ÖVP und ihr Familienbild - Sehnsucht oder Wirklichkeit

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alwis
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ÖVP und ihr Familienbild - Sehnsucht oder Wirklichkeit

Post by alwis »

Die ÖVP sollte die Vorteile der Familie herausstellen

Keinesfalls sollte die ÖVP in der Familienpolitik der SPÖ oder gar den in dieser Sache extrem linken Grünen "schaumgebremst" hinterherlaufen.

Im Gegenteil:
Die ÖVP sollte die Vorteile des überlieferten Familienbildes bereichert um die Möglichkeiten des modernen Lebens aktiv vorstellen.

Einige Beispiele:

* Kinder, die in der geschützten Familie mit Mutter und Vater, die einander treu sind, aufwachsen dürfen, haben bessere Chancen in Schule und Beruf.
* Verheiratete Erwachsene leben nachweislich länger als Singles oder in wechselnden Beziehungen Lebende.
* Die sogenannte "Gewalt in der Familie" kommt hauptsächlich in instabilen Beziehungen vor und kaum in der althergebrachten stabilen Familie.
* Wir haben zuwenig Kinder. Dieses Problem werden sicher nicht Alleinerziehende lösen, sondern gerade kinderreiche, stabile Familien.
Freilich - die Grenze ist auch klar.
Moralische Werte sind vor allem gefragt und nötig, und dafür ist eigentlich Religion gefragt.
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Und das ist der Artikel in der Wiener Zeitung, auf den ich obigen Leserbrief geschrieben habe:

Die Familie ist schuld
Von Andreas Unterberger

Die ÖVP hat die Wahlen massiv verloren. Und sie diskutiert nun, warum. Anstelle der auch in diesem Tagebuch analysierten Ursachen hat sie sich parteiintern nun offenbar auf eine ganz andere geeinigt: Die ÖVP habe ein antiquiertes Familienbild.
Niemand weiß zwar, woher sie diese Weisheit hat. Alle Wertestudien zeigen ja eine große Sehnsucht nach der heilen Familie.....

[newtaburl=http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4447&Alias=wzo&cob=271060&currentpage=0]Original Wiener Zeitung[/newtaburl]

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Dazu kam folgender bemerkenswerter Leserbrief von Alfred Kraker:

Im Tagebuch A. Unterberger, „Die Familie ist schuld“ wird die ÖVP-Wahlverlust-Diskussion mit dem parteiinternen Ergebnis „Die ÖVP habe ein antiquiertes Familienbild“ behandelt.
Völlig richtig meint Unterberger „...jeder Euro für kinderlose Lebensgemeinschaften (welcher Art immer) fehlt den viel stärker belasteten Eltern“ und schließt deshalb „Sehr weit wird die ÖVP mit solchen Panik-Reaktionen nicht kommen“.

Die Wiener Zeitung brachte unmittelbar nach der Wahl (20061011) einen Gastkommentar von Stephan Größ
[newtaburl=http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4103&Alias=wzo&cob=252088]"Ohne Ecken und Kanten durchgefallen"[/newtaburl], der die Gründe für die verlorene Wahl und die notwendigen Veränderungen vollständig richtig darlegt.
Dieser schließt „Es stünde der ÖVP gut an, sich wieder mehr auf ihre inhaltlichen Positionen zu konzentrieren und ihre Ecken und Kanten zu schärfen“. Gerade dies scheint nun nicht beabsichtigt.

Ich schlage vor, den Gastkommentar (Größ), gemeinsam mit „Die Familie ist schuld“(Unterberger), als Sonderdruck der ÖVP mit Josef Pröll zu widmen und im „Extra“ nochmals zu bringen.
Last edited by alwis on 25.10.2007, 19:41, edited 1 time in total.
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alwis
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Post by alwis »

Die Veranstaltung von Perspektiven 2010, Arbeitsgruppe „Familie und Kinder“,
geleitet von Frau Mag. Johanna Mikl-Leitner,
war für mich persönlich ein großer Gewinn.


Ich habe dort einige Leute persönlich getroffen, die ich bisher nur via Internet kannte.
Besonders in der von Frau Mikl-Leitner geleiteten Arbeitsgruppe "Kinderwunsch" habe ich gestaunt,
wie fruchtbar mit gescheiten Leuten diskutiert werden kann.
Vieles blieb auch ungesagt – die Zeit war zu knapp.
Ich werde mich weiter einbringen bzw. ev. zu Folgetreffen kommen.

Von den Impulsreferaten waren zwei provokativ – vielleicht von der Perspektivengruppe 2010 absichtlich so eingerichtet?

Frau Dr. Perner
„Der konservative Familienbegriff stammt aus dem 3. Reich.
Und weiter: „Gewalt in der Familie kommt vor allem auf dem Land vor….“


Damit hat sie uns, die wir diese konservative Familie leben, beleidigt.
Der konservative Familienbegriff stammt natürlich aus uralter Zeit – lange vor dem 3. Reich.
Das 3. Reich hat ihn nicht einmal richtig gelebt, sondern sogar Kindergärten eingeführt –
auch am Land, wo man diese Einrichtung bis dahin nicht gekannt hatte.
Mit der Faschismuskeule wollte Frau Perner die Befürworter der klassischen Familie von vornherein mundtot machen.

Herr Prof. Dr. Lehner:
Er schilderte ausführlich, wie in Schweden das hohe Ziel der Gleichschaltung von Männern und Frauen
mit sehr hohem Einsatz an Finanzmitteln und staatlichen Regelungen für den Bereich der persönlichen Lebensgestaltung erreicht wurde.
Wir sind in der ÖVP doch sicher nicht für staatliche Reglementierung der persönlichen Lebensgestaltung – oder?

In unserem Arbeitskreis kam auch sehr deutlich zum Ausdruck:
„Die Wahlfreiheit Familie und/oder Beruf ist für alle am besten gewährleistet,
wenn die Leistung „Kinderbetreuung“ auch in der Familie angemessen finanziell und gesellschaftlich anerkannt wird.


Außerdem hat man in Schweden inzwischen Korrekturen vor.
So wird der Staat ab 2008 den Eltern in den ersten drei Lebensjahren des Kindes den Eltern einen spürbaren Betrag für die Betreuung zuhause zahlen.
Schweden hat die z.T. sehr schädlichen Auswirkungen von Fremdbetreuung in den ersten Lebensjahren auf die frühkindliche Entwicklung erkannt.

Ähnliche Beiträge in diesem Forum:

[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=72]Schweden_Kindertagesstätten zerstören eine Nation[/newtaburl]

[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=102]Familie und/oder Beruf_echte Wahlfreiheit für Mütter[/newtaburl]

[newtaburl=http://www.wolfmayr.org/familie/viewtopic.php?t=12]Familie = Beruf in kinderreichen Familien[/newtaburl]


Manche meinen, der Staat müsse privates Missgeschick ausgleichen.

In privaten Gesprächen entdeckte ich auch bei dieser ÖVP-Veranstaltung die Vorstellung, der Staat sollte das Risiko,
das wir z.B. beim Heiraten eingehen (es kann ja schiefgehen), abdecken.
Oder anders gesagt:W
eil eine Ehe schiefgehen kann und der Staat den Schaden nicht übernimmt, gehen manche das Risiko gleich nicht ein.
Dabei kam auch zum Ausdruck, daß sowohl Männer als auch Frauen mit Kindern ein Risiko eingehen.

Gilt nicht auch hier – wie im Wirtschaftsleben?
Wer wagt kann gewinnen!
Und wer nicht wagt, kann nur verlieren.
Last edited by alwis on 20.10.2007, 12:38, edited 1 time in total.
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Gast

Wirtschaft und Familie, ein Leserbrief von Mag. Potzinger

Post by Gast »

Wirtschaft und Familie, ein Leserbrief von Mag. Reinhard Potzinger
Zu Dr. Raidl, „Katholische Verlogenheit“



Sehr geehrter Herr Dr. Raidl!

Mit großem Erstaunen habe ich Ihre Stellungnahme bezüglich des ÖVP-Familienbildes vernommen. Ich halte Sie für einen hervorragenden Wirtschaftsfachmann, dem ich immer wieder mit Vergnügen bei Diskussionen zuhöre.

Als Pädagoge und Langzeitehemann mit zwei Kindern und mittlerweile drei Enkelkindern muß ich Ihrer aggressiven, antikirchlichen Haltung jedoch energisch widersprechen.

Aufgrund meiner 30-jährigen Tätigkeit als AHS-Lehrer weiß ich aus vielfältiger, leidvoller Erfahrung, daß plötzliche Schulprobleme bei Jugendlichen immer im Zusammenhang mit einer desolaten Familiensituation stehen.

Die funktionierende Familie mit Kindern, die möglichst lebenslange Bindung zwischen Mann und Frau gehören nicht ins Reich der Sozialromantik, sondern stellen jene Familienform dar, die dem Staat am meisten bringt und ihn am wenigsten kostet – müßte doch für einen Wirtschaftsmann auch interessant sein.

Patchworkfamilien sind weder modern noch erstrebenswert und sind immer Notgemeinschaften, denen viel Leid vorausgegangen ist. Ebenso sind Kinderkrippen immer nur die zweitbeste Lösung für Kleinstkinder (zumindest bis zum 3. Lebensjahr).

Die systematische Abwertung des Berufes „Mutter“ in den letzen 20 Jahren ist Ausdruck unserer kranken Gesellschaft, Diese Abwertung führt in den demografischen Kollaps.

Der Staat und die Wirtschaft müßten alles tun, junge Menschen zu eigenen Kindern zu ermuntern und ihnen auch echte Wahlfreiheit für deren Betreuung zu geben.
Ein Kinderkrippenplatz in Graz etwa kostet pro Kind und Monat bis zu 2.500,-- € (!) – die Eltern zahlen dafür ca. 100 €, den Rest berappt der Steuerzahler.
Diesen wirtschaftlich völlig absurden Zustand
würde ich (um in Ihrer Diktion zu bleiben) als verlogen bezeichnen.

:arrow: Mut zum Kind,
:arrow: hohe Bewertung von Elternkompetenz – das Gegenteil ist jetzt der Fall –
:arrow: und echte Abgeltung von Betreuungsarbeit für die eigenen (nicht fremden) Kinder
sind Gebote der Stunde, menschlich wie wirtschaftlich.

Wo bleibt die Generationenbalance, wenn man für die Pflege alter, betreuungsbedürftiger Menschen selbstverständlich und ohne Einkommensgrenzen Geldmittel bereitstellt und dies den ebenso betreuungsbedürftigen Kindern vorenthalten möchte?

Eine Konzentration auf Ihre ureigenste Domäne würde ich mir für die Zukunft wünschen, anstatt im negativen Zeitgeist mitschwimmend, dilettierend an die Öffentlichkeit zu gehen.
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HOSI und andere Schwule - pressure groups in der ÖVP

Post by alwis »

Von: Alois Wolfmayr [mailto:[email protected]]
Gesendet: Montag, 9. April 2007 22:57
An: '[email protected]'
Betreff: HOSI und andere Schwule


Sehr geehrte Frau Bundesministerin Kdolsky!


Danke für Ihren Widerstand gegen völlige Gleichschaltung von Ehe mit homosexuellen Lebensgemeinschaften.

Die Meldungen der vergangenen Tage haben uns nicht erfreut.

Die Behauptung von 10% Homosexuellen in der Bevölkerung wird durch 1000-fache Wiederholung auch nicht wahr.

Liebe ÖVP, laß Dich nicht täuschen. Bei weitem die meisten Österreicher sehen keinen Bedarf für eine Gleichschaltung von homosexuellen Lebensgemeinschaften mit Eheleuten.
Wenn die HOSI und andere "pressure-groups" ständig davon schreiben, wird der Bedarf nicht höher.

Außerdem: Verschiedenes muß verschieden behandelt werden, sonst wird es ungerecht.

Und schließlich: Noch hat Natürliches einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Homosexualität gibt es zwar auch im Tierreich - aber nur als schlechten Ersatz für nicht vorhandene andersgeschlechtliche Sexualpartner.

Und zuletzt: Homosexuelle Wähler werden sicher nicht in Scharen zur ÖVP wechseln, wenn sie umfällt. Wohl aber werden ÖVP-Wähler in Scharen nicht mehr ÖVP wählen!
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