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Das Binnen-I im Sprachgebrauch der Linken
Posted: 13.09.2006, 23:23
by alwis
Im jüngsten Heft des VSStÖ lesen wir neben SchülerInnen, BürgerInnen, ArbeitnehmerInnen usw. - das ist ja schon grauslich genug und ebenso entbehrlich - tatsächlich (ich konnte es zuerst nicht glauben):
"FreundInnenschaft".
Ich warte noch auf weitere Skurillitäten, z.B.:
Amtsschimmel --> Amtsstute
Führerschein --> FührerInnenschein
Jagatee --> JagaInnentee
Gärtnermeister --> GärtnerInnenmeisterInnen
Gäste --> GästInnen
usw.
Ich muß leider nach wenigen Sätzen zum Lesen aufhören, so übel wird mir dabei.
Posted: 24.09.2006, 11:12
by PetraA
Hallo liebe Forianer und Innen!
Wenn es nicht so traurig wäre, dann wäre es zum Lachen.
Ist wohl auch wieder ein Auswuchs unserer schnelllebigen Zeit .... Zeit ist Geld, und jede Sekunde muss sinnvoll genutzt werden. Wozu drei Worte schreiben, wo es mit einem einzigen geht!?
innen
Posted: 25.09.2006, 10:24
by flattax
Wie wäre es mit Innen und Außen?
OÖ Rundschau 18.1.07: Rätselhafte Innen-Welt
Posted: 21.01.2007, 23:29
by Gast
Josef Haslinger schreibt in der OÖ Rundschau Nr. 3/2007 v. 18.1.07 unter dem Titel
Rätselhafte Innen-Welt:
......Wenn es so weitergeht, ist das Maskuline bald aus dem Sprachgebrauch getilgt......
Das Binnen-I verträgt sich offenbar nicht mit jedem x-beliebigen Wort. Man findet ExpertInnen, AktivistInnen, ÄrztInnen, KünstlerInnen - aber wer hat jemals von DilettantInnen, BetrügerInnen, FalottInnen oder HandtaschlräuberInnen gelesen? Das weniger Positive kann also ruhig rein männlich bleiben.
Sieht fast so aus, als versuchten die Binnen-I-Fans, sich nur die RosInnen, pardon: die Rosinen herauszupicken.
Das ist zwar nicht ganz fair, aber irgendwie tröstlich:
Sind halt auch nur Menschen. Und MenschInnen.
Dieser Blödsinn wird auch wieder aufhören.
Posted: 21.07.2007, 17:53
by alwis
Ja, dieser Blödsinn wird auch wieder aufhören.
Gute Hoffnung gibt es: die Jugend macht nicht mit, solange sie nicht durch eine Parteischule oder ähnliches gegangen ist. Bei Schulfeiern wird das deutlich:
Die Lehrer sprechen von "Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, die gute Bürgerinnen und Bürger und erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer oder Arbeiterinnen und Arbeiter werden sollen".
Die Schülervertreter dagegen reden ganz normal von Lehrern, Schülern, Bürgern, Unternehmern und Arbeitern etc.
Natürlich wissen sie, daß in dieser allgemeinen Redeweise Frauen und Männer gleichermaßen gemeint sind.
Posted: 21.07.2007, 17:57
by Gast
Gefunden in der Wiener Zeitung - Andreas Unterberger schreibt:
...... Was auch immer der "Wiener Dachverband für sozial-ökonomische Einrichtungen" sein mag:
Er hat es jedenfalls geschafft, etwas zur Wirklichkeit zu machen, was bisher als maßlos übertreibender Scherz abzutun war.
Er hat nämlich als erster in vollem Ernst die Wortprägung
"GästInnen" verwendet. Den MitgliederInnen des/der VerbandIn gebührt dafür der/die große blecherne SprachordIn.
Weiterlesen hier:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... rentpage=0
Dazu Meinungen wie z.B. diese:
08.07.2007 @Unterbergerin
Wenn damit die -I- Manie gemeint ist - richtig ..
An solchen Beispielen wird deutlich, _wie_ blöd diese Manie ist ..
pit
06.07.2007 Muss richtig heissen:
WIENERINNEN Dachverband für sozial-okonomische Einrichtungen...
Dr. Günter Früwirth
06.07.2007 Andrea Unterbergerin
GästInnen ist selbstredend etwas blöd.
Karl Pokorny
Gender Schreibweise ist eine Neurose
Posted: 01.09.2007, 15:25
by alwis
Die sogenannte Gender-Schreibweise brauchen wir nicht.
Sie ist ein verkrampfter Versuch, die Sprache zu verweiblichen.
Die Frauen selber haben nichts davon.
Ein Seelendoktor würde eine Neurose diagnostizieren.
Hat übrigens schon jemand gelesen:
Die Verbrecherinnen und Verbrecher sollten ....
Die Gaunerinnen und Gauner usw.?
Ich denke, wir sollten zeigen, daß wir ein Gefühl für die Sprache haben
und diese ein verkrampftes Verbiegen im Sinne linker Gender-Ideologie nicht nötig hat.