Propaganda–Studie zu Krippenkindern
Posted: 05.03.2008, 22:03
Propaganda–Studie der BertelsmannStiftung
Familiennetzwerk: Interpretation wissenschaftlich nicht haltbar und
unseriös
Als „wissenschaftlich nicht haltbar“ bezeichnet das Familiennetzwerk
Deutschland die jüngste Studie der BertelsmannStiftung
zur Krippenbetreuung
(„Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland“),
die am Montag, 03.03.08, einen Zusammenhang zwischen Krippenerziehung
und späterem beruflichen Erfolg präsentierte (1). Die Widersprüchlichkeit der
Studie wird von dem ausführenden Büro BASS, Schweiz, selbst festgestellt:
„Die Einstufung ins Gymnasium bedeutet noch nicht, dass der entsprechende
Abschluss auch erreicht wird.“ (2)
Mit den ermittelten Zahlen der Studie kann lediglich eine einzige Aussage
gemacht werden:
Die Eltern, die ihr Kind in der Krippe betreuen lassen, melden
ihr Kind öfter am Gymnasium an, als Eltern, die ihr Kind in den ersten drei
Jahren selber betreuen. „Alles andere ist Spekulation“,
so die Vorsitzende des Familiennetzwerkes Maria Steuer,
„und stützt sich auf Vermutungen.“
Waren diese Kinder intelligenter? – Wurde nicht überprüft.
Hatten diese Kinder eine Gymnasialempfehlung? –Wurde nicht überprüft.
Werden diese Kinder das Gymnasium abschließen? – Kann man noch nicht
sagen.
Gehören diese Kinder zu den 15%, die das Abitur nicht schaffen? –Kann man
noch nicht sagen.
Werden diese Kinder ein Studium beginnen und es erfolgreich abschließen? –
Kann man noch nicht sagen.
Werden diese Kinder tatsächlich, wie angenommen, erfolgreich im Berufsleben
sein? –Kann man noch nicht sagen.
Steuer führt weiter aus, daß „die wesentliche Voraussetzung für Erfolg in Beruf
und Leben die stabile Persönlichkeitsstruktur und so genannte ‚emotionale
Intelligenz’ sei. Und auch dazu hat die Studie keinen Beitrag geleistet.
Damit ist auch der zukünftige volkswirtschaftliche Nutzen, der aus der Leistung
der Kinder errechnet wird, rein spekulativ.
Und eines sagt die Studie mit Sicherheit nicht aus:
Wer die Krippe besucht, sei intelligenter und könne leichter das Abitur machen.
Man fragt sich, warum so eine hochspekulative unseriöse
Studie veröffentlicht wird.“
Das Fazit des Familiennetzwerkes:
„Möglicherweise wird die Bertelsmannstiftung hier benutzt, um mit dieser durchsichtigen Propaganda die Akzeptanz für den Krippenausbau in der Bevölkerung zu erhöhen.“
1) http://www.bertelsmannstiftung.de/cps/r ... 46F2A6634/
bst/hs.xsl/nachrichten_85558.htm
(2) http://www.buerobass.ch/pdf/2008/volksw ... g%20_d.pdf
Das Familiennetzwerk ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Vereinen, Institutionen, Familien und
Wissenschaftlern. Es setzt sich u.a. dafür ein, dass die Bedürfnisse der Kinder in der Vereinbarkeitsdebatte
berücksichtigt werden und finanzielle Gerechtigkeit für Familien hergestellt wird.
Familiennetzwerk Deutschland
Hollernstr. 109
21723 Hollern
Maria Steuer
Tel.: 0173 / 8692741
[email protected]
Familiennetzwerk: Interpretation wissenschaftlich nicht haltbar und
unseriös
Als „wissenschaftlich nicht haltbar“ bezeichnet das Familiennetzwerk
Deutschland die jüngste Studie der BertelsmannStiftung
zur Krippenbetreuung
(„Volkswirtschaftlicher Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland“),
die am Montag, 03.03.08, einen Zusammenhang zwischen Krippenerziehung
und späterem beruflichen Erfolg präsentierte (1). Die Widersprüchlichkeit der
Studie wird von dem ausführenden Büro BASS, Schweiz, selbst festgestellt:
„Die Einstufung ins Gymnasium bedeutet noch nicht, dass der entsprechende
Abschluss auch erreicht wird.“ (2)
Mit den ermittelten Zahlen der Studie kann lediglich eine einzige Aussage
gemacht werden:
Die Eltern, die ihr Kind in der Krippe betreuen lassen, melden
ihr Kind öfter am Gymnasium an, als Eltern, die ihr Kind in den ersten drei
Jahren selber betreuen. „Alles andere ist Spekulation“,
so die Vorsitzende des Familiennetzwerkes Maria Steuer,
„und stützt sich auf Vermutungen.“
Hatten diese Kinder eine Gymnasialempfehlung? –Wurde nicht überprüft.
sagen.
noch nicht sagen.
Kann man noch nicht sagen.
sein? –Kann man noch nicht sagen.
Steuer führt weiter aus, daß „die wesentliche Voraussetzung für Erfolg in Beruf
und Leben die stabile Persönlichkeitsstruktur und so genannte ‚emotionale
Intelligenz’ sei. Und auch dazu hat die Studie keinen Beitrag geleistet.
Damit ist auch der zukünftige volkswirtschaftliche Nutzen, der aus der Leistung
der Kinder errechnet wird, rein spekulativ.
Und eines sagt die Studie mit Sicherheit nicht aus:
Wer die Krippe besucht, sei intelligenter und könne leichter das Abitur machen.
Man fragt sich, warum so eine hochspekulative unseriöse
Studie veröffentlicht wird.“
Das Fazit des Familiennetzwerkes:
„Möglicherweise wird die Bertelsmannstiftung hier benutzt, um mit dieser durchsichtigen Propaganda die Akzeptanz für den Krippenausbau in der Bevölkerung zu erhöhen.“
1) http://www.bertelsmannstiftung.de/cps/r ... 46F2A6634/
bst/hs.xsl/nachrichten_85558.htm
(2) http://www.buerobass.ch/pdf/2008/volksw ... g%20_d.pdf
Das Familiennetzwerk ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Vereinen, Institutionen, Familien und
Wissenschaftlern. Es setzt sich u.a. dafür ein, dass die Bedürfnisse der Kinder in der Vereinbarkeitsdebatte
berücksichtigt werden und finanzielle Gerechtigkeit für Familien hergestellt wird.
Familiennetzwerk Deutschland
Hollernstr. 109
21723 Hollern
Maria Steuer
Tel.: 0173 / 8692741
[email protected]