Menschen - nackte Affen oder was?

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alwis
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Menschen - nackte Affen oder was?

Post by alwis »

Nackte Affen – oder was?

In der anthropologischen Forschung gewinnt der Mensch-Tier-Vergleich eine neue Relevanz. Bewirkt wird das z.B. durch die umwerfende Erkenntnis der Genetiker, dass Menschen und Schimpansen zu 98,7% die gleiche Erbsubstanz haben. Das spornt einerseits die Forscher an, herauszufinden, wie denn wohl genau die 1, 3% beim Menschen beschaffen sind; denn das sich der Homo sapiens geistig und körperlich selbst von den differenziertesten Tieren unterscheidet, dazu bedarf es nur des Augenscheins. Andererseits finden dadurch Untersuchungen an Säugetieren, die sich mit der Hirnentfaltung beschäftigen, eine größere Beachtung; denn in der Tat, in der Kleinkindphase geht es noch außerordentlich biologisch triebhaft – und das heißt eben mit den Tieren vergleichbar zu.

Der Neurobiologe Christopher Price in Zürich führte z.B. eine Langzeitaffenstudie mit Weißbüschelaffenbabys durch, die nach der Geburt von ihren Müttern täglich nur einige Stunden isoliert wurden.
Das Ergebnis: Sie leiden noch im Teenageralter unter den Folgen: „Sie waren weniger motiviert.... bei Lerntests neigten sie häufiger zu Fehlern.“

Gleichsinnig mit anderen Forschern ließ sich bei verschiedenen Säugetierarten feststellen, dass sich Tiere, die in der frühen Kindheit unzulässigen Bedingungen ausgesetzt und dadurch traumatisiert worden waren, ihr Leben lang schlecht an schwierige Situationen anpassen, weil Gedächtnis, Antrieb und Emotion gestört sind. Bei jungen Mäusen, die in den ersten Tagen ihres Lebens täglich von Mutter und Geschwistern getrennt wurden, fanden Forscher vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München sogar eine erhöhte Aktivierung des Vasopressin-Gens, das im Hypothalamus als Stressregulator reagiert. Offenbar lernen auch die Gene dazu: Bei Stress werden dort dauerhaft chemische Signalflaggen errichtet. „Solche epigenetischen Markierungen können dazu führen, dass bestimmte Gene dann ein Leben lang fehlerhaft abgelesen werden und Ursache von Depressionen und Angstkrankheiten in Erwachsenenalter sein können“, resümieren sie.

Wenn man auf diesem Gebiet weiter vorankäme, schließt der Züricher Neurobiologe Christopher Price zurecht, werde es „sehr wohl zu einer zentralen Frage, wie die Gesellschaft mit Kleinkindern umgeht.“

Zu gleichsinnigen Ergebnissen sind die Forscher an der Universität Magdeburg durch die Beobachtung von [newtaburl=http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-forum/alpha-forum-wissenschaft-bildung-ID1217347610961.xml]Rattenbabys, die sie von ihren Müttern trennten[/newtaburl], lange schon gekommen.

Der Mensch ist dennoch gewiss kein nackter Affe. In seiner sehr viel längeren Kindheit entfaltet sich sein Gehirn in einer Weise, die jeglichen Tiervergleich hinter sich lässt; aber damit es in diesen Ausstattungsphasen im Kontext mit einer differierenden Umwelt artgerecht zugeht, bedarf es an der Basis seiner Hirnentwicklung einer biologischen Angemessenheit, die anscheinend der frühkindlichen Hirngestaltung unserer tierischen Verwandten außerordentlich ähnlich ist. Unruhige Kinder und gekäfigte Zootiere haben deshalb ähnliche Verhaltensstörungen, wie Christa Meves das seit 40 Jahren beschreibt und in ihrer Anthropologie „Geheimnis Gehirn“ im Hinblick auf die epidemische seelische Gestörtheit im technisierten Leben darlegt. Auf eine in unserer Gesellschaft strickt verleugnete Kurzformel gebracht bedeutet das: Mutterliebe ist der Weg zum Menschsein!

Anleitungen zum Verhalten, die seelische Gesundheit anbahnen, sind in dem Flyer des Vereins [newtaburl=http://www.vfa-ev.de/]Verantwortung für die Familie e.V.[/newtaburl]
vorhanden und jederzeit abrufbar.

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