Pro-Life-Information am 6. Mai 2009
www.jugend-fuer-das-leben.at
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1) Das Leben mit dem Down-Syndrom - Das Leben mit ihr ist schön. Ich kann es mir ohne sie nicht mehr vorstellen
2) CSU-Bundestagsabgeordneter Geis: Spätabtreibungen nicht hinnehmen
3) Nein zu Abtreibungen: Fünf Hebammen mit Walter-Künneth-Preis geehrt
4) Neu entdeckt: Adulte Stammzellquelle im menschlichen Gaumen
5) TERMINE & SERVICE
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1) Das Leben mit dem Down-Syndrom - Das Leben mit ihr ist schön. Ich kann es mir ohne sie nicht mehr vorstellen
Essen (04.05.2009, WAZ/Rhein-Ruhr – Christopher Onkelbach). Mehr als 90 Prozent aller Frauen, die vor der Geburt von einer Behinderung ihres Kindes erfahren, brechen die Schwangerschaft ab. Dabei geht es Kindern mit Down-Syndrom durch spezielle Förderung heute so gut wie nie. Annette Lippe kann sich ein Leben ohne ihre Tochter nicht mehr vorstellen.
Annette Lippe ist stolz auf ihre Tochter: „Das Leben mit ihr ist schön. Ich kann es mir ohne sie nicht mehr vorstellen.” Was wie ein ziemlich selbstverständlicher Satz aus dem Mund einer Mutter klingt, ist es oft nicht. Ihre Tochter Deborah hat das am Down-Syndrom, und fast alle werdenden Mütter, die in der Schwangerschaft diese Nachricht erhalten, entscheiden sich gegen eine Geburt: „Mehr als 90 Prozent der Schwangeren wählen bei dieser Diagnose die Abtreibung”, sagt Etta Wilken, Professorin für Behindertenpädagogik an der Universität Hannover.
Fruchtwasseruntersuchung
„Ich wusste es”, sagt Annette Lippe. „Man konnte es schon auf dem Ultraschallbild sehen.” Um ganz sicher zu gehen, riet ihr der Arzt zu einer Fruchtwasseruntersuchung. Doch wegen des damit verbundenen Risikos einer ungewollten Frühgeburt ging sie nicht zu dem Termin. „Wir haben uns in der Familie zusammengesetzt und geredet, und uns dann alle dafür entschieden.” Deborah kam zur Welt, und sie wurde trotz der zusätzlichen Belastung eine große Lebensbereicherung: „Sie ist lieb, freundlich, offen, freut sich über alles, was sie dazulernt”, sagt die Mutter. „Sie kann jetzt Mama sagen und Eis und ihre Stofftiere nennen.” Aber nicht viel mehr. Deborah ist elf Jahre alt. „Es fehlt mir, dass ich nicht mit ihr reden kann. Doch dann drückt sie mich und strahlt mich an. Wir möchten sie nicht mehr missen. Es gibt nur schöne Momente mit ihr.”
Der Alltag von Familien, in deren Mitte plötzlich ein Down-Kind lebt, ändert sich komplett. Doch finden Eltern heute wesentlich mehr Angebote und Hilfen als vor 20 oder 30 Jahren. Unterstützt von informierten und engagierten Eltern besuchen viele betroffene Kinder die Schule, lernen schreiben, lesen und rechnen, schaffen zuweilen sogar einen Schulabschluss und finden einen Arbeitsplatz.
Etta Wilken, die sich ein Forscherleben lang auf die Förderung von Kindern mit Down-Syndrom spezialisiert hat, sagt: „Wenn wir gute pädagogische Angebote machen, können sich Kinder mit Potenzial sehr gut entwickeln, fast bis in den Bereich der Normalbegabung.” Einige von diesen geförderten Kindern finden später Arbeit in Familien-Bildungsstätten, in Altenheimen, Küchen oder Gärtnereien und führen ein beinahe selbstständiges Leben – bis hin zur Urlaubsreise. „Auch andere Menschen bleiben ohne Förderung Analphabeten und entwickeln sich nicht. So ist es auch bei Down-Kindern.”
Lesen Sie mehr unter: http://www.derwesten.de/nachrichten/waz ... etail.html
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2) CSU-Bundestagsabgeordneter Geis: Spätabtreibungen nicht hinnehmen
Fraktionsübergreifender Gruppenantrag fordert Beratungspflicht der Ärzte sowie dreitägige Bedenkzeit
München (kath.net/idea/red). Derzeit steht eine Entscheidung des Bundestags über eine Neuregelung von Spätabtreibungen bevor. Dem Parlament liegt ein fraktionsübergreifender Gruppenantrag der Abgeordneten Johannes Singhammer (CSU), Kerstin Griese (SPD), Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) und Ina Lemke (FDP) vor, der eine Beratungspflicht der Ärzte sowie eine dreitägige Bedenkzeit verlangt.
Einigen Politikern geht die geplante Neuregelung nicht weit genug.
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3) Nein zu Abtreibungen: Fünf Hebammen mit Walter-Künneth-Preis geehrt
München (02.05.2009, ALfA). Fünf Hebammen, die sich für den Schutz ungeborener Kinder einsetzen, haben bei einer feierlichen Preisverleihung am 26. April in München den Walter-Künneth-Preis der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB) erhalten. Dies berichtete die Evangelische Nachrichtenagentur idea online unter http://www.idea.de am 27. April. Preisträgerinnen sind die aus Sachsen stammenden evangelischen Christinnen Andrea Käppler, Tamar Küchler, Aline Queck und Kirsten Zeil. Sie gaben ihre Stellung in einem Chemnitzer Krankenhaus auf, um nicht länger an Abtreibungen mitwirken zu müssen. Die katholische Hebamme Maria Grundberger aus München spricht Frauen vor einer Abtreibungspraxis an, um sie auf die Folgen ihrer Entscheidung aufmerksam zu machen und Hilfe anzubieten. Zusammen mit anderen Gehsteigberaterinnen habe sie dem Bericht zufolge rund 500 Kindern zum Leben verholfen.
Wie die sächsischen Hebammen berichteten, habe ihre Weigerung, sich an Abtreibungen zu beteiligen, teilweise heftiges Unverständnis und wütende Ablehnung ausgelöst. Man habe ihnen eine übertriebene Auslegung des Glaubens vorgeworfen. Selbst in Beratungsstellen würden die Abtreibung und ihre Folgen verharmlost. Frau Grundberger ist nach eigenen Angaben zur Lebensschützerin geworden, als sie während der Hebammenausbildung plötzlich ein totes, abgetriebenes Kind in den Händen halten musste. Ihre Schockreaktion sei von einem Arzt mit den Worten kommentiert worden: Daran gewöhnt man sich.
Im Rahmen der Preisverleihung würdigten der Vorsitzende der KSBB, Andreas Spaeth aus Windsbach bei Ansbach, der Europa-Parlamentarier Bernd Posselt und der Bundestagsabgeordneten Johannes Singhammer, beide CSU, den Mut und Glaubensgehorsam der Frauen, die um ihrer christlichen Überzeugung willen berufliche Nachteile und öffentliche Anfeindungen in Kauf genommen hätten. In seiner Laudatio erklärte der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb aus Stuttgart, Abtreibungen seien die allerschlimmste Menschenrechtsverletzung. Der vorsätzlich herbeigeführte Tod von, laut amtlicher Statistik, rund 115.000 ungeborenen Kindern im vergangenen Jahr in Deutschland sei aus christlicher und rechtsstaatlicher Sicht unakzeptabel. Steeb forderte laut idea die evangelischen Landeskirchen auf, in ihren Beratungsstellen für Schwangerschaftskonflikte keine Beratungsscheine mehr auszustellen. Dieses Verfahren, das die Straffreiheit der vom Gesetzgeber als rechtswidrig angesehenen Abtreibung garantiere, sei eine Rechtswäsche. Ferner plädierte Steeb dafür, dass Abtreibungen nicht mehr aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden, sondern von den Vätern. Auch der katholische Weihbischof von Salzburg, Andreas Laun, kritisierte in seiner Laudatio in scharfer Form Abtreibungen und beklagte, der Protest dagegen werde immer schwieriger.
Der Künneth-Preis, der zum sechsten Mal verliehen wurde, ist nach dem Erlanger Theologieprofessor Walter Künneth (1901-1997) benannt. Laut Webseite der Preisverleiher nahm Künneth, ausgehend vom Zentrum des christlichen Glaubens, der Auferstehung Jesu Christi, wiederholt Stellung zu Fragen von Politik und Ethik. So geriet er mit den totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts in Konflikt. Die Nationalsozialisten belegten ihn mit reichsweitem Schreib- und Redeverbot. In der DDR waren seine Bücher unerwünscht und ihr Besitz konnte negative Konsequenzen haben. Die KSBB verleiht diesen Preis an Persönlichkeiten und Werke, die sich im Geiste des Namensgebers auf biblischer Basis um die Bewahrung und Verbreitung des christlich-reformatorischen Erbes in Theologie, Verkündigung, Diakonie und Gesellschaft verdient gemacht haben.
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4) Neu entdeckt: Adulte Stammzellquelle im menschlichen Gaumen
Bielefeld (02.05.2009, ALfA). Ein interdisziplinär zusammengesetztes Team von Wissenschaftlern unter Leitung der Zellbiologin Professorin Dr. Barbara Kaltschmidt von der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld hat unter anderem im menschlichen Gaumen neue adulte Stammzellen entdeckt. Dies teilte die Universität Bielefeld am 29. April mit. Demnach handelt es sich um Neuralleisten-Stammzellen (Neural Crest Stem Cells / NCSCs), die sich im so genannten Zäpfchen und in den Gaumenkämmen hinter den Zähnen befinden. Die daraus isolierten Stammzellen weisen laut Mitteilung Merkmale der Pluripotenz auf, das heißt, sie bergen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten in sich. Von den Forschern konnten sie erfolgreich im Labor gezüchtet und in spezialisierte Zelltypen wie Nervenzellen verwandelt werden. Auch bei erwachsenen Menschen habe man die Existenz solcher Stammzellen erfolgreich nachweisen können. An der Entdeckung der Zellen waren neben den Forschern vom Lehrstuhl für Zellbiologie der Universität Bielefeld Wissenschaftler vom Institut für Zellkulturtechnologie der Universität Bielefeld sowie der HNO-Klinik des Klinikums Bielefeld und der Universitätsklinik Frankfurt/M. beteiligt. Die Bielefelder Wissenschaftler sind gemeinsam am Zentrum für Biotechnologie der Universität Bielefeld (CeBiTec) tätig. Die Ergebnisse der Arbeit wurden im Fachjournal Stem Cells vorab online veröffentlicht.
Von diesen hochgradig regenerativen und leicht zugänglichen Zellen erhoffen sich die beteiligten Wissenschaftler neuartige Möglichkeiten der Behandlung von zahlreichen, auch degenerativen Erkrankungen des Kopfes wie zum Beispiel Verletzungen von Gesicht und Schädelknochen, Tumoren und chronische Mittelohrentzündung, aber langfristig vielleicht auch Alzheimer und Parkinson. Die körpereigenen Stammzellen könnten laut den Forschern künftig dazu dienen, solche Krankheiten zu bekämpfen. Wie es zur Erläuterung weiter hieß, bringen die NCSCs im Rahmen der Entwicklung der Kopf- und Nackenregion der Säuger ein erstaunlich breites Spektrum an Zelltypen hervor, unter anderem Knochenzellen und Nerven. NCSCs können sowohl während der Entwicklung als auch beim erwachsenen Individuum nachgewiesen werden. Isolierte NCSCs könnten aufgrund ihrer hohen Plastizität, der so genannten Multipotenz, eine neue, gut zugängliche Quelle für adulte Stammzellen darstellen. Weitere Studien sollen nun unter anderem die Möglichkeit untersuchen, diese von Hause aus sehr potenten Zellen zu reprogrammieren, um sie noch einen Schritt plastischer, ähnlich den embryonalen Stammzellen, und damit auch universeller für medizinische Zwecke einsetzbar zu machen.
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5) TERMINE & SERVICE
ALLE Termine finden Sie auf unserer Homepage: http://www.jugendfuerdasleben.at/termine.php
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Die Anti-Baby-Pille: Wirkung, Gefahren und Alternativen“
Vortragende: Dr. med. Karin Kroboth-Svoboda
Wer: Jugend für das Leben Wien, Plattform Ärzte für das Leben, Katholische Hochschulgemeinde
Wann: Donnerstag, 14. Mai 2009, 19 Uhr
Wo: Anatomisches Institut, HS 2, Währingerstraße 13, 1090 Wien
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Hl. Messe zum Tag des Lebens in Graz
Wer: Jugend für das Leben Stmk
Wo: Stadtpfarrkirche Graz
Wann: Mittwoch, 3. Juni 2009, 18.15 Uhr
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Hl. Messe zum Tag des Lebens in Linz
Info: Zelebrant: P. Maximilian Neulinger, Abt vom Stift Lambach. Ab 13 Uhr Kreuzweg vom Petrinum auf den Pöstlingberg
Wer: Jugend für das Leben OÖ
Wo: Basilika am Pöstlingberg
Wann: Sonntag, 7. Juni 2009, 14.30 Uhr
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Bergwoche mit Jugend für das Leben
Info: Geistliche Begleitung: P. Bernhard Kaufmann, FSSP. Bereits ausgebucht, aber Warteliste vorhanden
Wer: Jugend für das Leben
Wo: Oberstalleralm in Osttirol
Wann: 11. bis 18. Juli 2009
Informationen und Anmeldung unter: [email protected], 0664/3420804
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Pro Life Marsch 2009 – Von Innsbruck nach Bregenz
Wie weit würdest Du gehen, um ein Menschenleben zu retten?
Wer: Jugend für das Leben
Wo: Innsbruck - Bregenz
Wann: 31. Juli bis 15. August 2009
Info: Für Essen und Unterkunft ist gesorgt. Für die Übernachtungen brauchst Du Schlafsack und Isomatte. Das Gepäck wird in einem Begleitwagen mitgeführt. Kosten. 5 € pro Tag, 25 € pro Woche, 40 € für beide Wochen.
Informationen und Anmeldung unter: [email protected], 0664/3420804 www.youthforlife.net/plm09.php
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NACHRICHTENDIENST
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JUGEND FÜR DAS LEBEN
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