Jubel allenthalben – ist das neue Kinderbetreuungsgesetz wirklich so gut – für wen ist es gut?
Das neue Kinderbetreuungsgesetz in Oberösterreich wird von allen Parteien gelobt. Als positiv werden vermerkt:
- ein Gesetz für alle Kinder
- Zusammenarbeit der Gemeinden möglich bzw. gefördert
- Ausbau der Öffnungszeiten
- Sozial gestaffelte Elternbeiträge
- Mehr Elternmitbestimmung
- Flexibilisierung des Angebotes
- Integration in einer Hand
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird erleichtert
- Kinder unter drei Jahren werden mitbetreut
Was ist mit den Tagesmüttern?
Bisher haben wir noch keinen Hinweis auf Tagesmütter gehört. Sie werden derzeit sehr schlecht entlohnt. Die Elternbeiträge dagegen für diese unserer Meinung nach besonders kindgerechte und flexibelste Betreuungsform sind höher als bei öffentlichen Einrichtungen. Und dabei wären Tagesmütter auch für die öffentliche Hand die günstigste Lösung. Immerhin brauchen wir dafür keine zusätzlichen Häuser – die kosten ja auch nicht wenig.
Warum fragen wir nicht die Kinder?
Wer hat die Kinder gefragt, wie sie am liebsten betreut werden möchten? Wir sind sicher: Kinder unter drei Jahren würden wohl mit 90% für die Betreuung durch die eigene Mutter stimmen. Und auch Kinder über drei Jahren würden wohl auch kaum mehrheitlich für Ganztagsbetreuung in Kindergärten stimmen.
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Neues Kinderbetreuungsgesetz - Oberösterreich ab Herbst 2007
Neues Kinderbetreuungsgesetz - Oberösterreich ab Herbst 2007
Last edited by alwis on 18.08.2007, 10:21, edited 2 times in total.
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.
Mag. Ambros Gruber (Lehrer): Sind Kinder jetzt ein Luxus?
Leserbrief von Mag. Ambros Gruber in der Kremstaler Rundschau vom 9. August 2007
"Sind Kinder jetzt ein Luxus?"
Lassen die Sommer-Diskussionen der Bundesparteien die Hoffnung auf zwei, zumindest aber ein "Gratis-Kindergartenjahr" sprießen, werden Eltern von Kindern in so mancher Gemeinde in OÖ derzeit hart von den Folgen des neuen "OÖ. Kinderbetreuungsgesetzes" getroffen.
Zum gleichen oder gar zu einem höheren Monatsbeitrag als bisher werden wesentlich kürzere Betreuungszeiten angeboten! Von "gratis" sind wir weit entfernt! In manchen Orten kommt es zu Preissteigerungen von 70%, in ungünstigen Fällen bis weit über 100%.
...Was wird die Folge dieses Gesetzes sein, ....
Eltern werden mühsam autonom Betreuung für ihre Kinder orgnisieren, da sie sich den Kindergarten nicht mehr leisten können.
Kinderbetreuung und damit Kinder selbst werden zum Luxus.
Die weiteren Folgen:
Kindern in OÖ wird die so wichtige "vorschulische Bildung" abgehen.
Und: Viele Kindergärtner werden ihren Arbeitsplatz verlieren....
"Sind Kinder jetzt ein Luxus?"
Lassen die Sommer-Diskussionen der Bundesparteien die Hoffnung auf zwei, zumindest aber ein "Gratis-Kindergartenjahr" sprießen, werden Eltern von Kindern in so mancher Gemeinde in OÖ derzeit hart von den Folgen des neuen "OÖ. Kinderbetreuungsgesetzes" getroffen.
Zum gleichen oder gar zu einem höheren Monatsbeitrag als bisher werden wesentlich kürzere Betreuungszeiten angeboten! Von "gratis" sind wir weit entfernt! In manchen Orten kommt es zu Preissteigerungen von 70%, in ungünstigen Fällen bis weit über 100%.
...Was wird die Folge dieses Gesetzes sein, ....
Eltern werden mühsam autonom Betreuung für ihre Kinder orgnisieren, da sie sich den Kindergarten nicht mehr leisten können.
Kinderbetreuung und damit Kinder selbst werden zum Luxus.
Die weiteren Folgen:
Kindern in OÖ wird die so wichtige "vorschulische Bildung" abgehen.
Und: Viele Kindergärtner werden ihren Arbeitsplatz verlieren....
Elternbeiträge zum Kindergarten decken Kosten nur zum Teil!
In verschiedenen Leserzuschriften jammern jetzt Eltern über steigende Kindergartenbeiträge durch das neue OÖ. Kinderbetreuungsgesetz. Sie bedenken nicht, daß die Kinderbetreuung durch öffentliche Einrichtungen sehr sehr teuer ist. Die Elternbeiträge decken nur einen geringen Teil der Kosten.
Wenn z.B. Eltern ihr Kind in einer Krabbelstube betreuen lassen und dafür 200,-- Euro zahlen, zahlt die öffentliche Hand nochmals ca. 1.300,-- Euro dazu.
Wenn Eltern ihr vier- oder fünfjähriges Kind in einem Kindergarten betreuen lassen, klagen sie vielleicht über einen Beitrag von 100,-- Euro.
Sie sollen wissen, daß die öffentliche Hand weitere 400,-- Euro zahlt!
Was sollen da z.B. jene Eltern F. + G. H. sagen, die für ihre elf Kinder
* weder 436,-- Euro Kinderbetreuungsgeld (bzw. vorher Karenzgeld
* noch 1.300,-- Euro Krabbelstubenzuschuß
* noch 400,-- Euro Kindergartenzuschuß
erhalten haben?
Ihre Kinder hatten trotzdem eine zwar finanziell sehr knappe aber an guter Betreuung durch die eigene Mutter und den eigenen Vater sehr reiche und daher auch glückliche Kindheit.
Sie sind inzwischen z.T. tüchtige Bürger und gute Steuerzahler, die den Luxus der Doppelverdiener mit Kindern in Krabbelstuben und Kindergärten mitfinanzieren.
Und noch etwas:
Sie haben den Kindergarten nicht besucht und damit dem Staat viel Geld erspart. Aber auch ohne die angeblich so wichtige vorschulische Erziehung hatten sie in der Schule nicht die geringsten Einstiegsprobleme.
Ein gutes Elternhaus ist eben die beste Vorbereitung auf die Schule und das ganze Leben.
Daher:
Die Eltern sollten nicht jammern sondern sollten dankbar sein, daß die doppelte Berufstätigkeit der Eltern so großzügig gefördert wird!
Bezahlen müssen das die Steuerzahler.
Und zuletzt:
Kinder sind Luxus, aber sie sind viel mehr wert als jeder andere Luxus.
Sie sollen wissen, daß die öffentliche Hand weitere 400,-- Euro zahlt!
* weder 436,-- Euro Kinderbetreuungsgeld (bzw. vorher Karenzgeld
* noch 1.300,-- Euro Krabbelstubenzuschuß
* noch 400,-- Euro Kindergartenzuschuß
erhalten haben?
Sie sind inzwischen z.T. tüchtige Bürger und gute Steuerzahler, die den Luxus der Doppelverdiener mit Kindern in Krabbelstuben und Kindergärten mitfinanzieren.
Sie haben den Kindergarten nicht besucht und damit dem Staat viel Geld erspart. Aber auch ohne die angeblich so wichtige vorschulische Erziehung hatten sie in der Schule nicht die geringsten Einstiegsprobleme.
Ein gutes Elternhaus ist eben die beste Vorbereitung auf die Schule und das ganze Leben.
Die Eltern sollten nicht jammern sondern sollten dankbar sein, daß die doppelte Berufstätigkeit der Eltern so großzügig gefördert wird!
Bezahlen müssen das die Steuerzahler.
Und zuletzt:
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.