechs Jahre
____vom siebten bis 10 Jahre………………
Vom 11. bis 15 Jahre ………………..
Vom 16. bis19 Jahre (sofern AHS-Schulbesuch erfolgt
Sie schließt die Sozialversicherung mit ein

o Sachleistungen
• Kinderkrippen für Notfälle bzw. soweit aus der Praxis erforderlich
• Kindergärten bzw. Vorschule ab dem vierten Jahr bei Migrantenkindern, für Österreicher freiwillig, ab dem fünften Lebensjahr verpflichtend für alle

o Steuerliche Anreize
• Echtes Familiensplitting: Einkommen aller im Haushalt lebenden Personen geteilt durch deren Zahl
• Wegfall aller Absetzbeträge, da diese zur Finanzierung des Erziehungsgehalts beitragen

o Oberster Grundsatz ist die Wahlfreiheit zwischen Erziehung durch Andere oder eigene

o Finanzierung
• Aus Mitteln des FLAF (besser FLF Familien-Leistungsfonds): Kindergeld, Kinderbetreuung ……
• Aus dem Wegfall der Steuerlichen Absetzbeträge
• ……
• Ergebnis Aufwendungen vs. Finanzierung: …………..


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