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Frauen über 40 sind im Berufsleben unschlagbar

Posted: 03.09.2006, 22:12
by alwis
Offener Brief an
Frau Rauch Kallat, Frau Ursula Haubner, Frau Ridi Steibl!



Betreff: Frauen über 40 sind im Berufsleben unschlagbar - vor allem nach der Kinderpause

:arrow: Mut machen – nicht Angst machen!
:arrow: Positiv denken – nicht negativ!
:arrow: Von den Chancen reden – nicht nur von den Hindernissen!

Ich muss ich das einfach einmal loswerden:

Ich habe persönlich immer wieder mit Frauen, die nach der Kinderpause (oft zehn Jahre und länger) wieder in den Beruf außer Haus eingestiegen sind, sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ein Unternehmer formulierte es bei einer Podiumsdiskussion zum Thema einmal so:
„Frauen ab 40 sind unschlagbar.“

Ich schlage daher eine Imagekampagne für die Wiedereinsteigerinnen – auch nach längerer Kinderbetreuungspause – vor. Die Mütter, die sich mehrere Jahre ganz der Kinderbetreuung gewidmet haben, sind um Häuser besser als ihr Ruf. Sie sind belastbarer und haben reichere Erfahrungen als die meisten Jungen.

Ich finde es viel wichtiger, den Frauen Mut zu machen, als ihnen ständig Angst zu machen davor, sie könnten den Anschluß verlieren.

Die natürliche Fähigkeit der Frauen, sich vielen Lebenslagen anzupassen, macht sie auch sehr gut geeignet, sich nach der Kinderpause neuen Bedingungen im Berufsleben sehr rasch anzupassen!

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:arrow: Nicht Angst machen, sondern Mut machen!
:arrow: Wo ein Wille, da ein Weg!

schlechte Erfahrungen mit dem Wiedereinstieg

Posted: 19.11.2006, 01:36
by Gast
ich danke Ihnen sehr für diesen Brief an unsere zuständigen Politikerinnen
der höchsten Ebene - leider ist jedoch nicht zu erwarten, dass er sowohl in
den Köpfen derselben als auch in der Realität greifbare Auswirkungen haben wird...

Ich kann jeden Ihrer Sätze nur voll unterstreichen und musste selbst bitter erfahren, dass man nach längerer Familienpause als Wiedereinsteigerin nur mehr belächelt oder gedemütigt wird.

Nachdem ich meine berufliche Karriere unterbrach, um mich meinen - im Laufe der Zeit - drei Kindern aus Überzeugung voll zu widmen, begann ich, als der Jüngste in die Volksschule kam, ein Sprachenstudium an der Universität Wien.
Ich ging davon aus, dass ich mit einem aktuellen Studienabschluss in der
Tasche und meiner enormen Motivation zum Wiedereinstieg für die Berufswelt wieder als "fit" gelten müsste.

Ich will ja nicht sinnlos klagen darüber, wie sehr ich mich gefreut hätte,
wenn es eine Kindergeldregelung wie heute schon früher gegeben hätte, bzw. wie gut meinem Pensionskonto die heute geltende Regelung getan hätte, ich wollte nur und möchte noch immer meine vertieften und neu erworbenen Qualifikationen und meine aufgrund der Lebenserfahrung umsichtigere Art, an Probleme heranzugehen, im Rahmen beruflicher Tätigkeit einbringen können - und so auch endlich wieder ein wenig finanziellen Freiraum zu bekommen...

Aber das wird einfach nicht "gespielt" bei uns - allen Einsichten und
Beteuerungen auch von Seiten der Wirtschaftsforscher zum Trotz.

Und so werde ich mich mit den seinerzeit freiwillig gewählten
Einschränkungen und Entbehrungen wohl auch in Zukunft abfinden müssen, es ist nur unsagbar bitter und enttäuschend...

Hospitalismus - beobachtet von einem Lehrer

Posted: 19.11.2006, 01:39
by Gast
In „meiner“ Volksschule beobachte ich, dass immer mehr Kinder im Hort – es gibt ihn seit etwa 2 Jahren - abgestellt werden. Immer mehr Muttis haben ja beruflich zu tun und machen daher von der neu geschaffenen Einrichtung Gebrauch.

In unserem Ort gibt es seit heuer sogar das Angebot, Kinder ab 1 ½ Jahren ganzjährig, ausgenommen in den Tagen vom 24. Dezember bis zum 31. Dezember, in eine Betreuungseinrichtung zu geben.

Ich befürchte, dass wir Lehrer in den kommenden Jahren immer mehr mit „hospitalisierten“ Kindern zu tun haben werden. Kinder brauchen meiner Meinung nach zu ihrer gesunden Entwicklung den Wechsel von Kommune und Familie, sonst kommt das Individuelle zu kurz.

Ehemaliger Unternehmer aus Wien

Posted: 19.11.2006, 01:40
by Gast
Ich finde, daß Sie auch da Recht haben.

Das deckt sich mit meinen 40 jährigen Berufserfahrungen vollkommmen.

Nur: gerade bei den drei angeschriebenen Frauen ist wohl Hopfen und Malz verloren!