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Deutschland: Kinder in Ganztagsbetreuung abschieben!

Posted: 11.11.2006, 23:22
by Gast
Herr K. aus Deutschland schrieb an [email protected] wegen des folgenden Artikels: http://premium-5nfjjk01uug67o.eu.clicka ... doit=1&p=5

Ein weiterer Schritt, um Kinder dauerhaft in die staatliche Betreuung abzuschieben und beide Elternteile in die Erwerbstätigkeit zu drängen, anstatt einem Elternteil die Chance zu geben, Ihrer Verpflichtung aus dem Grundgesetz nachzugehen, ihre Kinder zu erziehen.
Und auf der Titelseite wird konstatiert, dass Kinder zunehmend psychisch gestört sind, was wiederum mit der Sorge der Eltern um ihre finanzielle Existenz begründet werden kann.

Was geht eigentlich in diesen Politikerhirnen vor? Warum werden Eltern zusehends entmündigt und gezwungen die Kindererziehung aus der Hand zu geben, weil sie es sich schlichtweg nicht mehr leisten können?

Die Idee beider SPD-Politiker, das Kindergeld zu kappen ist eine konsequente Fortentwicklung der Auffassung des Bundeskanzlers a.D. Schröder, der seinerzeit Familienpolitik als Gedöns bezeichnet hat.

Wenn Eltern ihre Kinder in Ganztagesbetreuungsstätten unterbringen wollen, dann sollen sie das ruhig tun. Das sollte aber eine -freie- Entscheidung der Eltern bleiben!

Herr Platzeck: [email protected] das klang vor 8 Monaten noch anders - Zitat (Jusos Bayern) vom 23.03.2006 Matthias Platzeck hat klargestellt: Eine Kürzung des Kindergeldes zur Finanzierung kostenloser Kindergartenplätze wird es mit der SPD nicht geben.

Herr Steinbrück: [email protected]

Kinder brauchen Nestwärme

Posted: 22.11.2006, 01:04
by Gast
Prof. J.G. Simmerstätter schreibt:

Das Argument, die Mütter seien nicht pädagogisch gebildet, ärgert mich besonders. Erstens sind gar nicht so wenige durchaus pädagogisch gebildet z.B. Lehrerinnen und vor allem braucht das Kleinkind vor allem die mütterliche Wärme und Geborgenheit. Gestillt, gewickelt usw. muss es werden. Ich frage mich, welche hervorragenden päd. Fähigkeiten sonst beim Kleinkind notwendig sein könnten.

Das gefällt mir an einem Foto, wo die Kinder alle im Bett der Eltern sind. Das "Nestbedürfnis" möchte ich es nennen. Es hat mir auch bei uns, als unsere noch klein waren so gut getan. Wenn die Gelegenheit einigermaßen gegeben war, sind sie in der Früh zu uns ins Bett gekrochen und zwar durchaus bis ins Volksschulalter. Welche akademische Pädagogin kann den Kindern das bieten? Wahrscheinlich lehnt sie es sogar ihren eigenen Kindern gegenüber aus irgendwelchen klugen päd. Gründen ab.

Dass Pädagoginnen nicht auch Fehler machen und zwar oft gravierende, z.B. antiautoritäre Erziehung vertreten, ist doch auch nicht zu leugnen und eine ganze Reihe von anderen Fehlern, die so im Alltag im Tagesgetümmel vorkommen.
Das ist nicht entscheidend.
Wichtig ist, dass die Kinder spüren, dass sie jemandem ETWAS WERT sind. Nur so können sie auch selbst ihr Selbstwertgefühl entwickeln.

Wird ein Kind immer wieder von der Mama getrennt, so "erlebt" es gefühlsmäßig: Die Mama will mich nicht. Ich bin es ihr nicht WERT, dass sie sich um mich annimmt. Das geschieht natürlich keineswegs auf der rationalen Ebene, sondern rein gefühlsmäßig, frisst sich aber in die Seele ein. Das Selbstwertgefühl wird sich nicht voll entwickeln können. Das hat Folgen im ganzen weiteren Leben.

Die Jahre mit Kindern legen einem schon auch Verpflichtungen auf und setzen einem Grenzen. Sind aber wunderbar.

Kinder sind wunderbar!

Schweden ist kein Vorbild in Sachen Kinderbetreuung ...

Posted: 19.01.2007, 17:25
by Gast
In der empfehlenswerten Zeitschrift Vision 2000, Ausgabe 1/2007,
http://www.vision2000.at
Pressestimmen, habe ich folgenden bemerkenswerten Artikel gefunden:

In Schweden bekommt eine Frau im Durchschnitt 1,7 Kinder, in Deutschland 1,3. Ist Schweden ein kinderfreundliches Land?

Anna Wahlgren:
Nein. In Schweden ist es nur leichter, sein Kind loszuwerden. Doch mittlerweile gibt es Kinderkrippen, in denen zwei Erzieherinnen für 20 Einjährige zuständig sind. Das muß man sich mal vorstellen! Manche Kinder können noch nicht selber essen, fast alle tragen Windeln. Das geht allein schon praktisch nicht, von der emotionalen Seite ganz zu schweigen.
Sie sehen: Der schwedische Wohlfahrtsstaat taugt nicht als Modell, denn Kinder und Alte werden beiseite geschoben - und es geht ihnen schlecht dabei. Das ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Gründe, warum wir uns für eine neue Regierung entschieden haben.

Berufstätige Mütter sagen, nicht die Quantität der mit den Kindern verbrachten Zeit sei entscheidend, sondern deren Qualität. Teilen Sie diese Ansicht?
Wahlgren:
Nein, absolut nicht. Stellen Sie sich vor, sie hätten sich in einen verheirateten Mann verliebt. Der hat immer wenig Zeit, weil er noch Zeit für die Arbeit und für seine Familie braucht. Ihr Wunsch, auch den Alltag mit ihm zu teilen, wird immer größer. Der Mann sagt “Schatz, es kommt doch auf die Qualität an, nicht auf die Quantität. Ich habe jetzt dreißig Minuten Zeit und möchte mit dir schlafen." Wären Sie damit zufrieden? Kinder fühlen in dieser Hinsicht genauso wie Erwachsene: Sie wollen den Alltag mit uns teilen, nicht nur besondere Augenblicke.

Familienministerin kündigt weitere Krabbelstubenplätze an

Posted: 14.02.2007, 23:15
by Gast
Vom Familiennetzwerk in Deutschland erfahren wir:

Ursula von der Leyen verkündet massiven Ausbau der Krippenplätze
Familiennetzwerk Deutschland:


Verheerender Plan mit nicht absehbaren Folgen!

Deutlicher Warnruf kommt auch aus Schweden:

Die Deutschen zitieren uns als Vorbild. Doch unser gesellschaftlicher Zustand ist durch die Fremdbetreuung der Kleinsten vernichtend!

Bis zum Jahr 2013 will die Bundesfamilienministerin zusätzlich 500 000 Krippenplatze für Kinder unter drei Jahren einrichten. Wenn dafür das Grundgesetz geändert werden müsste, sollte es daran nicht scheitern", wird von der Leyen am 9.2.2007 in der Süddeutschen Zeitung zitiert.

Deutliche Kritik kommt vom Familiennetzwerk Deutschland: Schon wieder ein Angriff, ja sogar eine Drohung von der Bundesfamilienministerin gegen Familien. Also von einer Institution, die eigentlich für Familien sein müsste. Die künftige Gesellschaft wird die zerstörerischen Folgen nicht mehr bewältigen können. Was sich hier anbahnt ist eine gesellschaftliche Katastrophe, die Ursula von der Leyen zu verantworten hat.

Kinder ab einem Jahr fangen zwar an, sich für andere Menschen zu interessieren, aber nur solange die primäre Bindungsperson, in der Regel die Mutter, in der Nähe ist. Das Interesse der Kleinen ist von kurzer Dauer, denn in diesem Alter dominiert noch das Alleinspiel.

Der neuerdings ständig benutzte Begriff „frühkindliche Bildung“ lenkt uns in die falsche Richtung. Ursprünglich hieß es „Frühkindliche Bindung, bekannt aus der Bindungsforschung.

Diese belegt, dass Bildung für Säuglinge und Kleinkinder letztrangig ist. Das wichtigste ist die Bindung, denn sie ist das Fundament für die weitere Entwicklung. Das zu frühe Auflösen der Bindung verursacht oft lebenslängliche Beeinträchtigungen in der seelischen und geistigen Entwicklung.
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Wie verheerend die Folgen sein können, verdeutlicht ein Brief von Anna Wahlgren aus Schweden, die in Skandinavien als Kinderexpertin Nummer Eins gilt:

Liebe Mütter in Deutschland,

Schweden ist das große Vorbild für Sie in Deutschland, wo es um Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, um höhere Geburtenzahlen und um sogenannte frühkindliche „Bildung“ in staatlichen Kinderkrippen. So höre und lese ich bei meinen zahlreichen Kontakten nach Deutschland. Deutsche PolitikerInnen, JournalistInnen WissenschaftlerInnen werden nicht müde, das schwedisch-skandinavische Familienmodell zur Nachahmung anzupreisen. Deshalb wende ich mich heute an Sie mit einer dringenden Warnung:

Schweden ist kein kinderfreundliches Land! Der schwedische Wohlfahrtsstaat taugt nicht als Modell für Familienfreundlichkeit, denn Kinder und alte Menschen werden beiseite geschoben und es geht Ihnen schlecht dabei. Kleine Kinder, ganztags fremdbetreut, lachen wenig, sie spielen nicht frei, phantasievoll und unbekümmert.

Unsere Kindertagesstätten entpuppen sich nach 25jähriger Erfahrung als das größte soziale und wirtschaftliche Desaster. In den Schulen herrscht Gewalt, Eltern und Lehrer werden bedroht, jedes dritte schwedische Kind leidet an einer psychologischen Störung. Depressionen, Alkohol- und Drogenprobleme unter Jugendlichen nehmen in beängstigender Weise zu. Jedes Jahr begehen 100 Kinder Selbstmord.

Wie konnte es dazu kommen?

Zuerst wurde der Ruf der Nur-Hausfrauen in den Schmutz gezogen, um ihnen dann ihre Rechte zu entziehen. Dann wurde der durchschnittlichen Familie mit nur einem Einkommen die Existenzmöglichkeit genommen durch Änderungen in der Besteuerung. Massive Propaganda für ein frühes Weggeben der Kinder in Tagesstätten hat bewirkt, daß junge Eltern häufig einen totalen Mangel an Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten als Eltern haben. In den Gesetzesbüchern ist das Wort Familie durch das Wort Haushalte ersetzt worden. Enorme Beträge werden in das System der Kindertagesstätten investiert. Doch diejenigen, die ihre Kinder selbst aufziehen wollen, erhalten nichts.

In Deutschland beobachte ich in letzter Zeit auffallend ähnliche Tendenzen.

Unsere Kinder in Schweden verlieren ihr Zuhause und ihre Familien viel zu früh. Deshalb appelliere ich an Euch deutsche Mütter:

Rettet Euren Kindern wenigstens die ersten drei Jahre! Gebt Eure unter Dreijährigen nicht ohne Not in institutionelle Betreuung! Keine fremde Person ist in der Lage, Eurem Kind die Liebe und Aufmerksamkeit entgegen zu bringen, die der liebenden Verbindung zwischen Euch und Eurem Kind entspricht.

Kinder wollen den Alltag mit uns teilen, nicht nur besondere Augenblicke an zwei kurzen Stunden nach Feierabend. Erreichbar und präsent wollen sie ihre Mütter haben. Die Mutter ist Grundnahrungsmittel für ihr kleines Kind.

Ihre Anna Wahlgren