Brief an Bundeskanzler Gusenbauer

Hier wird über Familienpolitik diskutiert.
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Gast

Brief an Bundeskanzler Gusenbauer

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Frau Dr. Herta Herglotz
Graz, 06.12.07



Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Dr.Gusenbauer!

Ich bedanke mich für 2 Briefe von Ihnen, den einen über die Pensionserhöhung, der an alle Wohnadressen gerichtet ist und den zweiten vom 09.07.07 an mich persönlich, meinen offenen Brief an die Regierung zum Kindergipfel vom 29.05. 07 betreffend.

Zunächst eine hypothetische Frage, Herr Bundeskanzler:
Sehen Sie sich als Bundeskanzler Österreichs, also aller Österreicher, oder nur Ihrer Partei?
Sie begeben sich unter das Volk, bemühen sich, das Befinden aller zu erkunden.
Bitte berücksichtigen Sie auch unser Anliegen und wischen Sie es nicht gleich vom Tisch. Als soziales Projekt passt es vielleicht auch in Ihr Programm.

Unsere Familienoffensive [newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=97]„Familie neu“[/newtaburl] fordert ein Erziehungseinkommen für den Elternteil, der zu Hause Kind, Haushalt und Familienbetriebsführung übernimmt.
Es gilt für Mutter oder Vater, je nach dem, wie es die Situation es erfordert.
Es ist ein Einkommen, abzüglich aller Steuern, Kranken- und Pensionsbeiträge.
Es saniert das Familienbudget, da ja eine Alleinverdienerfamilie heute sowieso nicht mehr existieren kann,
und macht gleichzeitig die Mutter, wenn sie den Job übernimmt, zu einer gleichberechtigten Bürgerin mit eigener finanzieller und sozialer Kranken- und Pensionsabsicherung, was schon lange fällig ist.
Es ist ein Beruf, den man unter anderen wählen kann.

Man beklagt die Ungleichheit im Einkommen aller Männer und aller Frauen. Sie beruht darauf, dass Mütter oft nur Teilzeit arbeiten oder überhaupt bei den Kindern zu Hause bleiben. Um zu der gewünschten Gleichstellung zu kommen, müssen alle Frauen einen Beruf haben und zwar einen Vollzeitberuf.

Die „Nur-Hausfrau“ ist eine Vollzeitmutter mit Kind, Haushalt und Familienbetrieb. Ihre Arbeit - als Beruf anerkannt - steht Mutter oder Vater zur Wahl und schafft Vollbeschäftigung, Arbeitsplätze für alle Männer und Frauen.
Wenn alle Männer und alle Frauen nur in außerhäusige Berufe drängen, wie dies jetzt praktiziert wird, führt das nicht zwangsläufig zu Arbeitslosigkeit?

:arrow: „Familie neu“ ist ein soziales Projekt für Vollbeschäftigung und gegen Armut und Arbeitslosigkeit. Es gibt der Wirtschaft einen Aufschwung und führt zu einem gehobeneren Wohlstand unserer Bevölkerung, vor allem der unteren Schichten.
:arrow: „Familie neu“ ist ein familienfreundliches Projekt. Die Eltern haben mehr Zeit für ihre Kinder, was diese sich am meisten wünschen.
:arrow: „Familie neu“ ist ein demographisches Projekt und lässt auf mehr Kinder hoffen.
:arrow: „Familie neu“ ist auch emanzipatorisch. Es umfasst alle Frauen, auch die Mütter, die zum Teil ausgeschlossen sind aus der Bürgergesellschaft. Es ist nicht das Frausein, das die Frauen zum „benachteiligten Geschlecht“ macht, von dem jetzt in den Medien die Rede ist, es ist das Muttersein. Die Mütter sind das benachteiligte Geschlecht. Frauen ohne Kinder passen gut in die für Männer zugeschnittene Arbeitswelt. Wird eine Frau Mutter, ändert sich für sie die Situation. Sie wird ausgebeutet, sei es oft durch Doppelbelastung durch Familie und Beruf – nicht alle haben das dazu gehörige Geld oder Umfeld – oder durch Verlust eines eigenen Einkommens und eigener sozialer Absicherung, wenn sie sich nur ihren Kindern und der Familie widmet Es ist der letzte noch ausständige Schritt in der Emanzipation der Frauen. Es macht auch diese Mütter zu eigenständigen, gleichberechtigten Bürgerinnen.

Die Finanzierung des Projekts ergibt sich zwangsläufig – alle Beihilfen und Zuschläge für Familien zusammengenommen – durch Entlastung anderer Bereiche, z.B.der Arbeitslosenversicherung, der Resozialisierungsgelder, der Umverteilung der Kinderbetreuungsplätze in außerfamiliäre und innerfamiliäre etc.

:!: Es geht um ein Erziehungseinkommen für die Arbeit der Mutter oder des Vaters zu Hause
:!: und ein Kindergeld für den Kostenaufwand des Kindes (nicht zu verwechseln mit dem jetzigen Kinderbetreuungsgeld, das ja für die Arbeit des Elternteiles bestimmt ist und in das künftige Erziehungseinkommen einbezogen werden kann.)

Bitte, Herr Bundeskanzler, überdenken Sie das Projekt, lassen Sie es überprüfen, verbessern, ausarbeiten. Es ist als Attachment angeschlossen und auch als Kurzfassung zu finden in

[newtaburl=http://members.surfeu.at/herta.herglotz]Dr. Herta Herglotz[/newtaburl].


Mit freundlichen Grüßen
und der Bitte , uns über die unternommenen Schritte zu benachrichtigen,

Dr. Herta Herglotz


Siehe auch folgende Beiträge in diesem Forum:

[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?p=445#445]Saarländische Linkspartei fordert Erziehungsgehalt[/newtaburl]
[newtaburl=http://www.diechristen.at/index.php]Die Christen[/newtaburl]
[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=33]Familie = Beruf[/newtaburl]
[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=242]Familienbesteuerung und Frauenerwerbsquote[/newtaburl]
[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=15]Europa kinderlos? Eine Wende ist möglich_Finanzen[/newtaburl]
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