"Brigitte"-Umfrage ignoriert Bedürfnisse von Müttern
Familiennetzwerk wirft Frauenzeitschrift "Volksverdummung" vor
Als "Volksverdummung" hat das Familiennetzwerk Deutschland die jüngste Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und des Sozialforschungsinstituts Infas über Lebensvorstellungen junger Frauen bezeichnet. Im Auftrag der Zeitschrift "Brigitte" waren über 1.000 Frauen zwischen 17 und 19 sowie zwischen 27 und 29 Jahren zu ihren Lebenszielen befragt worden. Bei der Präsentation der Studie wurde besonders darauf abgehoben, dass sich Frauen finanzielle Unabhängigkeit noch stärker wünschten als einen festen Lebenspartner. Außerdem strebten sie Führungspositionen an und fordern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Wurden Mütter ausgeblendet?
Nach Ansicht der Vorsitzenden des Familiennetzwerkes, der Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer (Hollern bei Stade), trägt die Untersuchung stark manipulative Züge. So hätten nur rund 23 Prozent der befragten Frauen überhaupt Kinder, lediglich 8 Prozent mehr als ein Kind. "Die Lebensrealität von Frauen mit Kindern, aber auch das Glück von Vollzeitmüttern ist in der Befragung ausgeblendet worden - und man kann sich auch denken, warum." Eine vom Familiennetzwerk in Auftrag gegebene IPSOS-Umfrage vom vergangenen Jahr hat ergeben, dass 72 Prozent der Frauen in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes gerne vollzeitlich als Mütter arbeiten würden, wenn sie dafür finanziell entschädigt würden. "Die große Mehrheit der Befragten in der 'Brigitte'-Studie hat schlicht keine Ahnung, was es heißt, mit Kindern zu leben. Daraus ist ihnen auch kein Vorwurf zu machen - den Fragestellern allerdings schon", so Frau Steuer.
„Propaganda der Wirtschaft“
Das Familiennetzwerk weist darauf hin, dass laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums viele junge Frauen ihr Bild vom Muttersein und Familienleben aus den Seifenopern des Fernsehens bezögen. Dort komme die klassische Familie mit verheirateten Eltern mehrerer Kinder praktisch nicht mehr vor. Dafür würden die Alltagsprobleme berufstätiger Mütter eines Kleinkindes bagatellisiert. Nach Ansicht von Maria Steuer ist es nicht akzeptabel, dass sich die Zeitschrift „Brigitte“ mit Umfragen dieser Art zum Propaganda-Instrument der Wirtschaft macht, die gut ausgebildete Frauen um jeden Preis so schnell wie möglich in den Erwerbsprozess zurückholen will, auch wenn sie dabei die seelische Gesundheit ihrer Kinder und von sich selbst gefährden.
Wie wäre es mit einer „Brigitte-Diät“?
Der Frauenzeitschrift "Brigitte" empfiehlt das Familiennetzwerk, sich selbst eine "Brigitte-Diät" im Verbreiten manipulativer Frauenbilder zu verordnen. Ausbaden müssten die pseudowissenschaftlich untermauerten Leitbilder nämlich überforderte Mütter und deren Kinder, die sich im Alltag miteinander wundern, warum das Leben nicht so funktioniert, wie es realitätsferne wissenschaftliche Institute gerne hätten.
Brigitte-Umfrage ignoriert Bedürfnisse von Müttern
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