"Die Grünen sind scheinheilig und unwählbar”
Die Islamkritikerin Seyran Ates –
die selbst als Deutsche und Türkin, aber nicht als Mensch mit Migrationshintergrund bezeichnet werden möchte –
erklärt im Interview mit dem österreichischen Standard,
warum sie die Grünen aus feministischer Sicht für unwählbar hält.
[newtaburl=http://derstandard.at/fs/1252771838000/derStandardat-Interview-Die-Gruenen-sind-so-scheinheilig]Standard, Interview mit Seyran Ates[/newtaburl]
Auszug:
Ich bin von den Grünen enttäuscht.
Weil die Grünen, wie ich dachte, für multikulturelle Gesellschaft und für ein friedliches Zusammenleben der Religionen stehen, weil sie gegen konservative, althergebrachte Traditionen und Rollenbilder kämpfen und linke Positionen vertreten.
Die Grünen haben nie akzeptiert,
dass es zwischen Mann und Frau einen auf Religion bezogenen Unterschied gibt,
solange es um die katholische Kirche geht.
Beim Islam machen sie plötzlich eine Ausnahme, sobald es um Muslime geht,
knicken die Grünen aus vermeintlich religiösen Gründen ein.
Mich regt es auch so besonders auf, weil die Grünen programmatisch eigentlich für etwas anderes standen …
Ja, sobald es um den Islam geht, sind die Menschenrechte nicht mehr so wichtig.
Man muss sich nur diverse Talkshows ansehen, wo Frau Roth (Claudia Roth ist Vorsitzende der Grünen, Anm.)
schon von ihrer Körpersprache her allergisch auf Vertreter der katholischen Kirche reagiert.
Wenn sie hingegen neben einer kopftuchtragenden Frau sitzt, hat sie größte Sympathie und Toleranz dafür.