Meves aktuell
Meves aktuell - Dezember 2020
Dieses wird im Jahr 2020 mein letztes Meves aktuell sein, und so möchte ich Ihnen schon jetzt trotz der undurchsichtigen Weltlage eine Adventszeit mit Erwartungscharakter und für Weihnachten ein gutes Fest wünschen.
Und eine Kleinigkeit kann ich darüber hinaus auch noch beilegen: Der Fe-Medienverlag hat meine Broschüre „Mütter heute" mit dem Untertitel:
____________________„entwertet, beraubt, vergessen"
in der vierten Auflage noch weiter in die Öffentlichkeit rollen lassen. Zwar enthält dieses Büchlein für wackere Mütter auch Trost, Hoffnung und viel Anerkennung ihres opferreichen Lebens; aber sein Ziel besteht darin, mit Trauer über die gefährliche Ausrichtung unseres Zeitgeistes durch die Abwertung der Mutterschaft ihren höchsten Wert aller Werte noch einmal hoch herauszuheben, zumal diese Fehleinschätzung, die bei uns seit 50 Jahren im Schwange ist, schon jetzt schwere negative Folgen zeitigt und täglich mehr davon produziert. Das muss doch wenigstens ins Bewusstsein der Bevölkerung - vorab in die Hirne der jungen Frauen-Generation; denn es sind Frauen, die durch diese einseitige Fehlausrichtung in ihrem Leben die größten Einbußen an Glück und Lebenserfüllung und dazu einen Mangel an innerer Sinnerfüllung durchzustehen haben, besonders dann ab der Lebensmitte, nachdem die Kinder herangewachsen sind. Das zeigt sich schon heute, und zwar nicht nur bei den Frauen allein, die wegen ihrer ansehnlichen Erwerbstätigkeit auf eine Familienbildung verzichtet haben, sondern auch geradezu als eine Tragödie in den Familien, die den Sirenenklängen des Zeitgeistes folgten und die Babys vom Babyalter ab in fremde Hände gaben; denn diese Kinder lassen es häufig an Bindung an die Familie und damit auch eine Haltung von Dankbarkeit ihren Müttern gegenüber vermissen. Stattdessen sind die Sprösslinge ohne Heimatgefühle für die Familie abgedriftet. Und auf die Idee, sich um die alten, womöglich gar hinfällig werdenden Eltern zu kümmern, kommen sie gar nicht erst. Was ist das für eine Tragödie!
Dieser nun immer häufiger vorkommenden Situation gibt die kleine Schrift deswegen auch noch Raum. Aber im Grunde ist diese traurige Bilanz nicht als ein (mir nicht zustehender) Vorwurf an diese Personengruppe gedacht, sondern pointiert vor allem an den Mainstream in den Medien und an die Verantwortlichen in Institutionen gerichtet, und zwar an solche, die durch ihre Mächtigkeit sehr bewusst die Weichen dominant in die einseitige Richtung der unzureichenden Wertschätzung der mütterlichen Familienarbeit, ja, in die Richtung der direkten Abwertung der Mütter haben stellen können. Zur Zeit sind die Weichen so festgezurrt, dass für manche junge Eltern überhaupt keine Entscheidungsmöglichkeit mehr darüber besteht, zunächst länger als im ersten Lebensjahr bei ihrem Kind zu bleiben; sie müssen Geld verdienen, damit die Familie existieren kann. Doch die Fremdbetreuung im Baby- und Kleinkindalter verursacht fast immer Verhaltensstörungen, mag die Krippe noch so gut sein. Die negativen Auswirkungen durch Ungebundenheit der Kinder brauchen heute sogar nicht einmal mehr als alleiniges Argument warnender Fachleute zu gelten. Heute haben wir durch die Hirn- und Hormonforschung einen total verfestigten Zuwachs an Wissen über die Entfaltungsbedingungen des Menschen bekommen. Deshalb darf die gesunde Gedeihlichkeit der Familie in keinem Staatswesen vernachlässigt werden. Und eine negative Einstellung zur Frau als Mutter darf deshalb auch nicht von einer schweigenden Mehrheit gutgeheißen werden.
Diese Einsicht bedarf des Wissens, dass man mit Kindern nicht umgehen kann wie mit Figuren auf einem Schachbrett, sie bedürfen der selbstlosen Liebe der Mütter mit starken Vätern an ihrer Seite. Doch dieses instinktive Wissen um warmherzige Liebe für ihre Kinder ist bei gesunden Frauen ohnehin schon von Natur in ihnen vorhanden. Wir brauchen nur unseren natürlichen Impulsen nachzugehen, dann verhalten wir uns auch, wie sich das unser Schöpfer gedacht hat, als er die Menschen schuf, und mit seinem Segen belohnt, wenn das von wissenden, verantwortungsbewussten Gesellschaften verwirklicht wird.
Die unzureichende, ja, gefährlich falsche Mainstream-Einstellung hierzulande hat mich im 96. Lebensjahr noch einmal dazu gebracht, nach meinen jahrzehntelangen Warnungen nun angesichts der allgemein sichtbar werdenden Minderungen gesunder Lebensentfaltung allen noch einmal die Wahrheit zuzurufen:
Wer die Mütter entwertet, beraubt und vergisst, zerstört das Gedeihen der gesamten Gesellschaft! Von allen sollten die Mütter geachtet und dankbar respektiert werden, denn ohne ihre Anerkennung geht es nicht! Nur so können sie in fröhlicher Opferbereitschaft gelebte Liebe und Wärme ausstrahlen. Ohne Mütter lässt sich nicht leben, ohne ihre Unermüdlichkeit gibt es keine Zukunft!
Meves, Christa: Mütter heute. Christiana-Verlag im Fe-Medienverlag, Kisslegg Immenried, 4. Aufl., 2020 (2 Euro).
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Siehe auch:
Verstaatlichung der Kinder
Familie und mehr