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- und wieviel moderne Gesellschaft verträgt die Familie?
Sie verträgt nicht sonderlich viel, scheint es auf den ersten Blick. Denn die auffälligste Erkenntnis der Studie wird sofort als Pressemitteilung veröffentlicht und lautet so:
»Frauen, die nicht arbeiten, sind glücklicher als erwerbstätige Frauen,
so das Ergebnis zur Lebenszufriedenheit der deutschen Bevölkerung.
Männer hingegen sind ohne Job unzufrieden. Arbeit hat für sie eine identitätsstiftende Bedeutung.
« Man könnte also sagen, trotz aller gegenteiliger Berichte in den feministisch beherrschten Redaktionen bundesweit sind Frauen in der so genannten »klassischen Rollenaufteilung« nicht etwa unterdrückt und unzufrieden, sondern ganz im Gegenteil, sie sind glücklicher als ihre erwerbstätigen Geschlechtsgenossinnen. Man könnte also mit Fug und Recht behaupten, dass die Familie zum Glücklichsein jedenfalls nicht viel Moderne benötigt...........
Klassisch natürlich auch die Folgerung, die sich am Ende aus dem Zehn-Punkte-Plan der zahlreichen Mitautoren ergibt: Die Kinderbetreuung muss weiter ausgebaut werden. Damit nämlich die unglücklicheren arbeitenden Frauen, dadurch glücklicher werden. Außerdem solle sowohl die Einverdienerehe als auch die Zuverdienerehe endlich abgeschafft werden zu Gunsten von Zweiverdienermodellen, in denen jeder sich selbst der Nächste ist und Gott behüte nicht für jemand anderen Verantwortung übernehmen muss.
Wieso folgert daraus niemand –
nicht einmal die Autoren der Studie selbst –
dass man vielleicht die glücklicheren Frauen
in ihrem Lebensweg bestätigen sollte?
Es wäre doch das Nächstliegende, zu sagen:
Es macht sie glücklich, also lasst sie uns unterstützen.
Leider ist die Schlussfolgerung eine andere:
Es macht sie glücklich, also lasst sie uns abschaffen.........
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autorinnen ob der Zahlen, die sie herausgefunden haben, erschrocken sind, denn sie passen nicht in das gebetsmühlenartig verbreitete Bild der glücklichen Frau mit Kindern und Vollzeitjob, das man uns in den Medien weismachen will. Schade, kann man nur sagen, denn die Zahlen sprechen eigentlich Bände. Und anstatt weiter an der Vereinbarung und somit an der Doppelbelastung von Frauen und Familien zu arbeiten wäre es angesichts dieser Erkenntnisse angebracht, endlich einmal darüber nachzudenken, wie man Kinder und Beruf zum Beispiel hintereinander in Einklang bringt. Mit einer angemessenen Zeit für die Kindererziehung und einem (Wieder-) Einstieg in den Beruf, wenn sie aus dem Gröbsten raus sind.
Doch das will offenbar niemand, kehren wir also wieder zur Demographie zurück:
Die Wirtschaft braucht die Frauen sofort,
und deswegen werden wir als Frauen wohl auch weiterhin
in die Doppelbelastungsfalle treten müssen.
Die moderne Gesellschaft verträgt nicht viel Familie –
sie braucht sie jedoch, sollte sie ihre Probleme meistern wollen.
Original in [newtaburl=http://frau2000plus.net/?p=401]frau2000plus.net[/newtaburl]
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Hinweise
[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=156]Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern[/newtaburl]
[newtaburl=http://wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?f=1&t=82]Kinder als Geschenk - und neues Selbstbewußtsein der Mütter[/newtaburl]
[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=40]Was brauchen die Kinder - was tut ihnen gut?[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/06/04/frauen-werdet-doch-endlich-manner/]Frauen, werdet doch endlich Männer![/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/07/24/christa-meves-ein-lichtblick-junge-lernen-aus-erfahrung/]Christa Meves: Ein Lichtblick – Junge lernen aus Erfahrung[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/06/17/wege-zu-einer-gerechten-familienpolitik/]Wege zu einer gerechten Familienpolitik[/newtaburl]
[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=13]Verstaatlichung der Kinder[/newtaburl]