Grundsicherung für Mütter und Väter

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Gast

Grundsicherung für Mütter und Väter

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Leserbrief von Frau Dr. L. St. aus Graz

- zum Vorschlag von Bürgermeister Nagl in Graz,
Mütter und auch Väter , die ihre kinder selber betreuen, mit 1000 Euro im Monat zu unterstützen.
Das hat natürlich bei den progressiven Kräften eine heftige Abwehr entfacht!


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit einiger Verwunderung vernehme ich das rot-grüne Geheul "Frauen zurück an den Herd" ob der steirischen Überlegung, Müttern oder Vätern, die sich um ihre Kleinkinder selbst kümmern wollen, eine das Überleben grundsichernde Summe von € 1.000,- monatlich zukommen lassen zu wollen. Es sei an den Zeichen der Zeit vorbeipolitisiert, Geld für Kinderbetreuungseinrichtungen in die Familien zu investieren.

Ich frage mich, ob die Familie nicht mit Abstand die beste Kinderbetreuungseinrichtung darstellt und ob vielleicht PolitikerInnen der nämlichen Couleurs Statistiken scheuen, die dann aussagen, wieviele Eltern es vorziehen, ihre Kinder selbst zu betreuen, anstatt für genau jenes Geld, das die Fremdbetreuung kostet, extern zu arbeiten.
Ich befürchte, dass es bei weitem nicht so viele, wie gemeinhin angenommen wird, vor allem in niedrigeren Einkommensgruppen gibt, die mit Hurra in die Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz zurückkehren wollen.
Was in der Politik gerne übersehen wird, ist nämlich die Tatsache, dass die allermeisten Leute arbeiten um überleben zu können - die Selbstverwirklichung beginnt jenseits der Existenzsicherung und unter völlig anderen Rahmenbedingungen, als die allermeisten Arbeitnehmer heute vorfinden.

Mit freundlichen Grüßen, L. St., Graz


Siehe auch folgende Beiträge in diesem Forum:


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