PLI 16.3.09_Tag des ungebornen Kindes/Spanien/Luxemburg

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PLI 16.3.09_Tag des ungebornen Kindes/Spanien/Luxemburg

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Pro-Life-Information am 26. März 2009

http://www.jugend-fuer-das-leben.at


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1) „Es ist sehr gut, was Ihr macht“. Am Tag des ungeborenen Kindes zeigte sich, dass die Menschen immer offener für den Lebensschutz werden
2) Gute Hoffnung für Bregenz. Mitarbeiter von Jugend für das Leben bringen anlässlich des Tags des ungeborenen Kindes 4.000 Haushalten die Botschaft vom Leben
3) Alleskönner-Stammzellen auch ohne Zerstörung von Embryonen möglich. IMABE fordert klares Verbot der embryonalen Stammzellforschung in Österreich
4) Lateinamerika feiert am 25. März den „Tag für das Leben“. Der Schutz der Ungeborenen ist oberste Priorität
5) Spaniens Elite macht gegen die Reform des Abtreibungsgesetzes mobil. Nie dagewesener Protest der biomedizinischen Forschung Spaniens für das Leben
6) Endgültig: Luxemburg setzt Sterbehilfe-Gesetz in Kraft
7) Papst Benedikt XVI.: Für eine Humanisierung der Sexualität. Die Kirche setzt sich an vorderster Front für die Bekämpfung von AIDS ein
8 ) TERMINE & SERVICE


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1) „Es ist sehr gut, was Ihr macht“. Am Tag des ungeborenen Kindes zeigte sich, dass die Menschen immer offener für den Lebensschutz werden

Linz/Bregenz/Salzburg/Graz/Wien (26.03.2009, JfdL-md). Gestern, am 25. März, beging die katholische Kirche das Hochfest der „Verkündigung des Herrn“. Maria hat trotz vieler Schwierigkeiten „Ja“ zum Leben ihres Kindes gesagt. Dieser „Tag des ungeborenen Kindes“ hat für die Lebensschützer eine große Bedeutung, sollen doch die Mütter und die gesamte Gesellschaft ermutigt werden, ebenfalls „Ja“ zu ihren Kindern zu sagen. Jugend für das Leben war zum Tag des ungeborenen Kindes in einigen Bundesländern aktiv.

Infostand in Salzburg

„Es ist sehr gut, was Ihr macht.“ Mit diesen Worten äußerte eine Passantin beim Infostand am vergangenen Samstag, 21. März, in Salzburg am Platzl ihren Respekt vor der Lebensschutzarbeit der Jugend für das Leben. Anlässlich des Tages des ungeborenen Kindes veranstaltete die Jugend für das Leben Salzburg eine Info-Aktion: Luftballons für die Kinder und informative Flugzettel für die Erwachsenen: Der bekannte Folder „Mensch wie Du und ich“ klärt über die Entwicklung der Ungeborenen auf und enthält zudem Hilfs-Nummern für schwangere Frauen in Not. In vielen Gesprächen mit Passanten erhoben unsere Mitarbeiter die Stimme für das Leben.

Mona, das aufblasbare Riesen-Modell eines ungeborenen Babys, sorgte für Aufsehen: Viele Kinder erkannten das auf den Namen Mona getaufte Baby schon von der Weite und liefen freudig auf das zehn Wochen alte Ungeborene zu.

Hl. Messen im Anliegen des Lebensschutzes

In Linz, Graz und Wien feierten die Mitarbeiter von Jugend für das Leben Hl. Messen im Anliegen des Lebensschutzes. P. Norbert betonte in seiner Predigt in der Linzer Karmelitenkirche: „Das Menschenleben, in dem das ewige Leben angelegt ist, ist das höchste aller Güter. Der Mensch kann sich nicht selbst das Leben geben. Das Leben kann niemals zur Disposition gestellt werden. Das Leben ist die Grundbedingung aller Werte.“

P. Norbert erzählte, dass es in den 1970er Jahren hieß: „Wer das Kind hat, hat die Zukunft“. Heute träfe, so P. Norbert weiter, auf Europa, das „christliche Altersheim“, wohl eher folgender Satz zu: „Wer das Kind nicht mehr hat, der hat auch keine Zukunft mehr.“

Papst Johannes Paul II sagte: „Das Böse ist immer das Fehlen von etwas Gutem.“ So fehlen unserer Gesellschaft, wie P. Norbert betont, weltweit jährlich 46 Millionen Menschen. Wenn der Mensch ohne Gott alleine entscheide, was gut und was böse sei, könne er auch entscheiden, welches Leben lebenswert sei und welches nicht, was natürlich fatal sei.

Gute Hoffnung für Bregenz

Die Tiroler Landesgruppe wurde zum heurigen Tag des ungeborenen Kindes in der Vorarlberger Landeshauptstadt aktiv. So verteilten die Mitarbeiter von Jugend für das Leben an 3.500 Bregenzer Haushalte ein Infopaket, das ein Modell eines ungeborenen Kindes im Alter von zehn Wochen, Info-Material und einen Begleitbrief beinhaltet. Margret Parzmair, Pressesprecherin von Jugend für das Leben, erklärt: „Wir möchten den Menschen damit Hoffnung geben und Mut zum Kind machen.“

Quelle: http://www.youthforlife.net/detail.php?id=642

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2) Gute Hoffnung für Bregenz. Mitarbeiter von Jugend für das Leben bringen anlässlich des Tags des ungeborenen Kindes 4.000 Haushalten die Botschaft vom Leben

Bregenz (25.03.2009, JfdL-md). Heute tragen Mitarbeiter von Jugend für das Leben anlässlich des Tags des ungeborenen Kindes an 4.000 Haushalte in Bregenz ein besonderes Infopaket aus: Ein Modell eines ungeborenen Kindes im Alter von zehn Wochen, Info-Material und ein Begleitbrief machen bewusst, dass es Hoffnung für die ungeborenen, abgegangenen und abgetriebenen Kinder sowie für die schwangeren Frauen in Not gibt.

Der Begleitbrief des Infopakets in Auszügen

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalten Sie einzigartige Post: Sie finden beiliegend das originalgetreue Modell eines ungeborenen Menschen, zehn Wochen nach der Empfängnis - ein Zeichen der Hoffnung!

Viele von uns zeigen bewundernswertes gesellschaftliches Engagement, sei es durch Einsatz für eine gerechte Wirtschaft, durch karikative Tätigkeit oder im Umweltschutz. Dieses Engagement hat ein hohes Ziel: Die Welt von morgen zu verbessern. Doch tun wir das für uns selbst? Nein, wir denken dabei vor allem an die Kinder, die Zukunft unserer Gesellschaft.

Umso wichtiger ist es, dass eine Gesellschaft lebens- und kinderfreundlich ist. Viele schwangere Frauen geraten in seelische oder wirtschaftliche Not und haben Angst davor, ein Kind aufzuziehen. Es liegt an uns allen, ihnen zu helfen. Bauen auch Sie mit an einer Gesellschaft des Lebens! Machen wir schwangeren Frauen in Not Mut zu ihrem Kind. Denn in jedem Schwangerschaftskonflikt gibt es einen Weg für das Leben. Ein verantwortungsbewusster Vater, Freunde, die sich mit der Mutter auf das Baby freuen, aber auch finanzielle Direkthilfe vermitteln einer Frau die Zuversicht, ein Leben mit ihrem Kind bewältigen zu können. Pflegefamilie oder Adoption als gute Alternativen zu einer Abtreibung bedürfen in unserer Gesellschaft einer stärkeren Beachtung.

Wählen Sie den Weg für das Leben und seien auch Sie eine Stimme für unsere ungeborenen Mitmenschen. Als fortschrittliche Gesellschaft dürfen wir keine Frau in ihrer Not alleine lassen: ob im Konflikt vor der Abtreibung oder im Leiden danach. Verbreiten Sie Hoffnung!

Quelle: http://www.youthforlife.net/detail.php?id=641

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3) Alleskönner-Stammzellen auch ohne Zerstörung von Embryonen möglich. IMABE fordert klares Verbot der embryonalen Stammzellforschung in Österreich

Wien (23.03.2009, Imabe). In einer am 23. März 2009 präsentierten Empfehlung plädierten 17 der 25 Mitglieder Österreichischen Bioethikkommissionsmitglieder für 1. die komplette Freigabe der sogenannten „überzähligen Embryonen“ zu Forschungszwecken und die Herstellung von eigenen Stammzelllinien in Österreich, 2. die legale Herstellung von „therapeutischen“ Klonembryonen sowie von Mensch-Tier-Chimären und 3. die Ermöglichung von Eizellenspenden durch Frauen.

Diese Forderungen sind von vorgestern. Sie sind in vielen Ländern verboten. Dafür gibt es Sachargumente.

Erstens: Kein geringerer als der Entdecker der induzierten pluripotenten Stammzellen (IPS) und Pionier der Stammzellforschung, Shinya Yamanaka von der Universität Kyoto, hält es nicht für notwendig, neue embryonale Stammzelllinien für Forschungszwecke herzustellen (Forum Alpbach 2008). Derzeit bestehen schon weltweit 500 solcher Linien. Warum also hunderte menschliche Embryonen, Zeit und Steuergelder für die Herstellung einer einzigen Stammzelllinie „Made in Austria“ ver(sch)wenden – außer aus ideologischen Gründen?

Zweitens: Die vom SP-Kanzler bestellten Berater plädieren für die Herstellung von Mensch-Tier-Chimären („Zybride“), um daraus humane embryonale Stammzellen herzustellen.

Nutzlose Zybride, Frauen als Rohstofflieferantinnen?

Mit dieser Forderung haben sich die Proponenten als nicht am letzten Stand der Wissenschaft geoutet. Erst im Februar 2009 hatte eine Studie des US-Stammzellpioniers Robert Lanza ernüchternd gezeigt, dass sich aus den so hergestellten Mix-Embryonen die begehrten Stammzellen nicht entwickeln konnten. Kein geringerer als Dolly-Schöpfer Ian Wilmut nahm enttäuscht zur Kenntnis, „dass die Erzeugung von patientenspezifischen Stammzellen auf diesem Weg nicht machbar“ sei (Cloning and Stem Cells, 2/2009).

Drittens: Frauen sollen ab nun in Österreich als Rohstofflieferantinnen von Eizellen „abgeerntet“ werden dürfen. Es bleibt absolut unverständlich, wie die weiblichen Mitglieder der Kommission diesem frauenfeindlichen Antrag zustimmen konnten.

Ethisch sauber forscht es sich am besten

Derzeit ist in Österreich die Gewinnung von embryonalen Stammzellen aus Embryonen, die nach einer künstlichen Befruchtung „übrig bleiben“ durch das Fortpflanzungsmedizingesetz verboten. Und das soll auch so bleiben.

Fünf Mitglieder der Bioethikkommission legen in einem zukunftsweisenden Entwurf dar, wie sich dies mit Wissenschaftsförderung vereinbaren lässt: Ein klares Ja zur Grundlagenforschung, ein klares Ja zur Forschungsfreiheit und ein klares Ja zur Achtung der Würde des Menschen von Anfang an.

Die Freiheit der Forschung hat eine Grenze: die Menschenrechte. Das menschliche Leben zu instrumentalisieren, selbst für scheinbar viel versprechende wissenschaftliche und medizinische Projekte, ist unvereinbar mit der Würde des Menschen. Hier muss die Politik ein Machtwort gegen Vernutzungsideologien sprechen – selbst wenn sie von sogenannten Ethikkommissionen abgesegnet werden. Die Bioethik-Kommission ist kein demokratisch gewähltes Gremium, sie hat ihre Glaubwürdigkeit endgültig verloren.

Es gibt ethisch sauberer und wissenschaftlich attraktive Alternativen zur embryonalen Stammzellforschung. Die Zukunft für neue Therapien sieht die Scientific Community in den künstlich verjüngten humanen Alleskönnerzellen (induzierte pluripotente Stammzellen) als ethisch sauberem Weg und in den adulten Stammzellen. Beide können auch ohne Zerstörung von Embryonen gewonnen werden.

Es gibt Alternativen. Dieses Signal kann Österreich setzen: Ethisch sauber forscht es sich am besten.

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4) Lateinamerika feiert am 25. März den „Tag für das Leben“. Der Schutz der Ungeborenen ist oberste Priorität

Rom (24.03.2009, ZENIT.org). In den verschiedenen Ländern Lateinamerikas finden zahlreiche Initiativen zum Tag des Lebens am morgigen Mittwoch, den 25. März statt, in deren Mittelpunkt das Geschenk des Lebens und dessen Schutz in den verschiedenen Phasen steht.

In Peru wurde der Tag 2002 eingeführt. Mit Kundgebungen, Märschen und Gottesdiensten, bei dem die werdenden Mütter gesegnet werden, wird der „Tag des ungeborenen Lebens“ begangen.

Als zentrales Thema für Kreuzwege sollten vor allem der Schutz des Lebens zu den Anliegen des Gebets gehören. Katholische Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Universitäten und Pro-Life-Organisationen sowie kirchliche Bewegungen gestalteten diese prophetischen Zeichenhandlungen.

Die Woche für das Leben und die Familie begann in Bolivien am 16. März in der Hauptstadt La Paz mit der Einweihung der Ausstellung “Maria Gravida” und einer Konferenz zum Thema „Das Gut der Ehe“, gehalten vom Apostolischen Nuntius in Bolivien, Msgr. Giambattista Diquattro.

Die Initiative wurde vom Apostolat der Neuevangelisierung (ANE) angeregt, das als Ziel die Förderung der Achtung vor dem Leben, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, hatte sowie die Verteidigung des Wertes der Familie.

„Maria Gravida” ist eine Ausstellung die sich um die Schwangerschaft Mariens dreht. Elisa Lanza, ein Mitglied von ANE, hat erklärt, dass sich die Ausstellung an einem Buch von P. José Pontes inspiriert, das verschiedene Malereien enthält, die vom Apostolat der Neuevangelisierung reproduziert wurden, um diese Ausstellung zu verwirklichen. Sie wird für das Publikum die ganze Woche bis zum 25. März geöffnet sein.

Auch in Kuba finden Feiern des Tages für das Leben zunehmend Verbreitung. Aus diesem Anlass wurde ein Plakat an alle Diözesen des Landes verteilt und die Priester wurden gebeten, am Tag des Lebens und in den folgenden Sonntagsgottesdiensten an den Anlass zu erinnern. In der Erzdiözese Havanna fand eine ganze Woche für das Leben statt.

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5) Spaniens Elite macht gegen die Reform des Abtreibungsgesetzes mobil. Nie dagewesener Protest der biomedizinischen Forschung Spaniens für das Leben

Madrid (21.03.2009, ZENIT.org/Fidesdienst). Es hieß zunächst „Manifest der Dreihundert“ und wurde in „Manifest von Madrid“ umbenannt, denn bereits vor der ersten Präsentation hatten sich rund tausend Universitätsprofessoren, Intellektuelle, Wissenschaftler, Akademiker und Experten aus dem Bereich der Genetik, der Embryologie, der Medizin, der Anthropologie, der Philosophie, der Biologie und der Histologie der Initiative angeschlossen. Der Text, der am 17. März in Madrid vorgestellt wurde verstehe sich als nie da gewesene Mobilisierung, die mit bewiesenen wissenschaftlichen Argumenten eine Antwort geben will auf die von der Regierung geplante Änderung des Abtreibungsgesetzes. Bei den Unterzeichnern handelt es sich um die Elite der biomedizinischen Forschung Spaniens und der ganzen Welt. Außerdem steigt die Zahl der Unterzeichner steig, womit alle Erwartungen der Initiatoren übertroffen werden.

Das Dokument „schützt das Menschenleben von der ersten embryonalen und fötalen Phase an und lehnt die Instrumentalisierung im Dienst lukrativer Interessen der Wirtschaft und der Ideologie ab“. Wie der Genetikdozent Nicolas Jouve de la Barreda bei der Präsentation betonte, möchte man „das Unwissen der Gesellschaft im Hinblick auf die Achtung des Menschenlebens überwinden“ und zu dessen Schutz führen die Unterzeichner rein wissenschaftlich Daten zum Prinzip des Lebens an.
Insbesondere erinnern sie an die Existenz einer umfassenden wissenschaftlichen Dokumentation, die besagt, dass „das Menschenleben zum Zeitpunkt der Empfängnis beginnt“, wie dies Genetik, Zellbiologie und Embryologie beweisen.

In diesem Zusammenhang wird „das biologische Wesen des Embryos und des menschlichen Fötus“ betont „unabhängig davon, wie sie entstanden sind, ob aus der natürlichen Fortpflanzung oder durch künstliche Befruchtung“ und dass es sich bei einer Abtreibung nicht um „die ‚willentliche Unterbrechung einer Schwangerschaft’ handelt, sondern um den einfachen und grausamen ‚Abbruch des menschlichen Lebens’“. In diesem Sinn bekräftigte Monica Lopez Barahona, die das Studienzentrum „Bisosanitarios“ leitet und als Beraterin für bioethische Fragen für die Vereinten Nationen Arbeitet, dass die Zygote von Anfang an „Anspruch auf dieselben Rechte wie alle anderen Individuen der menschlichen Spezies haben“. Und es komme bei der Bestimmung der Zugehörigkeit zur menschlichen Spezies nicht „auf die Zahl der Zellen oder das Gewicht“ an.
Die Unterzeichner des Manifests weisen außerdem darauf hin, dass „die Abtreibung ein Drama mit zwei Opfern ist: eines stirbt und ein anderes lebt weiter, und leidet unter den Folgen dieser dramatischen und unwiederbringlichen Entscheidung“, weshalb sie die Frauen, die eine Abtreibung beabsichtigen dazu auffordern, sich mit den psychologischen Folgen einer solchen Entscheidung zu befassen.

Angesichts des Gesetzentwurfs der sozialistischen Parlamentsfraktion, fordern die Wissenschaftler eine „Regulierung zur Verhinderung des Missbrauchs und des Gesetzesverstoßes in Zentren, in denen Abtreibungen vorgenommen werden“ und sie weisen darauf hin, dass „die Freiheit einer Gewissensentscheidung in diesem Bereich respektiert werden muss, da man niemanden zwingen kann, gegen das eigene Gewissen zu handeln“.

Außerdem bekräftigen sie, dass „eine Abtreibung vor allem für ein junges Mädchen im Alter von 16 oder 17 Jahren besonders hart ist, das die Präsenz, den Rat und die Unterstützung seiner Eltern ablehnt und selbst darüber entscheidet, ob eine Schwangerschaft fortgesetzt wird oder nicht“. Deshalb sei es unverantwortlich „wenn man ein junges Mädchen in einem so frühen Alter dazu zwingt, eine solche Entscheidung alleine zu treffen“.

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6) Endgültig: Luxemburg setzt Sterbehilfe-Gesetz in Kraft

Luxemburg (21.03.2009, ALfA). In Luxemburg ist ab sofort die aktive Sterbehilfe und Beihilfe bei der Selbsttötung erlaubt. Das entsprechende umstrittene Sterbehilfegesetz wurde Medienberichten zufolge am 17. März im Amtsblatt veröffentlicht, nachdem es zuvor von Großherzog Henri und Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo unterzeichnet wurde. Laut dem neuen Gesetz darf ein Arzt einem Patienten künftig straffrei aktive Sterbehilfe oder Beihilfe zum Selbstmord leisten. Voraussetzung ist, dass der Patient unheilbar krank ist und unerträglich leidet, freiwillig, überlegt und wiederholt schriftlich den Willen zur Lebensbeendigung bekundet. Dies gilt auch für 16- bis 18-Jaehrige, wobei hier ihre Eltern zustimmen müssen. Damit ist Luxemburg nach den Niederlanden und Belgien das dritte EU-Land, das aktive Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.

Der Großherzog von Luxemburg hatte Anfang Dezember letzten Jahres noch angekündigt, das Sterbehilfegesetz nicht zu unterzeichnen. Dies löste heftige kontroverse Debatten aus. Kurz vor Weihnachten hatte das Parlament dann erneut mit knapper Mehrheit für ein Gesetz zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe und Suizidhilfe gestimmt. Bei der Abstimmung votierten 31 von 60 Abgeordneten für den Gesetzentwurf, 26 Parlamentarier stimmten dagegen, drei enthielten sich (siehe ALfA-Newsletter 48/08 vom 20.12.2008). Um eine Staatskrise zu vermeiden wurde daher kürzlich mit Zustimmung des Großherzogs eigens die Verfassung geändert, um das Gesetz doch noch durchsetzen zu können. Damit muss er Gesetze künftig nur noch unterzeichnen, aber nicht mehr billigen. Ein Versuch von Sterbehilfegegnern, mittels eines Buergerbegehrens in letzter Minute die Verfassungsänderung zu Fall zu bringen, war gescheitert, da nur 800 von 25.000 erforderlichen Unterschriften für ein Volksbegehren zusammenkamen.

Ebenfalls in Kraft getreten ist am 17. März ein vom Luxemburgischen Parlament zuvor einstimmig verabschiedeter Gesetzentwurf zum Ausbau der Palliativmedizin, in dem ein allgemeines Recht auf sterbebegleitende Palliativpflege festgeschrieben wird. Zudem wird nun eine Patientenverfügungen zulässig, mit der unnötige lebensverlängernde Maßnahmen ausgeschlossen werden können.

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7) Papst Benedikt XVI.: Für eine Humanisierung der Sexualität. Die Kirche setzt sich an vorderster Front für die Bekämpfung von AIDS ein

Yaoundé/Rom (18.03.2009, ZENIT.org). Papst Benedikt XVI. verwies gestern, Dienstag, auf dem Flug von Rom nach Yaoundé, Kamerun, auf die Notwendigkeit, sich gerade auch angesichts der Verbreitung von AIDS für eine „Humanisierung der Sexualität“ einzusetzen.

Die Verteilung von Kondomen könne das Übel nicht aus der Welt schaffen, bekräftigte der Heilige Vater, der das zweite Element eines vielversprechenden Lösungsansatzes in einer aufrichtigen Freundschaft mit dem leidenden Menschen sieht.

Wir veröffentlichen eine eigene Übersetzung der entsprechenden Frage, die dem Papst während des Journalistengesprächs an Bord der Boeing 777 gestellt wurde.

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Frage: Heiligkeit, unter den vielen Übeln, die Afrika quälen, findet sich insbesondere jenes der Verbreitung von AIDS. Die Position der katholischen Kirche über die Art, dagegen anzukämpfen, wird oft als unrealistisch und unwirksam betrachtet. Werden Sie sich mit diesem Thema während der Reise beschäftigen?

Papst Benedikt XVI.: Ich würde das Gegenteil behaupten: Ich denke, dass die wirksamste und an der Front des Kampfes gegen AIDS präsenteste Wirklichkeit gerade die katholische Kirche ist, mit ihren Bewegungen, mit ihren unterschiedlichen Wirklichkeiten.

Ich denke an die Gemeinschaft von Sant’Egidio, die vieles sowohl sichtbar als auch unsichtbar für den Kampf gegen AIDS tut, an die Camillaner, an alle Schwestern, die den Kranken zur Verfügung stehen… Ich würde sagen, dass dieses Problem der AIDS-Krankheit nicht allein mit Werbeslogans gelöst werden kann.

Wenn da keine Seele ist, wenn den Afrikanern nicht geholfen wird, kann das Übel nicht mit der Verteilung von Kondomen gelöst werden. Im Gegenteil, es besteht die Gefahr, das Problem zu vergrößern. Die Lösung kann nur in einem zweifachen Engagement gefunden werden: Das erste besteht in einer Humanisierung der Sexualität, das heißt in einer geistlichen und menschlichen Erneuerung, die eine neue Art des Verhaltens miteinander mit sich bringt.

Das zweite: eine wahre Freundschaft auch und vor allem mit den leidenden Menschen; die Bereitschaft, auch unter Opfern, unter persönlichem Verzicht mit den Leidenden zusammenzusein. Und dies sind die Faktoren, die helfen und zu sichtbarem Fortschritt führen. Deshalb würde ich von dieser unserer doppelten Anstrengung sprechen: den Menschen von innen her zu erneuern, geistliche und menschliche Kraft für ein rechtes Verhalten gegenüber dem eigenen Leib und dem des anderen zu geben, und diese Fähigkeit, mit dem Leidenden mitlzuleiden, in den Situationen der Prüfung da zu sein. Es scheint mir dies die richtige Antwort zu sein, und die Kirche tut dies und leistet so einen sehr großen und wichtigen Beitrag. Danken wir allen, die dies tun.

[ZENIT-Übersetzung des italienischen Originals; © Copyright 2009 - Libreria Editrice Vaticana]

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8) TERMINE & SERVICE
ALLE Termine finden Sie auf unserer Homepage: http://www.jugendfuerdasleben.at/termine.php

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Filmvorführung „The Human Experience

Info: http://www.grassrootsfilms.com/thehumanexperience
Wer: Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für die Jugend der Neuen Bewegungen, JCE Wien, Jugend für das Leben, Gemeinschaft Emmanuel, KHG Wien, Johannesbrüder Marchegg, Loretto Wien, Regnum Christi, Sant' Egidio
Wo: Stephanisaal, Curhaus, Stephansplatz 3, 1010 Wien
Wann: Sonntag, 29. März 2009; Vorstellung 1: 15:45 Uhr (16 Uhr Begrüßung); Vorstellung 2: 19:45 Uhr (20 Uhr Begrüßung) Der Film dauert 75 Minuten, anschließend ist eine Diskussion mit den Filmemachern geplant.
Kosten für die Teilnehmer: Spenden erbeten (für die Fahrtkosten der Filmemacher) Die beiden Vorführungen sind so angelegt, dass es zeitlich mit der Studentenmesse um 19 Uhr im Stephansdom gut kombinierbar ist.

Filminhalt:
The Human Experience is the story of a band of brothers who travel the world in search of the answers to the burning questions: Who am I? Who is Man? Why do we search for meaning? Their journey brings them into the middle of the lives of the homeless on the streets of New York City, the orphans and disabled children of Peru, and the abandoned lepers in the forests of Ghana, Africa. What the young men discover changes them forever. Through one on one interviews and real life encounters, the brothers are awakened to the beauty of the human person and the resilience of the human spirit.

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Karwoche mit Jugend für das Leben

Geistliche Begleitung: P. Bernhard Kaufmann, FSSP, Seelsorger von Jugend für das Leben
Wer: Jugend für das Leben
Wo: Gossau, Schweiz
Wann: Palmsamstag, 4. bis Karsamstag, 11. April 2009
Anmeldung: [email protected], 0664/3420804

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Save One. Heilung der seelischen Wunden nach einer Abtreibung

Christliche Konferenz (mit Übersetzung)
Wer: Österreichische Lebensbewegung
Wo: City Church Wien, Sautergasse 34, 1170 Wien
Wann: Samstag, 25. April 2009, 9 bis 14.30 Uhr
Information: Eintritt 15 Euro, Anmeldung erbeten

Anmeldung unter: http://www.lebensbewegung.at/SaveOne_konferenz09.html

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Hl. Messe zum Tag des Lebens in Graz

Wer: Jugend für das Leben Stmk
Wo: Stadtpfarrkirche Graz
Wann: Mittwoch, 3. Juni 2009, 18.15 Uhr

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Hl. Messe zum Tag des Lebens in Linz

Info: Zelebrant: P. Maximilian Neulinger, Abt vom Stift Lambach. Ab 13 Uhr Kreuzweg vom Petrinum auf den Pöstlingberg
Wer: Jugend für das Leben OÖ
Wo: Basilika am Pöstlingberg
Wann: Sonntag, 7. Juni 2009, 14.30 Uhr

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Bergwoche mit Jugend für das Leben

Info: Geistliche Begleitung: P. Bernhard Kaufmann, FSSP. Bereits ausgebucht, aber Warteliste vorhanden
Wer: Jugend für das Leben
Wo: Oberstalleralm in Osttirol
Wann: 11. bis 18. Juli 2009
Informationen und Anmeldung unter: [email protected], 0664/3420804

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Pro Life Marsch 2009 – Von Innsbruck nach Bregenz

Wie weit würdest Du gehen, um ein Menschenleben zu retten?

Wer: Jugend für das Leben
Wo: Innsbruck - Bregenz
Wann: 31. Juli bis 15. August 2009
Info: Für Essen und Unterkunft ist gesorgt. Für die Übernachtungen brauchst Du Schlafsack und Isomatte. Das Gepäck wird in einem Begleitwagen mitgeführt. Kosten. 5 € pro Tag, 25 € pro Woche, 40 € für beide Wochen.
Informationen und Anmeldung unter: [email protected], 0664/3420804

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JUGEND FÜR DAS LEBEN

Redaktion: Mag. Monika Deak
A-4020 Linz, Starhembergstraße 66/20
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Fax: +43 - 732 - 78 81 16
Mail: [email protected]

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