Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen künstlich erzeugt!

Hier wird über Familienpolitik diskutiert.
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Gast

Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen künstlich erzeugt!

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Leserbrief in der Kremstaler Rundschau, OÖ, Jänner 2008:

Ständig wird über Kinderbetreuungseinrichtungen diskutiert. Es werden Erhebungen gemacht, wo es noch mangelt, und selbst wenn Umfragen ergeben, dass kaum Nachfrage besteht, zerbricht man sich den Kopf, wie man trotzdem Plätze bereitstellen könnte.
Ich möchte dazu einen Bürgermeister zitieren: "Wir werden eine Arbeitsgruppe einrichten. Man muss klein anfangen. Gibt es erst ein entsprechendes Angebot, werden Eltern auch vermehrt darauf zurückgreifen."

Genau das ist der Punkt, welcher aufzeigt, wie kaputt unsere Familienpolitik ist! Man sollte sich doch freuen, wenn viele Kinder noch die Möglichkeit haben, in ihrer vertrauten, familiären Umgebung aufzuwachsen. Warum lässt man das die Kinder nicht einfach genießen?

Leider hat dieser Bürgermeister vermutlich sogar recht. Ist erst ein entsprechendes Angebot vorhanden, wird es nämlich stark beworben und finanziell unterstützt, sodass man sich dem kaum noch entziehen kann!

Ein Beispiel dafür ist der Kinderbetreuungsbonus des Landes OÖ: Dieser wird nun bereits ein halbes Jahr früher ausbezahlt (wenn das Kind 2 1/2 Jahre ist), jedoch nur, wenn das Kind eine öffentliche Betreuungseinrichtung besucht.

Zuerst Plätze schaffen, dann dafür bezahlen, dass diese auch benützt werden!

Warum gründet niemand eine Arbeitsgruppe, die sich zum Ziel setzt, allen Müttern (die das wollen), die Möglichkeit zu geben ihre Kinder selbst zu Hause zu betreuen. Ich bin sicher, der Großteil der Familien wäre dankbar dafür. Vielleicht fände sich ein Weg!? Das wäre Familienpolitik!

Martha Gosch
Frauenstein
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