Je sozialistischer, desto niedriger die Geburtenrate

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Gast

Je sozialistischer, desto niedriger die Geburtenrate

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Je sozialistischer, desto niedriger die Geburtenrate - ein Leserbrief im August 09

Die Studie des „Population Studies Center“ der University of Pennsylvania zeigt, dass bis zu einer gewissen Grad der Entwicklungsgrad / Wohlstand einer Gesellschaft mit der Geburtenrate korreliert.
Hierbei wird aber keine plausible These für die Ursache geliefert.

Eine These ist, dass die Geburtenraten, dann höher sind, wenn Kinder eine gewichtige Komponente der persönlichen Altersversorgung sind.
In Ländern wie Österreich, mit stark sozialistisch geprägtem Sozialsystem, werden Kinder nicht für die Altersversorgung benötigt:
die Fürsorgepflicht der Eltern für die Kinder wurde von der letzten Bundesregierung abgeschafft,
das Pflegegeld eingeführt und ein besonders großzügiges Pensionssystem, das nach dem Umlageprinzip funktioniert
(d.h. nicht die eigenen Kinder, sondern die Kinder aller bezahlen die Pension), gibt es schon seit geraumer Zeit.

Diese These würde auch die oben genannte teilweise vorhandene Korrelation erklären:
wohlhabende und demokratisch Länder tendieren oft zu sozialistischen Sozialsystemen,
eine Ausnahme ist hier z. B. die USA, die auch eine höhere Geburtenrate als viele andere Ländern mit hohem HDI-Index aufweisen.
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