Berufstätige Mütter sind ein politischer Fehler, OÖN 7.2.01
Posted: 14.04.2007, 14:46
OÖN v. 7. 2. 01 – Berufstätige Mütter sind ein politischer Fehler
von Ulrich Schilling-Strack
Soziologen haben in Großbritannien herausgefunden, daß Kinder, deren Mütter auf einen Arbeitsplatz (außer Haus ist gemeint) verzichten und sich auf die Erziehung konzentrieren, weitaus besser in Schule und Berufsausbildung abschneiden. Der Rückstand läßt sich in Zahlen fassen:
Um neun Prozent pro Jahr Berufstätigkeit der Mutter sinken die Chancen eines „Schlüsselkindes“ auf einen guten Schulabschluß, behauptet ein Team der Universität Essex, das die offizielle Politik der Labour-Regierung in Frage stellt.
Tony Blair versucht nämlich, möglichst viele Mütter zur Rückkehr ins Arbeitsleben zu bewegen. Völlig falsch, protestiert Soziologieprofessor John Ermisch.
Mütter sollten sich um die Erziehung der Kinder kümmern. Vor allem Kinder unter fünf Jahren erlitten durch die Abwesenheit der Mutter kaum aufholbare Nachteile. Der Staat solle darauf Rücksicht nehmen und Erziehung durch gezielte Anreize attraktiv machen.
Insbesondere hat man Familien untersucht, bei denen die Mutter ein Kind zu Hause betreut hatte, ein zweites dagegen wegen der Rückkehr ins Arbeitsleben nicht. Vergleiche dieser ansonsten identisch aufgewachsenen Geschwister förderten erstaunliche Unterschiede zu Tage:
Für jedes Jahr ohne Mutter büßte das Kind aus der berufstätigen Phase Chancen ein.
Nur für Kinder aus reichen Familien konnten die Nachteile wenigstens teilweise wettgemacht werden, weil Bedienstete die sonst fehlende „menschliche Komponente“ sind.
von Ulrich Schilling-Strack
Soziologen haben in Großbritannien herausgefunden, daß Kinder, deren Mütter auf einen Arbeitsplatz (außer Haus ist gemeint) verzichten und sich auf die Erziehung konzentrieren, weitaus besser in Schule und Berufsausbildung abschneiden. Der Rückstand läßt sich in Zahlen fassen:
Um neun Prozent pro Jahr Berufstätigkeit der Mutter sinken die Chancen eines „Schlüsselkindes“ auf einen guten Schulabschluß, behauptet ein Team der Universität Essex, das die offizielle Politik der Labour-Regierung in Frage stellt.
Tony Blair versucht nämlich, möglichst viele Mütter zur Rückkehr ins Arbeitsleben zu bewegen. Völlig falsch, protestiert Soziologieprofessor John Ermisch.
Mütter sollten sich um die Erziehung der Kinder kümmern. Vor allem Kinder unter fünf Jahren erlitten durch die Abwesenheit der Mutter kaum aufholbare Nachteile. Der Staat solle darauf Rücksicht nehmen und Erziehung durch gezielte Anreize attraktiv machen.
Insbesondere hat man Familien untersucht, bei denen die Mutter ein Kind zu Hause betreut hatte, ein zweites dagegen wegen der Rückkehr ins Arbeitsleben nicht. Vergleiche dieser ansonsten identisch aufgewachsenen Geschwister förderten erstaunliche Unterschiede zu Tage:
Für jedes Jahr ohne Mutter büßte das Kind aus der berufstätigen Phase Chancen ein.
Nur für Kinder aus reichen Familien konnten die Nachteile wenigstens teilweise wettgemacht werden, weil Bedienstete die sonst fehlende „menschliche Komponente“ sind.