Pannonicus_Wie’s wirklich läuft, Genosse Trend

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alwis
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Pannonicus_Wie’s wirklich läuft, Genosse Trend

Post by alwis »

Wie’s wirklich läuft

Er wird, wie wir wissen, manierlich
vom einfachen Volke bestellt,
man nennt ihn jedoch respektierlich
den mächtigsten Mann dieser Welt!

Der Neue begann seine Tage
von Stolz und von Hoffnung geschwellt,
wenngleich in der heutigen Lage
sich Bange zur Freude gesellt.

Er wollte nicht Bilder vertuschen
von Opfern, in Schmerzen entstellt -
jetzt muß zum Vertuschen er kuschen,
der mächtigste Mann dieser Welt.

Auch wollt’ er Guantánamo schließen
- so sprach er von Einsicht erhellt -
nur gibt’s für ihn nichts zu begießen,
weil andern die Absicht mißfällt.

Erst recht Militär-Tribunale -
sie bleiben, und damit zerschellt
der Vorsatz, der fundamentale,
des mächtigsten Mannes der Welt.

Sein Plan für nahöstliche Staaten
hat ebenfalls Leute verprellt -
nun wird ihm, wie leicht zu erraten,
schon wieder die Laune vergällt.

Und wenn auch zu gerne verschwiegen,
wird klar, wie sich’s wirklich verhält,
denn manchem Begehr unterliegen
selbst mächtigste Männer der Welt!

Pannonicus
6. Juni 2009 – Folge 23/pgobama5.doc
(Obama muß Wahlversprechen “relativieren”.)



Genosse Trend

Wer wählt, der zählt, heißt’s jedesmal,
denn das sei demokratisch -
doch wer die Wahl hat, hat die Qual,
und da wird’s problematisch:

Die Qualen sind ja offenbar
auch weiterhin im Steigen,
wie allgemein und Jahr für Jahr
die Wählerzahlen zeigen!

Wer schimpft, der kauft – dies schöne Wort
gilt nämlich nicht fürs Wählen,
und viele bleiben heute fort,
obwohl sie laut krakeelen.

Sie wissen: Was verlockend klingt,
wird Steuergeld verschlingen,
und wer vorm Wahltag vieles bringt,
wird nachher kaum was bringen.

Noch größer aber ist der Frust
bei den Europa-Wahlen:
Am meisten zählt die Stimme just
in Ländern, die nix zahlen!

Doch hat der Wählerschwund Gewicht?
Na keineswegs, ihr Lieben -
Mandate schwinden nämlich nicht,
sie sind ja festgeschrieben.

Die Kandidaten macht der Trend
im Grund sogar fideler,
denn fürs Mandat genügt am End’
vielleicht ein einzger Wähler!

Das Wahlziel wär’ erst dann verfehlt,
wenn man in Rat und Kammer
sich nicht einmal mehr selber wählt -
fürwahr, das wär’ ein Jammer.

Pannonicus
13. Juni 2009 – Folge 24/pgeuwahl.doc
(Die bisher niedrigste Wahlbeteiligung bei Europa-Wahlen.)
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