Pannonicus aktuell_verheimlichte Hintergründe

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alwis
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Pannonicus aktuell_verheimlichte Hintergründe

Post by alwis »

Gedichte und Artikel von Pannonicus alias Richard G. Kerschhofer
In der Preußischen Allgemeinen Zeitung:
http://www.preussische-allgemeine.de/



Verheimlichte Hintergründe

Zeiten und desgleichen Viren
ändern sich in einem fort,
aber Viren beim Mutieren
wechseln gerne auch den Ort.

Dazu brauchen die Erreger
mangels eigner Fähigkeit
irgendeinen Überträger
für die Fahrt durch Raum und Zeit.

Letztesmal – vor vier, fünf Lenzen -
war’s mit Vögeln echt ein Hit,
und im Zug der Konsequenzen
stieg ein Börsenkurs gleich mit!

Börsen kamen mittlerweile
auf den Hund ganz allgemein,
und die Viren in der Eile
sanken runter gar aufs Schwein.

Nun, es mag uns zwar verdutzen,
aber Schaden ist Gewähr
für kollateralen Nutzen -
jedenfalls beim Aktionär.

Denn so läuft’s im Börsenreigen:
Panikflu als Wunder-Kur
läßt den Kurs jetzt wieder steigen
und belebt die Konjunktur!

Daß indes man pädagogisch
bloß von „Neuer Grippe“ spricht,
ist im Grunde durchaus logisch -
doch in Klartext sagt man’s nicht:

Schweinegrippeviren wären
nämlich hierzuland fatal,
weil nach normativen Lehren
weder koscher noch halal!

Pannonicus
9. Mai 2009 – Folge 19/pggrippe.doc


Ohne Reeder keine Heuer

In Tresoren liegen Leichen,
es zerbröckelt das Gemäuer,
überall sind Krisenzeichen,
und wir merken, das wird teuer.

Doch es ist zum Steinerweichen:
Prompt erhebt ein Ungeheuer,
welchem nie die Steuern reichen,
seinen Ruf nach Reichensteuer!

Wer wird die jedoch begleichen?
Wenn man nämlich übersteuert,
dann verscheucht man bloß die Reichen,
und das ist erst recht bescheuert.

Gleiche werden zwar noch gleicher,
aber solche Abenteuer
machen keinen Armen reicher -
ohne Reeder keine Heuer...

Pannonicus
2. Mai 2009 – Folge 18/pgsteu4.doc



Wie oft?

Mal als Segen, mal als Plage
sieht man es in Nah und Fern,
und drum trifft die Gretchenfrage
wie so oft des Pudels Kern.

Ja, wie oft nur? Also Luther
meinte einst, „die Woche zwier“
sei ein Mittelwert, ein guter -
macht im Jahre hundertvier.

Strenger sichtlich sind Manieren
drunten in Afghanistan,
denn man will es regulieren
per Gesetz nach strengem Plan.

Und ob nötig, ob entbehrlich,
jeden vierten Tag wird’s Pflicht,
das gibt einundneunzig jährlich -
rechnet selber: Mehr ist’s nicht.

Groß ist folglich die Erregung -
weil zuwenig, weil zuviel,
weil nach „Gender“-Überlegung
Angriff gar aufs Homo-Ziel?

Eines macht zu Recht verdrießlich:
Bei der Gleichheit im Extrem
werden Menschenrechte schließlich
mangels Pflichten zum Problem!

Aber Brüssel wird’s schon richten:
Teilt man halt – Applaus, Applaus -
auch für Rechte und für Pflichten
Zertipfiffikate aus.

Börsenhandel wird’s mit diesen
regeln wie beim Ce-Oh-zwei,
und es ist mit Ehekrisen
ein für allemal vorbei...

Pannonicus
25. April 2009- Folge 17/pgwieoft.doc


Wie oft?

Mal als Segen, mal als Plage
sieht man es in Nah und Fern,
und drum trifft die Gretchenfrage
wie so oft des Pudels Kern.

Ja, wie oft nur? Also Luther
meinte einst, „die Woche zwier“
sei ein Mittelwert, ein guter -
macht im Jahre hundertvier.

Strenger sichtlich sind Manieren
drunten in Afghanistan,
denn man will es regulieren
per Gesetz nach strengem Plan.

Und ob nötig, ob entbehrlich,
jeden vierten Tag wird’s Pflicht,
das gibt einundneunzig jährlich -
rechnet selber: Mehr ist’s nicht.

Groß ist folglich die Erregung -
weil zuwenig, weil zuviel,
weil nach „Gender“-Überlegung
Angriff gar aufs Homo-Ziel?

Eines macht zu Recht verdrießlich:
Bei der Gleichheit im Extrem
werden Menschenrechte schließlich
mangels Pflichten zum Problem!

Aber Brüssel wird’s schon richten:
Teilt man halt – Applaus, Applaus -
auch für Rechte und für Pflichten
Zertipfiffikate aus.

Börsenhandel wird’s mit diesen
regeln wie beim Ce-Oh-zwei,
und es ist mit Ehekrisen
ein für allemal vorbei...

Pannonicus
25. April 2009- Folge 17/pgwieoft.doc



Frei nach Grimm

„Tischlein deck’ dich“ hieß es lange,
alles gab es auf Kredit,
keinem war vorm Zahltag bange,
überreichlich floß Profit.

Weltweit aber kommt die Krise,
und das Luftschloß kollabiert,
drum wird nun als Heils-Devise
„Esel streck’ dich“ propagiert.

Leider speit die Druckerpresse
statt Dukaten Scheine bloß,
doch in höherm Interesse
schweigt man drüber virtuos!

Tja, die eigentlichen Mächte
- Strippenzieher sieht man nicht -
haben stets Erfüllungsknechte
für die Schau im Rampenlicht.

Und mit Spürsinn auserkoren
ist die Galionsfigur,
nämlich schwarz auf weiß geboren,
jung und stattlich von Statur.

Als Messias unsrer Tage
präsentiert man ihn der Welt,
und so manche bange Frage
wird dann gar nicht erst gestellt.

Nur Momentchen – hör’ ich richtig?
Er versichert der Türkei,
daß sie ungeheuer wichtig
und ein Teil Europas sei!

Aufgepaßt: Nach „Tischlein deck’ dich“
mit fatalem Beigeschmack
und nach dreistem „Esel streck’ dich“
droht jetzt „Türke aus dem Sack!“

Pannonicus
18. April 2009 – Folge 16/pgobama3.doc



In den Genius-Lesestücken:
Mai 2009:
“Das große Welttheater”
und
„Frei nach Grimm“
http://www.genius.co.at/index.php?id=230
April 2009:
Das Dilemma der westlichen Iran-Politik
http://www.genius.co.at/index.php?id=225
„Rufmord“ – Die mißbrauchten Drohnen
und
„Quadratur der Taliban“ – Die USA wollen mit den Taliban verhandeln
http://www.genius.co.at/index.php?id=222
März 2009:
„Obamastik“ - Obama als neuer Messias
und
„Wohin damit?“ – Allerhand Entsorgungsprobleme
http://www.genius.co.at/index.php?id=213

Zeitlos:
„Warum Gedichte Gedichte sind“
http://www.genius.co.at/index.php?id=181
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