aus [newtaburl=http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/lebenskunst/birgit-kelle/stoppt-die-familienpolitik-die-meisten-frauen-wollen-bei-ihren-kindern-sein.html]Kopp-verlag.de - von Birgit Kelle[/newtaburl]
Eine neue Studie des österreichischen Familien- und Jugendministeriums hat die Diskussion um alte und neue Frauenrollen in Österreich heftig entfacht. Laut Ergebnis des so genannten »Jugendmonitors« kann sich jede zweite Österreicherin zwischen 14 und 24 Jahren vorstellen, als Hausfrau zu leben. Was für Feministinnen als eine Art »backlash« in verkrustete Rollenstrukturen anmutet, hat seine Ursachen offenbar in der Wirtschaftskrise, in Erschöpfung durch die permanente Doppelbelastung von Karrierefrauen und in einer großen Sehnsucht nach Familie.

So sieht der durchschnittliche Zukunftstraum einer jungen Frau in Österreich aus: Sie will zwar studieren und Bildung erreichen, sich aber nicht aufreiben in der harten Wirtschaft. Und sollte es finanziell möglich sein, würde sie gerne in der Rolle der Hausfrau und Mutter verweilen – während der Partner das Geld verdient. Damit fallen die Rollenverteilungen innerhalb der Partnerschaft bei den jungen Leuten weitaus klassischer aus als man im öffentlichen Mainstream zu sehen und hören bekommt. Einzig die Ehe ist nicht zwangsläufig ein Ziel der jungen Frauen, mit zunehmender Zahl können sie sich vorstellen, ohne Trauschein mit ihrem Partner zusammen zu leben.
Selbst der Leiter der Studie, Peter Filzmaier, ist überrascht von den Ergebnissen seiner eigenen Untersuchung. Demnach würden mehr als die Hälfte der 800 befragten Frauen der Familie zuliebe auf eine Karriere verzichten. 55 Prozent stimmten der Aussage zu: »Wenn mein Partner so viel verdient, dass unser Lebensunterhalt gesichert ist, möchte ich Hausfrau sein.« Was das österreichische Familienministerium offenbar überrascht, ist gar nicht so neu – gibt es doch alljährlich immer wieder neue Studien und Umfragen sowohl im deutschsprachigen Raum als auch in ganz Europa, die ein ähnliches Bild zeichnen, von der Politik jedoch ignoriert werden.
Und jetzt hat die größte Umfrage, die es jemals unter Müttern in Europa gegeben hat, genau diese Defizite offen gelegt. Die Studie im Auftrag der EU-Kommission unter 11.000 Müttern aus ganz Europa zeigt erstaunliche Parallelen zwischen allen Müttern europaweit – völlig unabhängig von ihrem beruflichen Hintergrund, ihrem Bildungsgrad und ihrer Nationalität. Nahezu alle Mütter bemängeln, dass man ihre Rolle als Mutter gesellschaftlich und finanziell nicht anerkennt. Sie verlangen nach mehr Zeit für ihre Kinder und nach besseren Wiedereinstiegsmöglichkeiten, wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind........
Es wäre an der Zeit, dass die Politik in ganz Europa endlich zur Kenntnis nimmt, dass die traditionelle Familie für viele junge Menschen nach wie vor ein wichtiger Zukunftswunsch bleibt, gleichzeitig viele junge Frauen gerne später nach der Kinderpause wieder schrittweise in einen Beruf zurückkehren würden.
Bleibt zu hoffen, dass die Politik ihre Maßnahmen endlich nach diesen realen Wünschen von Müttern und Familien ausrichtet und nicht wie derzeit üblich den Forderungen der Wirtschaft nachgibt. Denn eine Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit ist offensichtlich kein Herzenswunsch der Frauen, sondern dem akuten Fachkräftemangel geschuldet, der in allen europäischen Staaten ein großes Problem darstellt.
Es würde schon genügen, wenn man wenigstens ehrlich wäre in der Politik und die Maßnahmen, wie Ausweitung der Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Frauenquoten und Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit nicht als Wohltaten der Familienpolitik, sondern als das bezeichnet, was sie tatsächlich sind:
Knallharte Wirtschaftspolitik, nach der sich die Familien gefälligst zu richten haben.
Weiter im Original bei [newtaburl=http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/lebenskunst/birgit-kelle/stoppt-die-familienpolitik-die-meisten-frauen-wollen-bei-ihren-kindern-sein.html]Kopp-Verlag.de[/newtaburl]
____________________________________________________________
Hinweise
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2010/11/07/neue-junge-mutter/]Neue junge Mütter[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2010/10/11/kinder-statt-karriere/]Kinder statt Karriere (Frankreich)[/newtaburl]
[newtaburl=http://wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?f=1&t=82]Kinder als Geschenk - und neues Selbstbewußtsein der Mütter[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/06/17/wege-zu-einer-gerechten-familienpolitik/]Wege zu einer gerechten Familienpolitik[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/06/08/sp-vp-regierung-unterwegs-zur-verstaatlichung-der-kinder/]SP-VP-Regierung unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/06/04/frauen-werdet-doch-endlich-manner/]Frauen, werdet doch endlich Männer![/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2010/04/29/gleichschaltung-der-geschlechter-offentlich-verordnet/]Gleichschaltung der Geschlechter – öffentlich verordnet[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/05/28/jugend-denkt-in-traditionellen-rollenbildern/]Jugend denkt in traditionellen Rollenbildern[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/04/17/diktatur-des-feminismus/]Diktatur des Feminismus[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/03/16/politik-treibt-frauen-in-burnout-und-depression/]Politik treibt Frauen in Burnout und Depression[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/02/27/renaissance-der-glucklichen-mutterschaft-und-frauenquote/]Renaissance der glücklichen Mutterschaft – und Frauenquote[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/02/14/mutter-und-kinder-das-volk-denkt-anders-als-die-regierung/]Mütter und Kinder: Das Volk denkt anders als die Regierung![/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2011/02/10/mutter-und-beruf-zur-erholung-ins-buro/]Mutter und Beruf: zur Erholung ins Büro[/newtaburl]
[newtaburl=http://schreibfreiheit.eu/2010/12/04/spo-frauenministerin-frauenfeindlich-und-kinderfeindlich/]SPÖ-Frauenministerin: frauenfeindlich und kinderfeindlich[/newtaburl]
[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=13]Verstaatlichung der Kinder[/newtaburl]