Muttertag 2006 und 2007 - Hinweis auf Christa Meves

Hier wird über Familienpolitik diskutiert.
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alwis
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Muttertag 2006 und 2007 - Hinweis auf Christa Meves

Post by alwis »

Ein Auszug aus:
© Rheinischer Merkur Nr. 19, 11.05.2006


ERZIEHUNG / An diesem Sonntag regnet es wieder Blumen.
Nur ein Ersatz für echte Anerkennung


Wo bist du, Eva?

Eine gute Mutter gibt Geborgenheit und Halt.
Nicht allein den eigenen Kindern, sondern der ganzen Gesellschaft
, meint die RM-Mitherausgeberin.

Christa Meves Kinder- und Jugendtherapeutin:

Mutter mag man nicht mehr sein.

Mutter kann man häufig gar nicht mehr sein.

Man kann es sich nicht leisten, Mutter zu werden, weil der finanzielle Status das nicht mehr hergibt.

In einem Kindertest für Acht- bis Zwölfjährige gilt es zu ergänzen:
"Ich mag meine Mutter, aber..." 90 Prozent der Kinder schreiben unverblümt: "Aber sie ist ja so viel weg" oder gar "Aber sie ist uns doch weggelaufen" oder "Aber sie hat keine Zeit" oder
"Aber sie muss doch arbeiten." Nur wenige - meist Jungen - schreiben: "Aber sie meckert zu viel."

"Mutter, wo warst du?", "Mutter, warum ließest du mich allein?", "Mutter, warum hattest du für viele und vieles Zeit, aber nicht für mich?"

"Ohne Mutter kannst du nicht leben", hat uns Hermann Hesse zugerufen. Gute Mütter brauchen wir, damit wir Zukunft haben.

Mehr ist zu lesen auf der Seite von Christa Meves

Zum Beispiel Rothenfelser Erklärung 2006

Die Bundesrepublik Deutschland ist in eine existenzielle Krise geraten.
Eine der Hauptursachen liegt darin, dass der wichtigsten Keimzelle des Staates, der Familie, ihrer Erhaltung und Prosperität seit Jahrzehnten zu wenig Beachtung gezollt wurde.
Es wurde vergessen, dass Mutterschaft der unaufgebbarste und lebenswichtigste Beruf ist.

Die alarmierende Zunahme von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen belegt dies ebenso wie die Ergebnisse aus den einschlägigen Wissenschaften wie Neurobiologie und Hirnforschung. Eine konstante Betreuung im Kleinkindalter durch die Mutter, den Vater und auch weitere Familienangehörige ist für eine seelisch gesunde Entwicklung der Kinder unverzichtbar.

Wir appellieren an die Regierung, dem Geburtenschwund und der immer unzureichender werdenden seelischen Gesundheit der jungen Generation entgegenzuwirken.
Familien brauchen dringend flankierende Maßnahmen, die sie stützen und dem Muttersein wieder eine gesellschaftliche Wertschätzung entgegenbringen.

Deshalb fordern wir:

:arrow: Mütter, die ihre Kinder selbst betreuen, erhalten kostenneutral die ansonsten im Rahmen einer Fremdbetreuung aufzuwendenden Beträge direkt ausbezahlt. Alternativ wird ihnen ein entsprechender Steuervorteil gewährt.
:arrow: Mütter erhalten einen angemessenen Rentenanspruch.
:arrow: Durch Schulabgängerinnen werden Familienhelferinnen bereitgestellt.
:arrow: Mütter, die nach einer mehrjährigen Familienphase erneut in ihre Ausbildung bzw. ihren Beruf einsteigen wollen, werden gefördert und bevorzugt vermittelt.

Mehrkinderfamilien mit mehr als zwei Kindern sind darüber hinaus zusätzlich durch folgende Maßnahmen zu fördern und zu unterstützen:

:arrow: Die geplante zeitliche Kürzung des Kindergeldes ist zurückzunehmen.
:arrow: Der Kinderfreibetrag wird auf 8000,- € je Kind angehoben.
:arrow: Evtl. Studiengebühren entfallen für alle Kinder dieser Familien.

Die Bereitschaft zur Familiengründung ist in der jungen Generation mehrheitlich gegeben.
Die Realisierung dieses lebenserhaltenden Wunsches ist für unsere Zukunft unumgänglich und deshalb für alle Verantwortlichen eine Aufgabe von höchstem Vorrang.

Verabschiedet am 16.07.2006
Burg Rothenfels

VERANTWORTUNG FÜR DIE FAMILIE E.V.
Albertstr. 14, 26506 Uelzen
[email protected], www.vfa-ev.de
Last edited by alwis on 20.10.2007, 19:20, edited 3 times in total.
Gast

Kommt nach der vaterlosten die mutterlose Gesellschaft?

Post by Gast »

Klingt nicht ermutigend.
Die Mütter fehlen den Kindern noch mehr als die Väter.

Wie können wir dem entgegensteuern?

Hier sollte etwas geschehen!

In Österreich ist ja das Kinderbetreuungsgeld der ÖVP-FPÖ-Regierung ein erster Schritt. Das sollte für weiter ausgebaut werden. Es ist ja nicht einzusehen, dass es Pflegegeld für alte Menschen gibt, aber für unsere Kleinkinder, die auch nicht ohne Betreuung leben können, soll die Familienbeihilfe ausreichen? Die sichert ja nicht einmal das Existenzminimum!

Und vor allem geht es um die Leistung der Mütter (und Väter), die anerkannt werden sollte.
alwis
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Muttertag 2007 - eine Presseaussendung

Post by alwis »

Wünsche zum Muttertag 2007 - Presseaussendung

Für den Muttertag wünschen wir uns von den Medien:


Bitte rückt die großartigen Leistungen der Mütter in das rechte Licht.
Kinder haben es bei der Mama doch am besten.


Diese Erkenntnis bricht sich allmählich Bahn. Und was die meisten Leute als richtig empfinden, ist längst auch wissenschaftlich bewiesen:

„Eine ständige Bezugsperson und viel Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit ist Voraussetzung für eine gute Entwicklung des Gehirns und der gesamten Persönlichkeit.“
Die Mutter ist für eine gute Entwicklung unserer Kinder in den ersten Jahren eben einfach unverzichtbar.
Und ein neues Selbstbewußtsein der Mütter wird immer stärker spürbar.

Von der Politik wünschen wir uns die richtigen Rahmenbedingungen dafür, vor allem:

Angemessene finanzielle Anerkennung der Leistungen der Mütter. Es ist nicht einzusehen, warum der Staat Fremdbetreuung unserer Kleinsten gegenüber der Betreuung durch die eigene Mutter derart bevorzugt, wie es aktuell der Fall ist.
Ein richtiges Muttergehalt für die ersten Lebensjahre des Kindes – nicht mehr aber auch nicht weniger fordern wir von unserer Regierung.

Weitere Beiträge aus unserem Forum:

Mama ist die Beste für das Baby
Weiter: http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=120

Kinder als Geschenk - und neues Selbstbewußtsein der Mütter

Weiter: http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=82

Starke Mütter/starke Familien/starke Kinder
Weiter: http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=101
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.
Gast

LB in "Die Presse" von Frau Gudrun Kattnig

Post by Gast »

Werte Vollzeitmütterkolleginnen!

Wir wissen es längst: uns sollte es eigentlich schon lange nicht mehr geben. In Zeiten der Moderne und Emanzipation gehört die Frau in den Beruf und in die Wirtschaft. Endlich ist erreicht, wovon unsere weiblichen Vorfahren nur träumen konnten:
wir sind den Männern gleichgestellt, haben gleiche Rechte und Chancen.
Klar, die Fähigkeit Kinder zu bekommen bleibt uns allein – an diesem Punkt haben die Männer noch nicht nachgeholt. Aber das scheint ja nun auch nicht erstrebenswert zu sein. Denn allerorten hören wir: Kinder sind lästig im Beruf und wirken äußerst erwerbshemmend.

Unsere Politiker- und Frauenvertreterinnen setzen sich tatkräftig ein: Frauen auf in die Erwerbstätigkeit.
Kinder in die „Familienergänzende Betreuungseinrichtung“!
Wer weiß, ob auf den Partner Verlass ist, oder ob frau nicht morgen mit samt der Brut verlassen dasteht…
Es braucht Absicherungen, es braucht die Vereinbarung von Kind und Beruf.
Millionen von Geldern werden flüssig gemacht für Ganztagesbetreuung schon ab dem 1.Lebensjahr. Je früher, desto besser, denn Kinder brauchen andere Kinder!
Kinder, die nur von der Mutter betreut werden, sind arme Kinder. Sie vereinsamen, können seelischen Schaden nehmen.
Eine möglichst frühe Betreuung außer Haus ist unabdingbar. Sonst schaffen die Kleinen den Sprung in die Welt nicht mehr.

Skandinavien wird zitiert und auch Frankreich. Da gibt es die meisten Kinder und sie sind so glücklich und zufrieden. Wie wir aus den Medienberichten der vergangenen Monate vor allem aus Frankreich hören und sehen konnten.

Kolleginnen, es sieht schlecht aus für unseren Stand. Wir sind überholt, unser Denken antiquiert, wir sind am besten Weg wegrationalisiert zu werden. Leider ausgerechnet von den für uns zuständigen Behörden und Ministerinnen für Frauen und Familie.

Mütter, die es vorziehen oder – wie in den meisten Fällen - aus finanziellen Gründen gezwungen sind, ihre Kinder in Krippe oder Hort betreuen zu lassen werden staatlich subventioniert. Mit monatlich pro Kind wenigstens 5oo – 900 Euro! Nicht schlecht.

Vollzeitmütter bekommen nichts. Man muss das verstehen, Familienarbeit hat schließlich keinen wirtschaftlichen Wert. Wir sind selber schuld.
Wir enthalten unsere Arbeitskraft dem Arbeitsmarkt vor, der sich – wie wir wissen – um uns reißt. Die Wirtschaft braucht uns Mütter.

Tja also dann, liebe Mütter – bei allen Errungenschaften der Emanzipation ist halt die Wahlfreiheit verloren gegangen. Ein Lebensmodell ist ja auch genug.

Mutter werden: Ja. Kinder haben dürfen: nein.

Bedürfnisse der Kinder?
Über die wird ohnehin längstens geschwiegen.
Außerdem gibt´s ja eh bald keine Kinder mehr. Dann hat sich das ganze Thema von selbst erledigt.
Oder?

Nur seltsam, dass in den viel gerühmten Vorzeigeländern langsam aber sicher ein Umdenken beginnt. Nach 25 Jahren der institutionalisierten Kinderbetreuung bleiben immer mehr Betreuungsplätze leer. Mütter wollen ihre Kinder lieber selber erziehen, statt den schwierigen Balanceakt zwischen Beruf und Familie zu meistern.

In Schweden wird ab dem 1.1.2008 die familiäre Erziehung anerkannt und finanziell unterstützt. Wo soll das hinführen?
Oder sollte das, liebe Kolleginnen, etwa ein Zeichen und ein Hoffnungsschimmer sein?!

Wie auch immer – alles Gute zum Muttertag.
Einmal im Jahr sind wir wer – genießen wir´s!
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