Familien haben ganz andere Vorstellungen von „Politik für Familien“
Es ist an der Zeit, dass sich Politiker von ihren Ideologien verabschieden.
Nach den neuesten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes
wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres rund 312.200 Kinder geboren -
knapp 6,6 Prozent beziehungsweise 22.000 weniger als im Vergleichszeitraum 2008.
Diese Tendenz nun auf die Wirtschaftskrise zu schieben ist erkennbar abwegig.
Tatsächlich handelt es sich um die Ergebnisse einer verfehlten Familienpolitik:
sinkende Geburtenzahlen und zunehmende Familienarmut, trotz (!) steigender Frauenerwerbstätigkeit.
Weder Elterngeld noch Krippenausbau haben demnach einen positiven Effekt verzeichnen können.
Ebenso familienfeindlich, und damit geburtenverhindernd, ist die von Politikern angeheizte öffentliche Diffamierung von Familien.
Wer möchte sich schon allein durch „Elternwerden“ freiwillig zum „Deppen der Nation“ machen?
Kontraproduktiv ist auch die Einmischung des Staates bis hin in die privatesten Angelegenheiten von Familien,
wie z.B. mit Bildungsgutscheine (statt Bares) die Ausgaben, die Familien tätigen, zu lenken.
Es ist an der Zeit, dass die Ergebnisse von Studien und Umfragen ernst genommen werden
und nicht mehr nach ideologischer Weltsicht umgedeutet werden.
Die brandaktuelle FORSA-Umfrage der Zeitschrift Eltern zeigt repräsentativ,
was Eltern die Entscheidung zu mehr Kindern erleichtern würde:
(im Vergleich zu Kinderlosen) ein weiteres, geeignetes Instrument wären, um die Entscheidung für Kinder zu erleichtern.
Das Ergebnis einer Umfrage des Allensbach Institutes zeigt noch deutlicher, was Familien wollen:
Wenn das Ziel der deutschen Familienpolitik tatsächlich ein Anstieg der Geburtenrate sein sollte,
muß umgehend im Sinne der Familien gehandelt werden
und die finanzielle Ungerechtigkeit und damit die Familienarmut beendet werden.
Ferner sollte sich der Staat jeglicher Bevormundung der Familien enthalten.