20. 8. 2009
von Almut Rosebrock, Aktionsbündnis [newtaburl=http://www.glmk.de/]Gerne leben mit Kindern[/newtaburl], Betr. Jugendzeitschrift Bravo, "Porno" auf der Bravo-Website
Guten Tag!
Ich habe mir eben mal Ihre Website über Dr. Sommer angeschaut.
Ich finde, es geht einfach zu weit, was von Ihnen da mal so eben an Pornographie für Jugendliche ins Netz gestellt wird!
Es ist so selbstverständlich heute, wenn ein Junge ein Mädchen kennenlernt und nett findet, gleich "ab ins Bett" zu flitzen.
Und Sie fördern das extrem. Sex als Experiment.
Und die Folgen? Schwangerschaft, Aids, innerlich verletzte und verunsicherte Teenies - vor allem Mädchen sind da empfindlich - wenn sie sich als "Probierobjekt" zur Verfügung stellen, evtl. noch schwanger werden, abtreiben müssen - dank Dr. Sommer......! Heftig!
Wissen Sie, wie schwer die seelischen Folgen einer Abtreibung (= Mord an einem lebensfähigen Kind) lebenslang sind?
Wie stark auch die (seelischen) Bindungen (und auch Verletzungen) sind, die durch Sex entstehen?
Sexualität gehört grundsätzlich in den geschützten und vollkommen verbindlichen Rahmen der Ehe und Treue.
Einer Freundschaft, die gleich im Bett landet, fehlen so viele tiefe, wichtige, sehr bedeutende Dimensionen:
Das intensive Gespräch und Erleben miteinander, jenseits allem Sexuellen, das zarte Händchen-Halten, ohne dass mann bzw. Frau Angst vor "mehr" haben muss, viele schöne Erlebnisse in diesem so zarten Status des Verliebtseins. Alles das geht heutzutage völlig verloren (zum Glück noch nicht überall...). In "Julia und die Liebe", High School Musical und wie sie alle heißen, diese ganzen "Daily Soaps", geht es ja nur noch um das eine Thema. Als wenn Frau nicht auch ohne Partner glücklich sein könnte (Mann / Junge auch). Welch ein einseitiges Denken, welch verflachte Dimensionen.
Feiern = Alkohol-Trinken, Liebe = Sex, Disco = ohrenbetäubender Lärm, Schönheit = Operation
sind die heute schlimmsten Vereinfachungen, die überall so dargestellt werden, die es wieder aufzuweichen gilt.
Sie haben verheerende Folgen in der Gesellschaft!
Ich finde das sehr bedauerlich - und auch bedenklich. Die Trennungsquoten bei Paaren sind so hoch - früher hieß es noch "drum prüfe, wer sich ewig binde" (und dann auch Sex miteinender hat, der zu einem Kind führen darf... .)
Alkohol ist ein Gift, das den Verstand vernebelt.
Das ist doch kein Feiern, sich völlig zu bedröhnen! Schrecklich.
Ich kann sehr fröhlich sein bei vollem Verstand, ohne mich zu vergiften! Und ich genieße es, Musik zu hören in einer Lautstärke, die auch noch eine Unterhaltung ohne Anbrüllen nebenbei ermöglicht. Das ist auch besser für die Ohren - rein gesundheitlich betrachtet.
Und "Schönheit" - jeder Mensch ist so, wie er ist, schön, einzigartig; was soll man da an sich herumschnippeln lassen. (Wer mich nur mit künstlich vergrößertem Busen oder anderer Nase mögen würde, kann mir gestohlen bleiben... .)
Sie machen Sex, dieses gottgegebene Geschenk, das in tiefster Verbundenheit zwischen 2 Partnern als Frucht der Liebe ein Baby, einen neuen Menschen, hervorbringen kann, zum "Versuchsobjekt", Wellnessprogramm oder was auch immer.
Es ist nicht gut für Kinder und Jugendliche, zu früh und vor allem im Rahmen einer noch völlig ungefestigten Parnerschaft Sex zu haben! Jugendliche, vor allem Mädchen, sind innerlich so zart und verletzlich.
Mit Alkohol werden heute diese Gefühle betäubt, und dann geht es ab. Das ist doch schrecklich!
(Kennen Sie das Buch "Die sexuelle Tragödie" von Siggelkow aus Berlin? Ich finde es sehr schockierend es zeigt, wie tief Menschen in dieser Gesellschaft gefallen sind - irgendwie würdelos, so empfinde ich es.)
Liebe ist ein ganz zartes Pflänzchen - zum Staunen, und dann braucht es viel Zeit und Geduld zum Wachsen und Reifen.
Zwei Menschen wachsen nebeneinander, zueinander und aneinander - das geht wunderbar ganz ohne Sex! Es bleibt später immer noch viel Zeit für weitere Erfahrungen - und das "Aneinander-Reiben" endet in einer normalen, lebendigen Partnerschaft nie.
Dafür sind Männer und Frauen zu unterschiedlich - und bereichern sich aber gerade in dieser Unterschiedlichkeit.
Für mich ist Homosexualität ein Stück weit eine Flucht aus diesen Problemen der Unterschiedlichkeit. Man kennt Phasen in der Entwicklung Heranwachsender, wo man sich eher zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlt. Wie gesagt, das sind Phasen, die (meist) vorbeigehen - man sollte das nicht künstlich pushen (wie es derzeit zum Teil geschieht.) Mehr will ich dieses Thema jetzt nicht streifen - halte es aber für äußerst bedenklich, alles zu propagieren, was möglich ist.
Die Hemmschwelle sinkt bedenklich - und das führt dann zur Notwendigkeit, dass es verboten werden muss, Männer neben alleinreisende Kinder zu setzen, zum Missbrauch von sportlich zu trainierenden Kindern, Mädchenmord, etc.
In welcher Welt leben wir???
Mit "Liebe" im echten Sinne hat das nullkommanix zu tun!
Lasst uns und unsere Kinder in Liebe leben und aufwachsen.
Aber in echter, sanfter, zarter. Im Angenommensein. Im Ganzsein, Heilsein, Geliebt- und Geschätzsein.
Das lässt sich ohne Sex erst wirklich ausdrücken - und dadurch wird unsere Welt reicher und schöner!
Gott hat uns als Sein Ebenbild erschaffen, wunderbar, vollkommen, mit so viel Verstand, Sensibilität, Emotionalität, Charakter.
In der Reinheit leben, heil und ganz ist die tiefste Sehnsucht des Menschen. Es kann erfahren werden - aber wahrscheinlich (oder besser ganz sicher!) nicht auf Ihrem Weg.
Bitte schreiben Sie mehr über emotionale Tiefe und Verletzlichkeit von Gefühlen, besonders auch von Liebe!
(Gefühlen der Unsicherheit sollte man folgen und wirklich "Nein" sagen!)
Über diese tiefen Grundlagen der Sexualität. Über Behutsamkeit, Rücksichtnahme, Geduld, Warten.
Über gelebte frohe Gemeinschaft. Leben halt.
Das braucht unsere Gesellschaft - damit nicht noch mehr Mord und Totschlag passiert.
Mit freundlichen Grüßen
Almut Rosebrock, Apothekerin und 2-fache Mutter, [newtaburl=http://www.glmk.de/]Gerne leben mit Kindern[/newtaburl]