Hallo beisammen!
Nachdem ich von Alois eingeladen wurde, mir einmal das Forum
anzuschauen, habe ich das jetzt ausführlichst gemacht.
Habe bis jetzt viele interessante Meinungen und Themen vorgefunden, die
mich dazu veranlassten mich auch in diesem Forum anzumelden.
Mich würde momentan interessieren, was ihr über die kommende
Regierung denkt. Es stehen ja neben der großen Koalition noch ander
Varianten zur Verfügung bis hin zur Neuwahl. Wobei ich letzteres nicht
hoffe, da dies mit Sicherheit zu einem Wahldebakel führen würde.
Für die SPÖ unter Gusenbauer ist der von ihnen gefeierte Sieg in meinen
Augen in Wirklichkeit eine herbe Niederlage. Mann muß sich das
vorstellen, da tourt das Parteioberhaupt 2 Jahre vor der Wahl durch ganz
Österreich und erreicht mit dieser Aktion gar nichts!? Also wenn das ein
Sieg ist dann weiß ich es auch nicht.
Bin auf jeden Fall gespannt, wie die nächste Regierung aussieht.
Gruß aus dem Mollnertal
Roland
Die nächste Regierung?
SPÖ braucht die ÖVP, um Wahlversprechen nicht halten zu müss
Vielleicht ist es so:
SPÖ braucht die ÖVP, um Wahlversprechen nicht halten zu müssen.
Mit den Grünen und dem BZÖ zusammen wären die vielen unhaltbaren Wahlversprechen einzuhalten.
Bei einer Koalition mit der ÖVP kann die SPÖ immer sagen:
"Wir wollten ja, aber die ÖVP hat uns daran gehindert, euch Gutes zu tun...."
SPÖ braucht die ÖVP, um Wahlversprechen nicht halten zu müssen.
Mit den Grünen und dem BZÖ zusammen wären die vielen unhaltbaren Wahlversprechen einzuhalten.
Bei einer Koalition mit der ÖVP kann die SPÖ immer sagen:
"Wir wollten ja, aber die ÖVP hat uns daran gehindert, euch Gutes zu tun...."
Der selben Meinung bin ich auch, wobei ich denke, das die Grünen gar nicht
in die Regierung wollen, also in der Opposition bleiben möchten, da sie sonst
das selbe Debakel erleben wie die Blauen vor ein paar Jahren.
Weil zwischen der großen Klappe in der Opposition und der Realität in der
Regierung ist ein großer Unterschied, das haben die Blauen mittlerweile
gelernt und die Grünen haben es auch überzuckert. Das nächste ist, das die
Grünen personell nicht gerade gut bestückt sind für so eine Aufgabe. Ausser
Van der Bellen sieht es ziemlich mager aus bei ihnen.
Aber wir werden sehen.
in die Regierung wollen, also in der Opposition bleiben möchten, da sie sonst
das selbe Debakel erleben wie die Blauen vor ein paar Jahren.
Weil zwischen der großen Klappe in der Opposition und der Realität in der
Regierung ist ein großer Unterschied, das haben die Blauen mittlerweile
gelernt und die Grünen haben es auch überzuckert. Das nächste ist, das die
Grünen personell nicht gerade gut bestückt sind für so eine Aufgabe. Ausser
Van der Bellen sieht es ziemlich mager aus bei ihnen.
Aber wir werden sehen.
SPÖ hält die Versprechen und macht Neuwahlen
Wie groß ist die Gefahr, daß die SPÖ nach einem Jahr mit Geschenken an die Wähler, die sie zusammen mit Grünen und BZÖ machen könnte, Neuwahlen ausschreibt?
Die könnte sie dann - wie damals Kreisky - gewinnen.
Die könnte sie dann - wie damals Kreisky - gewinnen.
Jetzt haben wir sie - die neue Regierung - ÖVP und SPÖ
Bemerkenswert - Schüssel scheint gut verhandelt zu haben.
Nach den bisher bekannten Details dürften SPÖ und ÖVP auf Augenhöhe mitsammen arbeiten.
Mal sehen, was dabei herauskommt.....
Schüssel und Molterer tauschen die Plätze
Andrea Kdolsky ersetzt Maria Rauch-Kallat
ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer wird künftig als Vizekanzler und Finanzminister das Regierungsteam der Volkspartei anführen....
entnommen aus:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... cob=264609
Überraschungen beim ÖVP-Vorstand
Der ÖVP-Vorstand am Dienstag zur Bildung der neuen SPÖ-ÖVP-Regierung hat einige Knalleffekte gebracht: Finanzminister Grasser wird der neuen Regierung nicht angehören, auch nicht als Vizekanzler. Diese Funktionen wird der bisherige Klubobmann Molterer übernehmen. Er wird auch geschäftsführender ÖVP-Chef. Bundeskanzler Schüssel konnte sich beim ÖAAB und den Ländern offenbar nicht damit durchsetzen, Grasser als Vizekanzler und Finanzminister zu installieren.
entnommen aus:
http://www.orf.at/070109-7899/index.html
Nach den bisher bekannten Details dürften SPÖ und ÖVP auf Augenhöhe mitsammen arbeiten.
Mal sehen, was dabei herauskommt.....
Schüssel und Molterer tauschen die Plätze
Andrea Kdolsky ersetzt Maria Rauch-Kallat
ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer wird künftig als Vizekanzler und Finanzminister das Regierungsteam der Volkspartei anführen....
entnommen aus:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... cob=264609
Überraschungen beim ÖVP-Vorstand
Der ÖVP-Vorstand am Dienstag zur Bildung der neuen SPÖ-ÖVP-Regierung hat einige Knalleffekte gebracht: Finanzminister Grasser wird der neuen Regierung nicht angehören, auch nicht als Vizekanzler. Diese Funktionen wird der bisherige Klubobmann Molterer übernehmen. Er wird auch geschäftsführender ÖVP-Chef. Bundeskanzler Schüssel konnte sich beim ÖAAB und den Ländern offenbar nicht damit durchsetzen, Grasser als Vizekanzler und Finanzminister zu installieren.
entnommen aus:
http://www.orf.at/070109-7899/index.html
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Gast
Ohne Ecken und Kanten durchgefallen_zur Wahlschlappe der ÖVP
Gefunden in der Wiener Zeitung - eine Analyse:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... cob=252088
Ohne Ecken und Kanten durchgefallen
Gastkommentar von Stephan Größ
Wohlmeinende Kommentatoren scheinen bereits zu wissen, warum die ÖVP die Wahl verloren hat: Man sei zu wenig liberal, man hätte das Bawag-Thema zu sehr betont etc. Derartige Analysen bleiben lediglich wohlmeinend, sind aber grundfalsch. Wahr ist vielmehr, dass die ÖVP die Wahl nicht im Wahlkampf-Monat, sondern in den Jahren davor verloren hat, weil sie ihre eigenen Stammwähler verunsichert hat und weder willens noch in der Lage war, ihre ureigenen Positionen zu vertreten und auch entsprechend intelligent zu argumentieren.
Wie es dazu gekommen ist, soll an ein paar Beispielen festgemacht werden: An erster Stelle steht das Begriffspaar Bildungspolitik und Gehrer. Nach dem vor allem medial herbeigeschriebenen Pisa-Desaster fand eine äußerst oberflächliche Diskussion statt, die in die platitüdenhafte Forderung von Rot und Grün mündete, man möge die Gesamtschule einführen, weil die Finnen das ja auch haben. Eine Betrachtung der Pisa-Detailergebnisse zeigte jedoch, dass es nicht nur zahlreiche Gesamtschulländer gab, die weit hinter Österreich liegen, sondern auch, dass zum wiederholten Male in Deutschland jene Bundesländer vorne liegen, die im Gegensatz zum Rest ein differenziertes Schulwesen haben, nämlich Bayern und Baden-Württemberg. Die Detail-Analyse förderte auch zutage, dass innerhalb Österreichs Wien, wo die AHS-Unterstufe de facto zur Gesamtschule verkommen ist, schlechter abschnitt als die übrigen Landeshauptstädte. Weiters zeigte sich, dass die österreichischen Gymnasien besser abschnitten als die finnischen. Es wäre hier die Pflicht von Gehrer und der gesamten ÖVP gewesen, massiv in die Debatte einzusteigen und vor allem die vielen AHS-Lehrer zu verteidigen, die nach wie vor gute Arbeit leisten und die traditionell der ÖVP nicht unbedingt fern stehen.
Auch in der Gesellschaftspolitik wurde in den letzten Jahren eine erstaunliche Orientierungslosigkeit offenbar. Auf der Werteskala einer christdemokratischen Partei muss Familienförderung ganz oben stehen. Wiederum hatten namhafte ÖVP-Politiker nichts Besseres zu tun, als laut die Homosexuellen-Ehe zu fordern.
So zum "Drüberstreuen" gesellte sich zur teilweisen Selbstaufgabe in Bezug auf die Werte-Debatte eine völlige Ideenlosigkeit betreffend die künftige Politik. Es gibt kaum Vorschläge, wie das nach wie vor überverwaltete Sozialsystem mit seinen viel zu vielen Sozialversicherungsträgern entschlackt und treffsicherer gestaltet werden kann, oder wie man auf den für alle EU-Bürger freien Hochschulzugang adäquat reagieren könnte.
Es stünde der ÖVP daher gut an, sich wieder mehr auf ihre inhaltlichen Positionen zu konzentrieren und ihre Ecken und Kanten zu schärfen. Die Freude an der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner muss wieder neu entdeckt werden. Es steht allerdings zu befürchten, dass dies in einer großen Koalition als Juniorpartner der SPÖ nicht gelingen wird.
Stephan Größ ist Rechtsanwalt in Wien.
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... cob=252088
Ohne Ecken und Kanten durchgefallen
Gastkommentar von Stephan Größ
Wohlmeinende Kommentatoren scheinen bereits zu wissen, warum die ÖVP die Wahl verloren hat: Man sei zu wenig liberal, man hätte das Bawag-Thema zu sehr betont etc. Derartige Analysen bleiben lediglich wohlmeinend, sind aber grundfalsch. Wahr ist vielmehr, dass die ÖVP die Wahl nicht im Wahlkampf-Monat, sondern in den Jahren davor verloren hat, weil sie ihre eigenen Stammwähler verunsichert hat und weder willens noch in der Lage war, ihre ureigenen Positionen zu vertreten und auch entsprechend intelligent zu argumentieren.
Wie es dazu gekommen ist, soll an ein paar Beispielen festgemacht werden: An erster Stelle steht das Begriffspaar Bildungspolitik und Gehrer. Nach dem vor allem medial herbeigeschriebenen Pisa-Desaster fand eine äußerst oberflächliche Diskussion statt, die in die platitüdenhafte Forderung von Rot und Grün mündete, man möge die Gesamtschule einführen, weil die Finnen das ja auch haben. Eine Betrachtung der Pisa-Detailergebnisse zeigte jedoch, dass es nicht nur zahlreiche Gesamtschulländer gab, die weit hinter Österreich liegen, sondern auch, dass zum wiederholten Male in Deutschland jene Bundesländer vorne liegen, die im Gegensatz zum Rest ein differenziertes Schulwesen haben, nämlich Bayern und Baden-Württemberg. Die Detail-Analyse förderte auch zutage, dass innerhalb Österreichs Wien, wo die AHS-Unterstufe de facto zur Gesamtschule verkommen ist, schlechter abschnitt als die übrigen Landeshauptstädte. Weiters zeigte sich, dass die österreichischen Gymnasien besser abschnitten als die finnischen. Es wäre hier die Pflicht von Gehrer und der gesamten ÖVP gewesen, massiv in die Debatte einzusteigen und vor allem die vielen AHS-Lehrer zu verteidigen, die nach wie vor gute Arbeit leisten und die traditionell der ÖVP nicht unbedingt fern stehen.
Auch in der Gesellschaftspolitik wurde in den letzten Jahren eine erstaunliche Orientierungslosigkeit offenbar. Auf der Werteskala einer christdemokratischen Partei muss Familienförderung ganz oben stehen. Wiederum hatten namhafte ÖVP-Politiker nichts Besseres zu tun, als laut die Homosexuellen-Ehe zu fordern.
So zum "Drüberstreuen" gesellte sich zur teilweisen Selbstaufgabe in Bezug auf die Werte-Debatte eine völlige Ideenlosigkeit betreffend die künftige Politik. Es gibt kaum Vorschläge, wie das nach wie vor überverwaltete Sozialsystem mit seinen viel zu vielen Sozialversicherungsträgern entschlackt und treffsicherer gestaltet werden kann, oder wie man auf den für alle EU-Bürger freien Hochschulzugang adäquat reagieren könnte.
Es stünde der ÖVP daher gut an, sich wieder mehr auf ihre inhaltlichen Positionen zu konzentrieren und ihre Ecken und Kanten zu schärfen. Die Freude an der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner muss wieder neu entdeckt werden. Es steht allerdings zu befürchten, dass dies in einer großen Koalition als Juniorpartner der SPÖ nicht gelingen wird.
Stephan Größ ist Rechtsanwalt in Wien.
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Gast
Die Familie ist schuld - von Andreas Unterberger
Auch das in der Wiener Zeitung gefunden:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... rentpage=0
Die Familie ist schuld
Von Andreas Unterberger
Die ÖVP hat die Wahlen massiv verloren. Und sie diskutiert nun, warum. Anstelle der auch in diesem Tagebuch analysierten Ursachen hat sie sich parteiintern nun offenbar auf eine ganz andere geeinigt:
Die ÖVP habe ein antiquiertes Familienbild.
Niemand weiß zwar, woher sie diese Weisheit hat. Alle Wertestudien zeigen ja eine große Sehnsucht nach der heilen Familie.
Gewiss: In der Realität ist dieses Objekt der Sehnsucht selten geworden. Deswegen steigt etwa auch die Zahl der Scheidungswaisen in raschem Tempo. Dabei darf man aber trotz allen schlimmen Problemfällen festhalten, dass für viele Scheidungskinder am Ende nicht nur ein Verlust, sondern auch eine durchaus positiv erlebte Verdoppelung familiärer Heimat steht.
Längst ist es in Österreich daher zu Recht verpönt, Patchwork-Familien in irgendeiner Weise zu diskriminieren. Auch Diskriminierungen von Partnern etwa beim Besuchsrecht im Spital hält kaum noch jemand für sinnvoll oder legitim.
In Wahrheit geht es um zwei ganz andere Fragen. Die eine ist die nach Sinn und Ideologie eines staatlichen Aktes mit Harmonium-Musik und salbungsvoller Beamten-Ansprache, wenn zwei Menschen einen Partnerschaftsvertrag abschließen. Geburts- und Begräbnis-Feiern hingegen sind ja zu Recht privat und bundesadler-frei. Warum nicht auch die Ehe? Und warum wollen nun manche die Staatszeremonie sogar auf umstrittene Formen der Partnerschaft ausdehnen statt sie abzuschaffen?
Der härteste Streit geht wie immer ums Geld. Warum soll es für Partner, die keine Kinder haben, Geld zu Lasten Dritter geben, etwa durch niedrige Steuersätze, Witwen-Pensionen, Gratis-Mitversicherungen oder billige Wohnungen? Sind das nicht Irrläufer aus Zeiten, wo noch fast jede Ehe Kinder hervorgebracht hat? Müssen wir nicht die knappen Familien-Mittel auf Mütter und Väter konzentrieren?
Josef Pröll hat einfach unrecht, wenn er in sozialdemokratischer Art sagt: "Hier geht es nicht um Entweder–oder." Es geht sehr wohl! Denn jeder Euro für kinderlose Lebensgemeinschaften (welcher Art immer) fehlt den viel stärker belasteten Eltern.
Sehr weit wird die ÖVP aber mit solchen ideologischen Panik-Reaktionen wohl nicht kommen: Sie sind politisch genauso unproduktiv, wie es einst das nach Niederlagen übliche Obmann-Jagen war.
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... rentpage=0
Die Familie ist schuld
Von Andreas Unterberger
Die ÖVP hat die Wahlen massiv verloren. Und sie diskutiert nun, warum. Anstelle der auch in diesem Tagebuch analysierten Ursachen hat sie sich parteiintern nun offenbar auf eine ganz andere geeinigt:
Die ÖVP habe ein antiquiertes Familienbild.
Niemand weiß zwar, woher sie diese Weisheit hat. Alle Wertestudien zeigen ja eine große Sehnsucht nach der heilen Familie.
Gewiss: In der Realität ist dieses Objekt der Sehnsucht selten geworden. Deswegen steigt etwa auch die Zahl der Scheidungswaisen in raschem Tempo. Dabei darf man aber trotz allen schlimmen Problemfällen festhalten, dass für viele Scheidungskinder am Ende nicht nur ein Verlust, sondern auch eine durchaus positiv erlebte Verdoppelung familiärer Heimat steht.
Längst ist es in Österreich daher zu Recht verpönt, Patchwork-Familien in irgendeiner Weise zu diskriminieren. Auch Diskriminierungen von Partnern etwa beim Besuchsrecht im Spital hält kaum noch jemand für sinnvoll oder legitim.
In Wahrheit geht es um zwei ganz andere Fragen. Die eine ist die nach Sinn und Ideologie eines staatlichen Aktes mit Harmonium-Musik und salbungsvoller Beamten-Ansprache, wenn zwei Menschen einen Partnerschaftsvertrag abschließen. Geburts- und Begräbnis-Feiern hingegen sind ja zu Recht privat und bundesadler-frei. Warum nicht auch die Ehe? Und warum wollen nun manche die Staatszeremonie sogar auf umstrittene Formen der Partnerschaft ausdehnen statt sie abzuschaffen?
Der härteste Streit geht wie immer ums Geld. Warum soll es für Partner, die keine Kinder haben, Geld zu Lasten Dritter geben, etwa durch niedrige Steuersätze, Witwen-Pensionen, Gratis-Mitversicherungen oder billige Wohnungen? Sind das nicht Irrläufer aus Zeiten, wo noch fast jede Ehe Kinder hervorgebracht hat? Müssen wir nicht die knappen Familien-Mittel auf Mütter und Väter konzentrieren?
Josef Pröll hat einfach unrecht, wenn er in sozialdemokratischer Art sagt: "Hier geht es nicht um Entweder–oder." Es geht sehr wohl! Denn jeder Euro für kinderlose Lebensgemeinschaften (welcher Art immer) fehlt den viel stärker belasteten Eltern.
Sehr weit wird die ÖVP aber mit solchen ideologischen Panik-Reaktionen wohl nicht kommen: Sie sind politisch genauso unproduktiv, wie es einst das nach Niederlagen übliche Obmann-Jagen war.
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Gast
Das richtige Familienbild
In der Wiener Zeitung - von Alfred Kraker:
Im Tagebuch A. Unterberger, „Die Familie ist schuld“ wird die ÖVP-Wahlverlust-Diskussion mit dem parteiinternen Ergebnis „Die ÖVP habe ein antiquiertes Familienbild“ behandelt. Völlig richtig meint Unterberger „...jeder Euro für kinderlose Lebensgemeinschaften (welcher Art immer) fehlt den viel stärker belasteten Eltern“ und schließt deshalb:
„Sehr weit wird die ÖVP mit solchen Panik-Reaktionen nicht kommen“.
Die Wiener Zeitung brachte unmittelbar nach der Wahl (20061011) einen Gastkommentar von Stephan Größ „Ohne Ecken und Kanten durchgefallen“ (http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... cob=252088 ), der die Gründe für die verlorene Wahl und die notwendigen Veränderungen vollständig richtig darlegt.
Dieser schließt „Es stünde der ÖVP gut an, sich wieder mehr auf ihre inhaltlichen Positionen zu konzentrieren und ihre Ecken und Kanten zu schärfen“.
Gerade dies scheint nun nicht beabsichtigt.
Ich schlage vor, den Gastkommentar (Größ), gemeinsam mit „Die Familie ist schuld“(Unterberger), als Sonderdruck der ÖVP mit Josef Pröll zu widmen und im „Extra“ nochmals zu bringen.
Alfred Kraker
Im Tagebuch A. Unterberger, „Die Familie ist schuld“ wird die ÖVP-Wahlverlust-Diskussion mit dem parteiinternen Ergebnis „Die ÖVP habe ein antiquiertes Familienbild“ behandelt. Völlig richtig meint Unterberger „...jeder Euro für kinderlose Lebensgemeinschaften (welcher Art immer) fehlt den viel stärker belasteten Eltern“ und schließt deshalb:
„Sehr weit wird die ÖVP mit solchen Panik-Reaktionen nicht kommen“.
Die Wiener Zeitung brachte unmittelbar nach der Wahl (20061011) einen Gastkommentar von Stephan Größ „Ohne Ecken und Kanten durchgefallen“ (http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefa ... cob=252088 ), der die Gründe für die verlorene Wahl und die notwendigen Veränderungen vollständig richtig darlegt.
Dieser schließt „Es stünde der ÖVP gut an, sich wieder mehr auf ihre inhaltlichen Positionen zu konzentrieren und ihre Ecken und Kanten zu schärfen“.
Gerade dies scheint nun nicht beabsichtigt.
Ich schlage vor, den Gastkommentar (Größ), gemeinsam mit „Die Familie ist schuld“(Unterberger), als Sonderdruck der ÖVP mit Josef Pröll zu widmen und im „Extra“ nochmals zu bringen.
Alfred Kraker
Vorteile der Familie herausstellen
Meine Meinung dazu:
Keinesfalls sollte die ÖVP in der Familienpolitik der SPÖ oder gar den in dieser Sache extrem linken Grünen "schaumgebremst" hinterherlaufen.
Im Gegenteil:
Die ÖVP sollte die Vorteile des überlieferten Familienbildes bereichert um die Möglichkeiten des modernen Lebens aktiv vorstellen. Einige Beispiele:
* Kinder, die in der geschützten Familie mit Mutter und Vater, die einander treu sind, aufwachsen dürfen, haben bessere Chancen in Schule und Beruf.
* Verheiratete Erwachsene leben nachweislich länger als Singles oder in wechselnden Beziehungen Lebende.
* Die sogenannte "Gewalt in der Familie" kommt hauptsächlich in instabilen Beziehungen vor und kaum in der althergebrachten stabilen Familie.
* Wir haben zuwenig Kinder. Dieses Problem werden sicher nicht Alleinerziehende lösen, sondern gerade kinderreiche, stabile Familien.
Freilich - die Grenze ist auch klar.
Moralische Werte sind vor allem gefragt und nötig, und dafür ist eigentlich Religion gefragt.
Keinesfalls sollte die ÖVP in der Familienpolitik der SPÖ oder gar den in dieser Sache extrem linken Grünen "schaumgebremst" hinterherlaufen.
Im Gegenteil:
Die ÖVP sollte die Vorteile des überlieferten Familienbildes bereichert um die Möglichkeiten des modernen Lebens aktiv vorstellen. Einige Beispiele:
* Kinder, die in der geschützten Familie mit Mutter und Vater, die einander treu sind, aufwachsen dürfen, haben bessere Chancen in Schule und Beruf.
* Verheiratete Erwachsene leben nachweislich länger als Singles oder in wechselnden Beziehungen Lebende.
* Die sogenannte "Gewalt in der Familie" kommt hauptsächlich in instabilen Beziehungen vor und kaum in der althergebrachten stabilen Familie.
* Wir haben zuwenig Kinder. Dieses Problem werden sicher nicht Alleinerziehende lösen, sondern gerade kinderreiche, stabile Familien.
Freilich - die Grenze ist auch klar.
Moralische Werte sind vor allem gefragt und nötig, und dafür ist eigentlich Religion gefragt.
Kinder - unsere Freude.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.
Glücklich wird, wer andere glücklich macht.
-
Gast
Aufgabe für die ÖVP: Gegen falsche „Political Correctness&am
von A.K., gefunden in http://community.zukunft.at/forums/thread/1748.aspx
Die ÖVP hat die Wahl in einer kontinuierlichen Entwicklung verloren, weil sie ihre Stammwähler verunsichert hat und weder entschlossen noch fähig war, ihre zentralen Positionen zu vertreten und intelligent zu argumentieren.
In Europa ist - viel zu wenig beachtet - eine neue totalitäre „Staatsideologie des ethischen Relativismus“ aufgekommen, die alle diejenigen diskriminiert, die an objektive Wahrheit glauben. Diese Ideologie ist eben dabei, das „Prinzip „Toleranz“ in unserem Gemeinwesen zu zerstören. Dem Toleranzprinzip entsprechend haben andere das „Recht zu irren“, was in privater Sphäre das Recht bedeutet, die Freiheit nach eigener Ansicht zu gebrauchen. Deshalb haben aber auch diejenigen, die an objektive Wahrheit glauben, das Recht zu sagen, was sie für Recht oder Unrecht halten. Wer an objektive Wahrheit glaubt, hat zwar nicht das Recht, dies anderen aufzuzwingen, hingegen aber das Recht, diese Meinung vorzubringen. Dem entgegen verlangt der neue „intolerante ethische Relativismus“ – meist in Form der „Political Correctness“, daß man nicht einmal denken dürfe, daß es Richtig und Falsch gibt. Richtig und Falsch werden gegenwärtig als „konservativ-katholische“ Ansichten hingestellt, derentwegen z.B. das EU-Parlament Rocco Buttiglione 2004 als Kommissar für Justiz und Inneres abgelehnt hat.
Diese „Political Correctness“ verunsichert leider derzeit viele Menschen mit gesundem Hausverstand. Dazu Beispiele:
Der Schwangerschaftsabbruch ist in Österreich seit 1975 straffrei, wenn er - nach ärztlicher Beratung - in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erfolgt. Dieses Gesetz ist 1974 nach harten Kontroversen letztlich nur mit den Stimmen der SPÖ beschlossen worden. Widerstand gegen dieses Vorhaben kam von ÖVP und FPÖ sowie von der Katholischen Kirche. Auf Seiten der Abtreibungsgegner war durch die "Aktion Leben" eine Unterschriftenaktion gegen die SPÖ-Pläne mit 800.000 Unterzeichnern vorausgegangen. Das 1975 durchgeführte Volksbegehren erhielt knapp 900.000 Unterschriften. Den Gegnern der Fristenlösung ist es leider nur gelungen, "flankierende Maßnahmen" durchzusetzen.
Dem richtigen(!) langjährigen Widerstand der ÖVP gegen die Fristenlösung würde ein Ehrenmal gebühren. 2006 ist es aber nun soweit gekommen, daß die Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) die Fristenlösung gegen Ewald Stadler verteidigt! Bisher hat doch zur Verteidigung der Fristenlösung, also für Falsches, die ÖVP von ihren Wählern keinen Auftrag erhalten! Sind ehemalige Volksbegehrenunterzeichner nun extreme Rechte geworden, nur weil die FPÖ dieses Thema aufgegriffen hat?
Die demographische Entwicklung - nicht zuletzt auch durch Abtreibungen verursacht - in ganz Europa führt zur Vergreisung unseres Kontinents und damit einhergehender teilweise problematischer Zuwanderung. Es wäre doch Aufgabe der ÖVP gewesen einen Schutz gegen „ethischen Relativismus“ in Form der Fristenlösung zu bieten. und so ihre Position bei – über „konservativ-katholische“ hinausgehenden - Wählerschichten zu vertreten und intelligent zu argumentieren.
Vom Kulturstadtrat und der Frauenstadträtin in Wien ist ein „Zeichen in die Zukunft und gegen die heutige Diskriminierung der Homosexuellen“ zu setzen geplant. „Political Correctness“ verpflichtet scheinbar, nicht nur die Rechte der Homosexuellen zu respektieren, sondern zu denken, Homosexualität sei in sich ethisch positiv. Man kann sich schwer des Eindrucks erwehren, daß hingegen negative Urteile über Ehe und Familie von den Massenmedien problemlos akzeptiert werden.
Von Seiten der SPÖ und Grünen werden Patchwork-Familien und Singles gefördert, statt funktionierende Familien - die durch Kinder für die Lebenskraft unseres Staates sorgen - zu unterstützen. Wo, wann zuletzt, ist letztere Position von der ÖVP intelligent vertreten worden?
Ein erster Lichtblick bezüglich eines neuen Aufbruchs gegen falsche „Political Correctness“ kam kürzlich von Franz Karl (ÖVP), Mitglied der Bioethikkommission für die Bundesregierung.
Er kritisiert nämlich den Obersten Gerichtshof, der einen Arzt in einem speziellen Fall dazu verurteilte, einer Frau lebenslang Schadenersatz zu leisten, was implizit besagt: Behinderte Kinder sind ein Schaden, sind "lebensunwert", gehören jedenfalls abgetrieben.
Franz Karl meint: Ärger war es zwischen 1938 und 1945 auch nicht. – Er spricht somit klar von Richtig und Falsch, einer Unterscheidung, die von der ÖVP, in den letzten Jahren, als Aufgabe vernachlässigt wurde.
Die ÖVP hat die Wahl in einer kontinuierlichen Entwicklung verloren, weil sie ihre Stammwähler verunsichert hat und weder entschlossen noch fähig war, ihre zentralen Positionen zu vertreten und intelligent zu argumentieren.
In Europa ist - viel zu wenig beachtet - eine neue totalitäre „Staatsideologie des ethischen Relativismus“ aufgekommen, die alle diejenigen diskriminiert, die an objektive Wahrheit glauben. Diese Ideologie ist eben dabei, das „Prinzip „Toleranz“ in unserem Gemeinwesen zu zerstören. Dem Toleranzprinzip entsprechend haben andere das „Recht zu irren“, was in privater Sphäre das Recht bedeutet, die Freiheit nach eigener Ansicht zu gebrauchen. Deshalb haben aber auch diejenigen, die an objektive Wahrheit glauben, das Recht zu sagen, was sie für Recht oder Unrecht halten. Wer an objektive Wahrheit glaubt, hat zwar nicht das Recht, dies anderen aufzuzwingen, hingegen aber das Recht, diese Meinung vorzubringen. Dem entgegen verlangt der neue „intolerante ethische Relativismus“ – meist in Form der „Political Correctness“, daß man nicht einmal denken dürfe, daß es Richtig und Falsch gibt. Richtig und Falsch werden gegenwärtig als „konservativ-katholische“ Ansichten hingestellt, derentwegen z.B. das EU-Parlament Rocco Buttiglione 2004 als Kommissar für Justiz und Inneres abgelehnt hat.
Diese „Political Correctness“ verunsichert leider derzeit viele Menschen mit gesundem Hausverstand. Dazu Beispiele:
Der Schwangerschaftsabbruch ist in Österreich seit 1975 straffrei, wenn er - nach ärztlicher Beratung - in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erfolgt. Dieses Gesetz ist 1974 nach harten Kontroversen letztlich nur mit den Stimmen der SPÖ beschlossen worden. Widerstand gegen dieses Vorhaben kam von ÖVP und FPÖ sowie von der Katholischen Kirche. Auf Seiten der Abtreibungsgegner war durch die "Aktion Leben" eine Unterschriftenaktion gegen die SPÖ-Pläne mit 800.000 Unterzeichnern vorausgegangen. Das 1975 durchgeführte Volksbegehren erhielt knapp 900.000 Unterschriften. Den Gegnern der Fristenlösung ist es leider nur gelungen, "flankierende Maßnahmen" durchzusetzen.
Dem richtigen(!) langjährigen Widerstand der ÖVP gegen die Fristenlösung würde ein Ehrenmal gebühren. 2006 ist es aber nun soweit gekommen, daß die Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) die Fristenlösung gegen Ewald Stadler verteidigt! Bisher hat doch zur Verteidigung der Fristenlösung, also für Falsches, die ÖVP von ihren Wählern keinen Auftrag erhalten! Sind ehemalige Volksbegehrenunterzeichner nun extreme Rechte geworden, nur weil die FPÖ dieses Thema aufgegriffen hat?
Die demographische Entwicklung - nicht zuletzt auch durch Abtreibungen verursacht - in ganz Europa führt zur Vergreisung unseres Kontinents und damit einhergehender teilweise problematischer Zuwanderung. Es wäre doch Aufgabe der ÖVP gewesen einen Schutz gegen „ethischen Relativismus“ in Form der Fristenlösung zu bieten. und so ihre Position bei – über „konservativ-katholische“ hinausgehenden - Wählerschichten zu vertreten und intelligent zu argumentieren.
Vom Kulturstadtrat und der Frauenstadträtin in Wien ist ein „Zeichen in die Zukunft und gegen die heutige Diskriminierung der Homosexuellen“ zu setzen geplant. „Political Correctness“ verpflichtet scheinbar, nicht nur die Rechte der Homosexuellen zu respektieren, sondern zu denken, Homosexualität sei in sich ethisch positiv. Man kann sich schwer des Eindrucks erwehren, daß hingegen negative Urteile über Ehe und Familie von den Massenmedien problemlos akzeptiert werden.
Von Seiten der SPÖ und Grünen werden Patchwork-Familien und Singles gefördert, statt funktionierende Familien - die durch Kinder für die Lebenskraft unseres Staates sorgen - zu unterstützen. Wo, wann zuletzt, ist letztere Position von der ÖVP intelligent vertreten worden?
Ein erster Lichtblick bezüglich eines neuen Aufbruchs gegen falsche „Political Correctness“ kam kürzlich von Franz Karl (ÖVP), Mitglied der Bioethikkommission für die Bundesregierung.
Er kritisiert nämlich den Obersten Gerichtshof, der einen Arzt in einem speziellen Fall dazu verurteilte, einer Frau lebenslang Schadenersatz zu leisten, was implizit besagt: Behinderte Kinder sind ein Schaden, sind "lebensunwert", gehören jedenfalls abgetrieben.
Franz Karl meint: Ärger war es zwischen 1938 und 1945 auch nicht. – Er spricht somit klar von Richtig und Falsch, einer Unterscheidung, die von der ÖVP, in den letzten Jahren, als Aufgabe vernachlässigt wurde.