Pro-Life-Information am 14. Mai 2008
www.jugend-fuer-das-leben.at
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1) Geburtenplus in Österreich: Heuer 2,7 Prozent mehr Babys
2) 1.000 Paar Kinderschuhe auf dem Domplatz. „Die Christen – Salzburg“ hatten eine erfolgreiche Muttertagsaktion
3) Aufruf zur Verteidigung der Menschenwürde: Benedikt XVI. begegnet der italienischen Lebensschutzbewegung Bewegung für das Leben
4) Wir stellen uns der Herausforderung, die Lehre von „Humanae Vitae“ zu verbreiten. Präsident des Weltverbandes der Katholischen Medizinischen Vereinigungen kündigt Dokument an
5) USA: Kardinal Rigali fordert Politiker auf, der Hybrid-Forschung einen Riegel vorzuschieben
6) Heftige Proteste. Liberales Embryonenschutzgesetz in England nimmt erste Hürde
7) Kurz und bündig: Das PLI - Telegramm
8 ) TERMINE & SERVICE
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1) Geburtenplus in Österreich: Heuer 2,7 Prozent mehr Babys
Wien (14.05.2008, Neues Volksblatt/JfdL-md). 18.084 Babys erblickten in Österreich zwischen 1. Jänner und 31. März das Licht der Welt. Das sind laut Geburtenstatistik um 2,7 Prozent mehr als im 1. Quartal 2007. In allen Bundesländern gab es Zuwächse, teilte die Statistik Austria mit. Vor allem in Salzburg (plus 8,1 Prozent), Oberösterreich (plus 5,8 Prozent) und dem Burgenland (plus 5 Prozent) wurde ein starker Anstieg verzeichnet. In Niederösterreich (plus 0,5 Prozent) und Tirol (plus 0,6 Prozent) stieg die Zahl der Neugeborenen im ersten Quartal 2008 am geringsten.
Beim Vergleich der Monate März 2008 und März 2007 zeigt die Statistik ein ganz anderes Bild: Die Geburten gingen um 1,5 Prozent zurück, im Burgenland gab es um 16,2 Prozent weniger Babys, in Wien 11,9 Prozent weniger Neugeborene. In Salzburg (plus 14,3 Prozent) und in der Steiermark (plus 13,5 Prozent) wurde hingegen gerade in diesem Monat eine besonders starke Zunahme bemerkt.
In den vergangenen zwölf Monaten (April 2007 bis März 2008) ging die Zahl der Neugeborenen (75.426) um 1,3 Prozent zurück. Gleichzeitig stieg der Anteil der unehelichen Kinder von 37,6 Prozent auf 38,2 Prozent. Im ersten Quartal 2008 lag diese Quote bei 39,8 Prozent.
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2) 1.000 Paar Kinderschuhe auf dem Domplatz. „Die Christen – Salzburg“ hatten eine erfolgreiche Muttertagsaktion
Salzburg (13.05.2008, Die Christen - Salzburg). Im Zusammenhang mit dem Muttertag hat die neue Landespartei „Die Christen – Salzburg“ vergangenes Wochenende eine dreitägige Kundgebung auf der Pferdeschwemme und auf dem Domplatz mit großem Interesse der Passanten abhalten dürfen. Beim Thema „Müttergehalt“ zeigten sich viele der angesprochenen Menschen begeistert, fehlt es doch seit langem an wirklichen finanziellen Anreizen, die Erziehung der Kinder wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Landesobfrau Ingrid Kittl dazu: „Neue wissenschaftliche Erkenntnisse haben wieder einmal bestätigt, daß die Erziehung der Kinder durch die eigene Mutter quasi ,rund um die Uhr' die besten Resultate erzielt: So ist das Urvertrauen als eine äußerst wichtige Eigenschaft, das dem jeweiligen Kind auch bei seinem Erwachsenwerden selbstbewußtes Auftreten ermöglicht, in viel höherem Maß gegeben als bei Kindern, die in der Kinderkrippe betreut wurden. Durch die volle Zuwendung einer Person für das Kind bilden sich im Gehirn auch viel mehr Verbindungen, was sich vor allem auch auf die Intelligenz auswirkt.“
Von der künstlerischen Installation der 1000 Paar Kinderschuhe, die samstags an der Pferdeschwemme und sonntags und montags auf dem Domplatz erfolgte, wurden sehr viele angezogen, auch Touristen zeigten sich begeistert von der originellen Danksagung an die Mütter für ihre geleistete Erziehungsarbeit. Beim Stichwort „Abtreibung in Salzburg“ realisierten viele erst beim Anblick der 1000 Paar Schuhe, wie vielen Menschen jedes Jahr in Salzburg der Eintritt in die Welt verwehrt wird. „Das wäre ja eine ganze Ortschaft, deren Bewohner hier durch Abtreibung getötet werden!“ meinte eine dadurch etwas traurig gewordene junge Frau.
Kittl: „Es muß unbedingt etwas politisch getan werden, damit Abtreibung in der Gesellschaft endlich nicht mehr als Lösung von Problemen gilt. Besonders durch die seelischen Sofort- und Spätfolgen, die als „Post-Abortion- Syndrom“ international bekannt sind, vervielfachen sich die Probleme der jungen Mütter. Adoption, Pflegefamilie und besonders auch konkrete Unterstützung für die Mütter sind ihren Problemen angemessene Hilfsmaßnahmen, nicht aber die Tötung eines jungen Menschen.“
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3) Aufruf zur Verteidigung der Menschenwürde: Benedikt XVI. begegnet der italienischen Lebensschutzbewegung Bewegung für das Leben
Rom (12.05.2008, ZENIT.org). Heute Vormittag empfing Benedikt XVI. die Mitglieder der italienischen Lebensschutzbewegung „Bewegung für das Leben“ im Vatikan. Seine Gäste hatten sich nach einem Treffen mit Vertretern europäischer Lebensschutzorganisationen am gestrigen Pfingstsonntag mit einer Gebetsvigil auf die Begegnung mit dem Papst vorbereitet. Die Zusammenkunft fiel in das dreißigste Jahr der Verabschiedung des italienischen Gesetzes zur Regelung der Abtreibung.
Auf diesen Jahrestag Bezug nehmend, erinnerte Benedikt XVI. die Lebensschützer daran, dass es sich die „Bewegung für das Leben“ zum Ziel gesetzt habe, eine Reihe von tief gehenden Überlegungen über die menschlichen und sozialen Auswirkungen des Abtreibungsgesetzes vorzulegen.
Angesichts der Vergangenheit und der aktuellen Gegebenheiten müsse man zugeben, dass es heute praktisch schwieriger geworden sei, das Leben zu verteidigen. Eine immer stärker werdende Mentalität erniedrige den Wert des Lebens, das seinerseits dem Urteil des einzelnen überlassen werde. Die Folge davon sei eine geringere Achtung der menschlichen Person, eines Wertes, der – unabhängig von religiösen Überzeugungen – die Grundlage jedes zivilen Zusammenlebens sei.
Die Legalisierung der Abtreibung habe nicht nur zu keiner Lösung der Probleme vieler Frauen und Familien geführt, sondern sie noch eine zusätzliche Wunde habe in den menschlichen Gesellschaften geöffnet, die bereits von tiefen Leiden betroffen seien.
Der Papst rief angesichts dieser Entwicklungen dazu auf, die gemeinsamen Bemühungen zu intensivieren, damit die diversen Institutionen erneut die Verteidigung des Lebens und die Priorität der Familie in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stellten.
Es sei notwendig, ein konkretes Zeugnis dafür abzulegen, dass die Achtung des Lebens „die erste Gerechtigkeit ist, die es anzuwenden gilt“. Für einen Gläubigen sei dies ein „unumgängliches Gebot“.
„Gott allein ist der Herr des Lebens“, bekräftigte der Heilige Vater. „Jeder Mensch ist von ihm gekannt und geliebt, gewollt und geleitet. Nur darin ist die tiefste und größte Einheit der Menschheit zu finden: in der Tatsache, dass jeder Mensch den einen Plan Gottes verwirklicht, dass jeder in derselben schöpferischen Idee Gottes seinen Ursprung hat.“
Benedikt XVI. erinnerte seine Gäste daran, dass in diesem Jahr der 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte begangen wird, und lobte in diesem Zusammenhang das politische Engagement der „Bewegung für das Leben“. Dieser Einsatz sei eine Hilfe und ein Ansporn für die verschiedenen Institutionen, damit dem Wort „Menschenwürde“ die richtige Anerkennung zuteil werde.
Der Papst verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Initiative der Bewegung bei der Petitionskommission des Europaparlaments Erfolg haben werde. Dort habe die Bewegung die Grundwerte des Rechts auf Leben von der Empfängnis an, der auf der Ehe gegründeten Familie und des Rechts eines jeden empfangenen Menschen darauf bekräftigt, in einer Familie von Eltern geboren und erzogen zu werden. Diese Initiative bestätige die Solidität des Engagements der Bewegung sowie deren volle Gemeinschaft mit dem Lehramt der Kirche, „die von jeher diese Werte als ‚nicht verhandelbare Werte‘ verkündet und verteidigt“.
Vor der Ansprache des Papstes hatte der Präsident der Bewegung für das Leben, Carlo Casini, in seiner Grußadresse an den Heiligen Vater erklärt: „Wir haben den Eindruck, dass wir jenseits des großen Schmerzes wegen der fast fünf Millionen Abtreibungen, zu denen es in Italien in den letzten dreißig Jahren gekommen, Zeichen der Hoffnung entdecken können. Wir sehen unter einem kulturellen Gesichtspunkt einige Anzeichen für eine positive Entwicklung. Vor allem aber spüren wir, dass wir in der Lage sind, das Beispiel der 100.000 Kinder als Vorbild vorschlagen zu können, zu deren Geburt die Einrichtungen der ‚Bewegung für das Leben‘ durch die Hilfe, die ihren Müttern geleistet wurde, beigetragen haben.“
Benedikt XVI. dankte zum Abschluss der Audienz den Mitgliedern der Bewegung für den Dienst, den sie der Kirche und der Gesellschaft geleistet hätten.
„Wie viele Menschenleben habt Ihr vor dem Tod gerettet!“, rief der Papst aus. „Setzt diesen Weg fort, und habt keine Angst, damit das Lächeln des Lebens auf den Lippen aller Kinder und ihrer Mütter triumphiert.“
Quelle: http://www.zenit.org/article-15112?l=german
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4) Wir stellen uns der Herausforderung, die Lehre von „Humanae Vitae“ zu verbreiten. Präsident des Weltverbandes der Katholischen Medizinischen Vereinigungen kündigt Dokument an
Barcelona (14.03.2008, ZENIT.org). Die Veröffentlichung einer weltweiten wissenschaftlichen Untersuchung über Verhütungsmittel plant der Weltverband der Katholischen Medizinischen Vereinigungen („Fédération Internationale des Associations Médicales Catholiques“, FIAMC) für diesen Sommer.
Die Enzyklika Humanae vitae, deren 40. Jahrestag seit ihrer Veröffentlichung ansteht, sollte in den Augen eines der führenden katholischen Ärzte „nicht nur negativ gesehen werden oder als schlichte Ablehnung jeder Form von Verhütung“.
Dr. Josep Maria Simón Castellví, Präsident der FIAMC, einer weltweiten Vereinigung mit mehr als 30.000 Mitgliedern, erklärte im Gespräch mit ZENIT, dass dieses päpstliche „Dokument an alle Ärzte gerichtet sei, ob katholisch oder nicht, die miteinander die ethischen und anthropologischen Grundlagen einer Kultur des Lebens teilen.
„Wir sind uns als Hauptberufliche der Schwierigkeit, diese Lehre zu verbreiten, bewusst, aber nach 40 Jahren nehmen wir diese Herausforderung gerne an, erklärte er.
„Das Thema des Dokumentes ist die Verhütung und die Geburtenregelung, denn wir sollten nie vergessen, dass die von der Kirche akzeptierten Mittel natürlich genannt werden, weil sie den natürlichen Zyklus der Frau respektieren und nicht nur dazu dienen, Geburten zu vermeiden, sondern auch, diese herbeizuführen, stellte der Arzt gegenüber ZENIT fest.
Der Experte wies darauf hin, dass es im Bereich Verhütung drei grundsätzliche Typen von „Pillen gebe: die Ru-486, die „Pille danach und die gewöhnliche Pille als Verhütungsmittel.
Die Pille RU-486 gilt als direkte Abtreibungspille: „Das Urteil ist eindeutig, es ist ein Gemisch, das hergestellt wurde, um jeweils den Tod einzuleiten, erläuterte der Arzt. „Deshalb ist der Name Arzneimittel hier völlig unangebracht.
RU-486 mit dem Wirkstoff Mifepriston ist ein Anti-Progesteron. Es blockiert die Zellen in der Gebärmutterschleimhaut und stoppt die Entwicklung des Embryos. Die Gebärmutterschleimhaut löst sich und wird, ähnlich wie bei einer Regelblutung, abgestoßen; das werdende Leben wird dabei getötet.
Die Pille danach ist ein Arzneimittel, das eine Schwangerschaft verhindert, wenn sie möglichst früh, spätestens jedoch 72 Stunden nach Geschlechtsverkehr angewendet wird. Sie wirke in 70 Prozent aller Fälle, so Castellví, und zwar in der Form, dass sie die befruchtete reife Eizelle vernichte. „Deshalb ist auch sie eine Abtreibungspille.
Die Pille als Verhütungsmittel sei moralisch allerdings anders zu bewerten, da sie „nicht den Tod des Embryos einleite. Bei dem als Pille bezeichneten Verhütungsmittel sollen die enthaltenen Hormone Östrogen und Gestagen den Eisprung unterdrücken, um von Vornherein jegliche Befruchtung zu verhindern. Der Präsident der FIAMC wollte sie aber keinesfalls als positiv bewerten, auch wenn sie nicht die im gleichen Ausmaß moralisch bedenklich sei wie die vorhergehenden.
„Als Arzt muss ich einfach festhalten, dass keine der drei Arten von Pillen für den weiblichen Organismus geeignet ist - genau das Gegenteil ist der Fall: Die Ru-486 kann zum Tod führen, die ‚Pille danach' hat ebenfalls unzählige Nebenwirkungen, informierte Dr. Josep Maria Simón Castellví. Und was die Pille als Verhütungsmittel angehe, „bewirkt sie eine hormonale Veränderung, um den Eisprung zu verhindern. Das kann langfristig zu Begleiterscheinungen wie Trombose, Bluthochdruck oder Depressionen führen. Trotz alledem gründet das negative moralische Urteil nicht auf den Nebenwirkungen, denn auch wenn es morgen eine Pille geben würde, die diese nicht hätte, wäre unser Urteil ablehnend.
In unserer Untersuchung, die wir gerade vorbereiten, werden wir uns mit alle diesen Fragen auseinandersetzen, denn wir haben erkannt, dass die Verantwortung nicht nur bei den Hirten liegen kann. Ohne die begründete Meinung der katholischen Ärzte stünde die Verteidigung des Lebens auf wackelingen Beinen.
Von Inmaculada Álvarez; Übersetzung von Angela Reddemann
Quelle: http://www.zenit.org/article-14717?l=german
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5) USA: Kardinal Rigali fordert Politiker auf, der Hybrid-Forschung einen Riegel vorzuschieben
Washington D.C. (09.05.2008, ZENIT.org). Kardinal Justin Rigali, Sprecher der Lebensschutz-Kommission innerhalb der US-Bischofskonferenz, begrüßte vergangene Woche die Einbringung des „Human-Animal Hybrid Prohibition Act“ im Repräsentantenhaus und im Senat. Der Gesetzesantrag sieht ein Verbot der Schaffung von Chimären vor.
Der Kardinal lobte die Mitglieder des Kongresses für diesen engagierten Schritt. „Ihr Antrag bietet die Gelegenheit, einem monströsen, schockierenden technologischen Missbrauch Einhalt zu gebieten, der die Würde des Menschen zu untergraben droht“, bekräftigte er. „Vielen mag dieses Thema zwar wie Science Fiction vorkommen, aber bedauerlicherweise handelt es sich um eine nur allzu reale Bedrohung.“
Großbritannien, so der Kardinal, „ist drauf und dran, die Produktion geklonter menschlicher Embryonen zu autorisieren, bei der menschliche Erbmasse (DNA) und Eizellen von Tieren verwendet werden, und bereitet damit alles vor, was für die Schaffung von Embryonen nötig ist, die halb Mensch, halb Tier sind. Forscher in New York haben sich gebrüstet, dass sie ‚maus-menschliche embryonale Chimären' in weibliche Mäuse einpflanzen, und kalifornische Wissenschaftler erklären, sie könnten eine Maus produzieren, deren Hirn ganz aus menschlichen Gehirnzellen besteht.“
Die vermeintlichen verheißungsvollen Möglichkeiten embryonaler Stammzellen seien bereits zu Versuchen genutzt worden, „die Tötung menschlicher Embryonen zu rechtfertigen, und es sogar zu rechtfertigen, sie allein für eine Forschung zu erschaffen, in deren Verlauf sie getötet werden“, beklagte Kardinal Rigali. „Jetzt wird dasselbe utilitaristische Argument vorgebracht, um eine besonders erschreckende Form von genetischer Manipulation zu rechtfertigen. Sie besteht darin, Kreaturen, die zum Teil menschliches Erbgut haben, als bloße Forschungsobjekte und zu kommerziellen Zwecken zu schaffen.
Nichts untergräbt die menschliche Würde radikaler, als ein Projekt, das es unmöglich macht, zu bestimmen, was menschlich ist und was nicht“, betonte der Kardinal. „Ich fordere die Mitglieder aller Parteien dringend dazu auf, dieses Gesetzes zu unterstützen und es zu einer schnellen Verabschiedung im Kongress zu bringen, solange noch Zeit dafür da ist, dem Missbrauch der Wissenschaft durch gesunde ethische Prinzipien und Richtlinien auch nur irgendwelche Schranken zu setzen.“
Mitte April hat das Wiener Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) im Hinblick auf die Klon-Experimente an der britischen Universität Newcastle (ZENIT berichtete) die Wissenschaftler zur Selbstbeschränkung aufgefordert. „Die Hybrid-Forschung ist abzulehnen, weil sie eine gefährliche Manipulation mit menschlichem Material bedeutet“ (vgl. IMABE-Erklärung).
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6) Heftige Proteste. Liberales Embryonenschutzgesetz in England nimmt erste Hürde
London (13.5.2008, kna). Lizenzen für Mensch-Tier Embryos, künstliche Befruchtungen für lesbische Frauen und neue Richtlinien für Abtreibungen - eine Liberalisierung des britischen Embryonengesetzes hat die erste Hürde genommen. Wie britische Medien am Dienstag berichteten, entschied das Unterhaus am späten Montagabend trotz heftiger Proteste von Ethik-Gruppen und 78 Gegenstimmen mit einer klaren Mehrheit von 262 Stimmen für einen Fortgang der Gesetzesvorlage.
Die Debatte wird am kommenden Montag und Dienstag im Unterhaus fortgeführt. Dann soll separat über die einzelnen Teile der Gesetzesvorlage abgestimmt werden. Die katholische Kirche beklagte im Vorfeld einen „monströsen Angriff auf die Menschenrechte“.
Die Gesetzesreform soll unter anderem die Schaffung von Mensch-Tier-Embryos zu Forschungszwecken regeln. Diese sogenannten Chimären sorgen seit Wochen für Schlagzeilen. Anfang April hatten britische Forscher mit einer Ausnahmegenehmigung erstmals Embryos aus menschlichem und tierischem Zellmaterial geschaffen. Dabei hatten sie menschliches Erbgut aus einer Hautzelle in die ausgehöhlte Eizelle einer Kuh eingefügt. Durch die Mensch-Tier-Embryos soll ein Mangel an menschlichen weiblichen Eizellen für die embryonale Stammzellforschung ausgeglichen werden. Die Embryos sollen nicht länger als 14 Tage am Leben gehalten werden.
Der britische Gesundheitsminister Alan Johnson verteidigte die Forschung mit Chimären nun als notwendig für den wissenschaftlichen Fortschritt. Sie solle aber nur innerhalb eines „strikten ethischen und gesetzlichen Rahmens stattfinden.“ Die katholische Kirche in England und Wales hat sich wiederholt entschieden gegen solche Forschung ausgesprochen.
Vaterlose Familien und Abtreibung
Auch weitere Teile der Gesetzesreform sind umstritten. So fordern Lebensschützer unter anderem eine Verkürzung der gesetzlichen Abtreibungsfrist von 24 auf 20 Wochen, weil die Überlebenschancen zu früh geborener Babys sich dank des medizinischen Fortschritts verbessert hätten. Befürworter einer liberaleren Abtreibungsgesetzgebung sehen dafür aber keinen wissenschaftlichen Beleg.
Zudem sieht die Gesetzesvorlage vor, alleinstehenden und lesbischen Müttern Zugang zu künstlichen Befruchtungen zu ermöglichen. Das würde zum Wegfall der bisher gesetzlich verankerten „Notwendigkeit eines Vaters“ führen und auch lesbische Paare in einer eingetragen Lebensgemeinschaft gesetzlich als Eltern anerkennen.
Quelle: www.domradio.com/aktuell/artikel_41072.html
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7) Kurz und bündig: Das PLI - Telegramm
„Der Embryo ist keine Rechtsperson“
Würzburg (08.05.2008, Die Tagespost, Stefan Rehder). Mit seiner Entscheidung, wonach gesetzlich geregelte vorgeburtliche Kindstötungen zwar „straffrei“, aber dennoch „rechtswidrig“ sind, hat das Bundesverfassungsgericht Staat und Gesellschaft einen wahren Bärendienst erwiesen, wie der Rechtsphilosoph Reinhard Merkel auf einer Tagung der Juristen-Vereinigung Lebensrecht bewies.
An jenen, die dem menschlichen Embryo das Recht auf Schutz von Leben und Würde absprechen, herrscht kein Mangel. Doch kaum einer geht dabei so raffiniert zu Werke wie der Ordinarius für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg, Reinhard Merkel. Als glänzender Rhetoriker versteht es der frühere Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ wie kaum ein anderer, seine Zuhörer derart um den Finger zu wickeln, dass selbst jene, die die semantischen Taschenspielertricks durchschauen, mit denen der Rechtsphilosoph sein wechselndes Publikum zu verblüffen weiß, aus dem Staunen kaum noch herauskommen.
Lesen Sie mehr unter: http://www.die-tagespost.de/Archiv/tite ... p?ID=40076
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8) TERMINE & SERVICE
ALLE Termine finden Sie auf unserer Homepage: http://www.jugendfuerdasleben.at/termine.php
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Hl. Messe zum Tag des Lebens mit Bischof Dr. Egon Kapellari
Wer: Umfassender Schutz für das Leben, Jugend für das Leben
Wo: Grazer Dom
Wann: Samstag, 31. Mai 2008, 17 Uhr
Anschließend Agape
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Hl. Messe zum Tag des Lebens mit Bischof Dr. Ludwig Schwarz
Info: 15 Uhr: Kreuzweg vom Petrinum zur Pöstlingberg-Basilika
Wer: Initiative Recht auf Leben
Wo: Pöstlingbergbasilika Linz
Wann: Sonntag, 1. Juni 2008, 16.30 Uhr
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Almwoche in Osttirol
Mit P. Bernhard Kaufmann, FSSP
Wer: Jugend für das Leben
Wann: 5. bis 12. Juli 2008
Wo: Oberstalleralm in Innervillgraten
Anmeldung unter: [email protected], 0664/3420804. Es gibt nur wenige Plätze. Bitte bald anmelden
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Pro Life Marsch und Aktion Gute Hoffnung 08 - Salzburg bis Innsbruck
Infos: Für Essen und Unterkunft ist gesorgt. Für die Übernachtungen brauchst du Schlafsack und Isomatte. Das Gepäck wird in einem Begleitfahrzeug mitgeführt.
Route: Salzburg – Bayerisch Gmain – Lofer – St. Johann in Tirol – Schwoich bei Kufstein – Kundl – Straß im Zillertal – Schwaz – Hall in Tirol – Innsbruck
Kosten: 5 Euro pro Tag, 25 Euro pro Woche, 40 Euro für zwei Wochen
Wer: Jugend für das Leben
Wann: 16. bis 30. August 2008
Wo: von Salzburg bis Innsbruck
Anmeldung unter: 0664/3420804 oder [email protected]
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JUGEND FÜR DAS LEBEN
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