Salzburger Weihbischof warnt vor 'Angriffswelle des Bösen'
Andreas Laun bezeichnete bei Dritten Ökumenischen Bekenntniskongress es als eine „typische Versuchung der Bischöfe“,
zu bedrohlichen Entwicklungen zu schweigen
Bad Gandersheim
(Aus [newtaburl=http://www.kath.net/detail.php?id=24204]Kath.net/idea[/newtaburl])
Zur Wachsamkeit der Christen angesichts bedrohlicher Entwicklungen hat der katholische Salzburger Weihbischof Andreas Laun aufgerufen.
Die gegenwärtige „Angriffswelle des Bösen“ richte sich vor allem gegen die Schöpfungsordnung Gottes.
Beispiele dafür seien die Homosexualitäts-Bewegung und die Ideologie des Gender Mainstreaming,
sagte Laun in einem Gottesdienst zum Abschluss des Dritten Ökumenischen Bekenntniskongress am 11. Oktober in Bad Gandersheim.
Veranstalter war die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften.
Der viertägige Kongress stand unter dem Thema „Die eine Kirche Jesu Christi in Erwartung Seiner Wiederkunft“. Daran nahmen rund 100 Vertreter einer „christozentrisch trinitarischen Bekenntnis-Ökumene“ teil, darunter Anglikaner, Lutheraner, Katholiken und Orthodoxe.
Laun warnte ferner vor einem zunehmenden staatlichen Einfluss auf die Kindererziehung,
etwa durch Kindergärten und den Sexualkundeunterricht.
Hier erliege der Staat der Versuchung der Kompetenzüberschreitung und wolle die Kinder
„in die Hand kriegen, um sie nach seinem Bild zu formen“.
Im Blick auf Antidiskriminierungsgesetze sagte der Weihbischof, hier bahne sich möglicherweise „die nächste physische Verfolgung“ an.
Allerdings enthalte das Neue Testament die Zusage, dass „die Mächte der Unterwelt“ die Kirche Jesu Christi nicht überwältigen können.
Laun rief die Christen auf, standhaft im Glauben zu bleiben, unaufhörlich zu beten und wachsam zu beobachten,
„wo die Kolonnen der Mächte der Unterwelt sich im Angriff befinden“.
Als eine „typische Versuchung der Bischöfe“ bezeichnete er das Schweigen zu bedrohlichen Entwicklungen.
Der Theologische Referent im Bischöflichen Ordinariat Augsburg, Peter Christoph Düren, vertrat in einem Vortrag die Ansicht, dass Gottlosigkeit auch in die Kirche eingedrungen sei. Als Beispiele nannte er die Vernachlässigung des geistlichen Lebens unter Christen und den Verlust des Gespürs für die Heiligkeit Gottes. Düren: „Wer glaubt noch daran, dass er für sein Leben nach dem Tod Rechenschaft ablegen muss?“ Der Theologe rief dazu auf, den dreifaltigen Gott an die erste Stelle im Leben zu setzen. Dies sei die erste Anforderung an Christen in einer Welt, in der Atheisten wie der Oxforder Evolutionsbiologe Prof. Richard Dawkins – Autor des Buchs „Der Gotteswahn“ – den „Gottesglauben zur psychischen Krankheit und Gottlosigkeit zur Tugend“ erklärten. Laut Düren müssen Christen mit Widerstand und Verfolgung rechnen. Im Extremfall seien sie verpflichtet, „für den Glauben an Gott das Martyrium auf sich zu nehmen“.
Vertreter orthodoxer Kirchen berichteten auf dem Treffen unter anderem über die Christenverfolgung in der islamischen Welt. Der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian (Höxter/Westfalen), sagte, er werde täglich mit E-Mails aus Ägypten überschwemmt, in denen es um Entführungen und Vergewaltigungen christlicher Frauen und Morde an Kopten gehe. Außerdem komme es immer wieder vor, dass Kirchen angezündet werden. Die Verantwortlichen würden nie gefasst, weil Polizisten die Augen schlössen oder die Täter unterstützten. „Die Koptische Kirche ist eine Märtyrerkirche“, sagte der Bischof. In ihrer Geschichte seien rund zwei Millionen Mitglieder um ihres Glaubens willen getötet worden.
Die für irakische Flüchtlinge engagierte syrisch-orthodoxe Schwester Hatune berichtete,
dass es im Irak zu regelrechten Schlachtungen von Christen komme.
Ihnen würden die Kehlen durchgeschnitten. Das Blut werde an Muslime verkauft,
die glaubten, einmal in das Paradies zu kommen,
wenn sie sich damit die Hände waschen.
Hatune zeigte ein Video, in dem einem Mann der Kopf abgeschnitten wurde.