Tierheime - Tierschutz oder Tierquälerei?

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alwis
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Tierheime - Tierschutz oder Tierquälerei?

Post by alwis »

Tierheime sollten dazu dienen, ausgesetzte oder aus anderen Gründen herrenlose Tiere schnellstmöglich an neue Tierfreunde zu vermitteln.

Werden die Tiere längere Zeit in Tierheimen gehalten, artet das insbesondere bei Hunden und Katzen in Tierquälerei aus.

Begründung:

Hunde sind Familientiere. Wenn sie in ihrer Familie nicht mehr erwünscht sind, leiden sie. Im Tierheim finden sie nicht eine neue Familie sondern viele andere ebenso leidende Hunde. Daraus kann sich schon eine dauerhafte und tiefgreifende seelische Störung entwickeln, sodaß sie nicht mehr vermittelbar sind.

Katzen sind Einzelgänger. In Tierheimen müssen sie mit vielen anderen Katzen auf engem Raum zusammenleben. Ihre Natur wird vergewaltigt.

Daraus folgt:

Tiere sollten in Tierheimen nur kurze Zeit - maximal drei Wochen sollten genügen - gehalten werden.
Nicht vermittelbare Tiere sollten von ihrem Leiden schmerzlos erlöst werden.
Last edited by alwis on 26.03.2007, 17:19, edited 1 time in total.
Gast

Tierschutzhaus Vösendorf - schlimme Zustände

Post by Gast »

Leserbrief in der Kronenzeitung vom 20. 03. 07:

Die Art und Weise, wie bzw. welche Tiere man dort gehalten hat, finde ich nicht sonderlich tierschützerisch....

Auf der Station, die ich besuchte, befand sich neben den üblichen Zimmern mit jeweils ca. 10-15 Katzen (die aus welchen Gründen auch immer nicht abgegeben werden durften) auch ein separater Raum für Katzen mit Leukose. Diese Tiere haben bei entsprechender Behandlung zwar eine gewisse Lebenserwartung, ob sie jedoch in einem derart überfüllten Haus mit sehr beschäftigten Mitarbeitern diese in gebührendem Maße bekommen, ist eine andere Frage.

Weiters gab es dort einen Raum für wilde Katzen. ... Sobald die Tür ins Zimmer aufging, sah man nur noch Haare fliegen, weil alle sich versteckten oder auf die höchsten Plätze flüchteten..... Diese Katzen sind einfach nur arm, permanent gestresst von den Artgenossen, von der Gefangenschaft und den Menschen.

In den Katzentoiletten hat es nicht einen normalen Kotabsatz gegeben, sondern durchwegs schlimmste Durchfälle.

Auf die Frage, warum man den z.B. einen nierenkranken Kater, der wohl kaum noch mehr als eineinhalb Kilo wog und permanent vor Durchfall tropfte, nicht euthanasiere, meinte die Pflegerin, die Chefin verbiete das wegen der Spender. Vermutlich trägt die von diversen Tierarztserien verklärte Öffentlichkeit tatsächlich auch immer eine Mitschuld an solchen Dramen.
Denn daß das Einschläfern für manche Tiere eine Erlösung darstellt und keinen Mord, das wollen viele, die so gegen jegliche Euthanasie in Tierheimen wettern, nicht einsehen.

Ich frage mich, welchen Gefallen ich einem z.B. unvermittelbaren Hund tue, indem ich ihn sein ganzes Leben lang einsperre.

Wie auch immer, zur guten Führung eines Tierheimes gehört eben auch einmal, so hart das klingen mag, eine gewisse Selektion
- im Sinne der unheilbar kranken oder unvermittelbaren Tiere,
- im Sinne jender Tiere, die einen Platz benötigen,
- und auch im Sinne der Spender, von denen ich nicht annehme, daß sie ihr Geld so sinnlos verpulvert wissen wollen.
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