Familienpolitik

Diskussionen über Familienpolitik in Österreich und Europa
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Dr. Oswald Soukop, Vorstandsmitglied des Vereins Muttersprache zu Wien, schrieb an den ORF:

Unsere herrliche deutsche Sprache hat die Möglichkeit, von Menschen oder Personen ohne Rücksicht auf deren biologisches Geschlecht zu reden, und diese Fähigkeit zur Abstraktion darf der Sprache nicht genommen werden. Nach der Logik der sogenannten "gendersensiblen Sprache" wären folgende Wörter, die mehr als ein Geschlecht meinen, nicht möglich:
der Mensch, die Person, das Kind, das Mitglied, der Gast, die Geisel, das Verbrechensopfer.
Warum muss das Geschlecht erwähnt werden, wenn es unerheblich ist? Das Geschlecht ist nur dann relevant, wenn ein bestimmtes Individuum bezeichnet wird. So ist Klaudia Tanner selbstverständlich Verteidigungsministerin, aber sie handelt in ihrer Funktion als Minister, d.h. sie ist der neune Verteidigungsminister, der sich mit der Causa Eurofighter befasst. Auf das Geschlecht kommt es dabei überhaupt nicht an. Zwar ist "Ministerin" eine weibliche Form, aber "Minister" ist keine männliche Form, außer wenn ein bestimmter männlicher Minister gemeint ist.

In allgemeinen Formulierungen (darunter im Rechtswesen, in der Verfassung, im Strafgesetzbuch usw.) gibt es keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern, und es sind daher keine Doppelnennungen nötig. Die "Einwohnerzahl eines Landes" bedeutet die Zahl aller Menschen dieses Landes, "Einwohner- und Einwohnerinnenzahl" wäre "blähdeutsche" Sprachverhunzung. Wenn im Wartezimmer eines Amtes Männer und Frauen sitzen und es heißt "Der nächste, bitte!" dann bedeutet dies die Person, die zuerst da war und jetzt an die Reihe kommt. Würde es heißen "Der oder die nächste, bitte!" wäre diese mehrdeutig: "der nächste Mann" oder "die nächste Frau"?

Man kann sagen "Frauen sind die besseren Autofahrer". Dagegen wäre "Frauen sind die besseren Autofahrerinnen" ein logischer Widerspruch. "In dieser Fabrik ist jeder zweite Arbeiter eine Frau" bedeutet, dass die eine Hälfte der Arbeiter männlich, die andere weiblich ist. "Jede zweite Arbeiterin ist eine Frau" wäre Unsinn. Dagegen heißt es in der höflichen Anrede selbstverständlich "Sehr geehrte Damen und Herren!" oder "Liebe Kolleginnen und Kollegen!"


HINWEIS:

Gendern - ein undemokratischer Unsinn


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