Pro-Life-Information am 20. Februar 2009
www.jugend-fuer-das-leben.at
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1) Salzburg wählt zwischen Leben und Tod. Jugend für das Leben appelliert in einer Aussendung an 90.000 Haushalte an die Salzburger WählerInnen, Gabi Burgstaller und ihre Abtreibungspolitik nicht mehr zu unterstützen
2) Wir haben abgetrieben. Männer brechen ihr Schweigen. Mehr als von Freiheit reden sie von Seelenqualen
3) Menschliches Leben schützen: Papst Benedikt XVI. appelliert an US-Kongress Empfang für Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten
4) Italien: Sterbehilfe-Debatte nach Tod von Wachkomapatientin Eluana Englaro
5) TERMINE & SERVICE
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1) Salzburg wählt zwischen Leben und Tod. Jugend für das Leben appelliert in einer Aussendung an 90.000 Haushalte an die Salzburger WählerInnen, Gabi Burgstaller und ihre Abtreibungspolitik nicht mehr zu unterstützen
Salzburg (18.02.2009, JfdL-md). 90.000 Salzburger Haushalte empfangen derzeit eine Information zu den bevorstehenden Landtagswahlen in Salzburg. Die Lebensschutzinitiative „Jugend für das Leben“ empfiehlt darin den Wählerinnen und Wählern der SPÖ keine Stimme zu geben. Landeshauptfrau Gabriele Burgstaller erteilte vor fünf Jahren die Weisung zur Errichtung der Abtreibungsstation in den Landeskliniken Salzburg. Seit April 2005 wurden dort bisher ca. 4.000 Mitmenschen getötet, die schon jetzt spürbar in unserer Gesellschaft fehlen.
Abtreibungstod als Politikum: Burgstaller ignoriert Nöte der Frauen
Norbert Steinacher, Vorsitzender von „Jugend für das Leben“, kritisiert Burgstallers Ignoranz gegenüber hilfesuchenden schwangeren Frauen. Burgstallers Abtreibungsweisung von 2004 sei ein reines Politikum: „Die wahren Nöte der Frauen, etwa sozialer Druck oder finanzielle Sorgen, werden von Burgstaller durch Abtreibung entweder gar nicht oder nur kurzfristig beseitigt“, so Steinacher. Durch die Scheinlösung Abtreibung würden Schwangere in die seelische Falle gelockt und neuen Nöten ausgesetzt. Norbert Steinacher: „Burgstaller soll die Tötungsstelle schließen und sich dem Leben zuwenden.“
Tendenziöse und unvollständige Beratung vor der Abtreibung
Bestürzt zeigt sich Steinacher auch über die unsensible und tendenziöse Beratung, die Frauen offenbar in der Salzburger Abtreibungsstation erfahren: „Scheinbar betrachtet der abtreibende Arzt, Christian Fiala, die vorgeschriebene ärztliche Beratung mit der schlichten Darlegung der verschiedenen Abtreibungsmöglichkeiten als erfüllt.“ (Siehe Anhang). Steinacher, selbst Familienvater, kämpft für das Recht der Frauen, über die häufig eintretenden seelischen Folgen einer Abtreibung ehrlich informiert zu werden: „Keine Frau ist gut beraten, wenn man ihr verschweigt, dass durch die Abtreibung ihr eigenes Kind stirbt und ihre seelische Gesundheit stark gefährdet wird.“
Hintergründe
Der in Salzburg tätige Abtreibungsarzt Christian Fiala bekennt sich offen zu seiner Taktik, Mütter bewusst nicht über die Alternativen zur Abtreibung zu informieren. Bei einem Kongress von Abtreibungsärzten Ende Oktober 2008 in Berlin schloss Fiala als Vorsitzender seiner Zunft jeden Zweifel zugunsten jeglicher Beratungstätigkeit aus: „Jede Beratung ist eine staatlich verordnete Zwangsinstruktion von Frauen und gehört komplett abgeschafft.“ http://www.alfa-ev.de/fileadmin/user_up ... berlin.pdf
Fiala ist durch seine offenbar strafrechtlich relevanten Methoden im Umgang mit Lebensschützern in Verruf geraten. Immer wieder wurden Mitarbeiter von Lebensschutzgruppen, die schwangeren Frauen im letzten Moment notwendige Hilfe anboten, von Fialas bezahlten Schauspielern sexuell attackiert. In einem erschreckenden Video vom November 2007 wurden die Vorgänge vor seiner Wiener Abtreibungsklinik veröffentlicht:
http://www.gloria.tv/?video=plexkbcvnjyprlb250ju
Cartoon zur Salzburger Landtagswahl:
http://www.youthforlife.net/fotoarchiv/ ... 022049.jpg
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2) Wir haben abgetrieben. Männer brechen ihr Schweigen. Mehr als von Freiheit reden sie von Seelenqualen
Deutschland (20.02.2009, Die Zeit/JfdL-md). Das aktuelle „ZEITmagazin“ Nr. 8 der Deutschen Zeitung „Die Zeit“ bringt in ihrer aktuellen Ausgabe einen Bericht über Männer, die die Abtreibung ihres Kindes bedauern. Sie konnten ihre Frauen nicht von diesem Schritt abhalten. Die Aktion erinnert an einen 1971 im Magazin „Stern“ erschienenen Artikel, in dem 374 Frauen erklären, illegal abgetrieben zu haben.
Lesen Sie mehr unter: http://www.zeit.de/2009/08/Abgetrieben-Paar-08
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3) Menschliches Leben schützen: Papst Benedikt XVI. appelliert an US-Kongress Empfang für Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten
ROM, 18. Februar 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. wies heute, Mittwoch bei einem kurzen Empfang für die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und ihre Gefolgschaft nachdrücklich auf die Pflicht katholischer Politiker hin, das menschliche Leben zu schützen.
Der Papst erinnerte die Delegation aus den USA an „das natürliche Sittengesetz und die immer gleichbleibende Lehre der Kirche über die Würde des menschlichen Lebens von der Empfängnis an bis zum natürlichen Tod, wie der Heilige Stuhl in einer heute veröffentlichten Presseerklärung berichtet.
Diese Lehre sollte nach Worten Benedikts XVI. „alle Katholiken, insbesondere aber die Gesetzesgeber, Juristen und all jene, die für das Allgemeinwohl verantwortlich sind, dazu veranlassen, mit allen Männern und Frauen guten Willens zusammenzuarbeiten, „um eine gerechte Rechtsordnung zu fördern, die auf den Schutz des menschlichen Lebens in all seinen Phasen abzielt.
Die US-Bischofskonferenz hat die Gläubigen in diesen Tagen dazu aufgerufen, sich mit aller Kraft dem Gesetzesvorhaben zur völligen Liberalisierung der Abtreibung, dem „Freedom of Choice Act, kurz FOCA, zu widersetzen, das im Kongress von mehreren extremen Gruppen vorangetrieben wird. Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, hieße dies, dass jedes restriktive bundesstaatliche Gesetz außer Kraft gesetzt würde.
Kardinal Justin Rigali, Erzbischof von Philadelphia und Vorsitzender der Bischöflichen Lebensschutz-Kommission, forderte die US-Politiker am 5. Februar schriftlich dazu auf, die aktuellen Abtreibungsbestimmungen nicht zu ändern. Gesetzesgeber der verschiedensten Richtungen hätten darauf hingewiesen, „dass die Amerikaner von ihrer Regierung nicht dazu verpflichtet werden dürfen, gegen ihren Willen eine Abtreibung zu unterstützen oder an ihr teilzunehmen, so der Kardinal.
„Diese und ähnliche Gesetze sind - völlig unabhängig von der Frage, welche Partei im Kongress oder im Weißen Haus die Mehrheit hat - jahrelang gültig gewesen, weil es sich um eine Politik des Hausverstands und des Konsenses handelt. Sie hat sogar unter jenen Zustimmung gefunden, die mit dem juridischen Status der Abtreibung nicht einverstanden sind.
Vor wenigen Wochen hatten die US-Bischöfe eine der ersten Maßnahmen des neuen Präsidenten Barack Obama scharf verurteilt. Dieser hatte das Verbot, Bundesmittel zur Förderung von Abtreibung zur Verfügung zu stellen, aufgehoben.
Von Inma Alvaréz und Dominik Hartig
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4) Italien: Sterbehilfe-Debatte nach Tod von Wachkomapatientin Eluana Englaro
Udine / Rom (15.02.2009, ALfA). Die nach einem Autounfall seit 17 Jahren im Wachkoma gelegene Italienerin Eluana Englaro ist tot. Sie starb am 9. Februar in einem Pflegeheim in Udine, vier Tage nachdem die künstliche Ernaehrung auf Verlangen des Vaters eingestellt worden waren. Dieser hatte hierzu mehrere Prozesse geführt und zuletzt per Gerichtsbeschluss die Zustimmung für den Nahrungsentzug erhalten. Zur Begründung führte das Gericht den vermeintlichen Patientenwillen, der sich in ihrem Falle auf mündliche Aussagen des Vaters stützte, und die Feststellung, dass ein Koma irreversibel ist, an. Laut Obduktionsbericht starb Eluana Englaro im Alter von 38 Jahren nun an einem Herzstillstand in Folge von Flüssigkeitsmangel. Die italienischen Behörden hatten nach ihrem Tod auch eine Untersuchung der Klinik angeordnet.
Schon seit geraumer Zeit hatte das Schicksal der Italienerin eine hitzige Debatte bis in höchste Regierungskreise über Sterbehilfe entfacht. Mit einem am 6. Februar beschlossenen Dekret wollte Ministerpräsident Silvio Berlusconi den Abbruch der künstlichen Ernaehrung für die Frau in letzter Minute untersagen. Damit sollten die Ärzte zu lebenserhaltenden Maßnahmen verpflichten werden, doch Staatspräsident Giorgio Napolitano weigerte sich, das Eildekret gegenzuzeichnen. Zuvor hatte sich auch der Vatikan eingeschaltet und gegen die Einstellung der künstlichen Ernaehrung protestiert. Vor der Klinik kam es wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen Sterbehilfegegnern und -befürwortern. Nach der Weigerung der Gegenzeichnung wollte Berlusconi daraufhin mit einem Eilgesetz den Tod der Frau verhindern. Deshalb sollte noch am Montagabend über den Entwurf beraten werde. Nachdem dann der Gesundheitsminister in der Parlamentskammer den Tod Englaros bekannt gab, kam es im Parlament zu heftigen Auseinandersetzungen und Schuldvorwürfen. Nun soll vom Parlament eine umfassende Regelung zu Patientenverfügungen verabschiedet werden, die es bislang noch nicht gibt.
Eluana Englaro wurde am 12. Februar unter Begleitung von ca. 500 Menschen im Bergdorf Paluzza beigesetzt. Medienberichten zufolge nahmen die Eltern der Verstorbenen nicht an der Zeremonie teil, da sie nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten wollten. Stattdessen nahmen sie kurz vor dem Begräbnis von ihrer Tochter Abschied.
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