5 Thesen gegen die Gier
Posted: 18.10.2008, 08:25
OÖN, Oberösterreichische Nachrichten vom 16. 10. 2008, Seite 3
These 1: Ändert die Bilanzregeln!
Die US-Rechnungslegungsvorschriften sind für viele Experten eine der Ursachen, die die Finanzkrise verschärft haben.
Nach dem so genannten „mark-to-market“-Prinzip mussten vor allem die Banken hohe Wertberichtigungen und drastische Abschreibungen auf Kredite und Wertpapiere sowie natürlich Immobilien vornehmen. In der Wachstumsphase hatte dieses Prinzip umgekehrt dazu geführt, dass horrende Steigerungen ausgewiesen wurden, die ja noch gar nicht realisiert worden waren.
Diese Bilanzregeln sind demnach irreführend und bieten keine Möglichkeit, stille Reserven zu bilden, wie dies etwa nach dem alten Handelsgesetzbuch in Österreich möglich war und ist.
Im US-Rettungspaket wurde das oben genannte Prinzip bereits aufgeweicht. Es ist höchste Zeit, hier zu einer einheitlichen Lösung zu finden. Das kontinentaleuropäische System wäre hier dem US-System vorzuziehen.
These 2: Es braucht mehr Transparenz
Viele Finanzprodukte befinden sich außerhalb der Bankbilanzen und sind daher für kaum jemanden greifbar....
Mehr Transparenz muß es auch bei den Finanzprodukten geben.....
These 3: Wozu brauchen Chefs Optionen?
Es ist zu begrüßen, wenn Führungskräfte flexible Gehaltsbestandteile haben, die Anreiz für mehr Erfolg sind.......
Die Folge:
Quartalszahlen wurden zu wichtig und kurzfristiges Hochjagen des Kurses wurde üblich,
die Gagen waren z.T. horrend und standen in keinem Verhältnis mehr zu Leistung......
These 4: Steuern statt verbieten
Die Zahl der abgeleiteten Finanzprodukte (Derivate) ist in den vergangenen Jahren explodiert.....
Casinokapitalismus ist hier ein nicht ganz falscher Ausdruck, geht es doch um Wetten....
Besser wäre, international den Handel mit Derivaten zu besteuern......
These 5: Chance für Weltfinanzsystem
Jetzt stehen die Zeichen günstig, einen Neuanlauf für Brettons Woods II zu finden.
In den 1940-er Jahren stand dies für den Versuch, Finanzkrisen wie 1929 zu verhindern.....
... der Finanzkrise ... Herr werden..., wenn die großen Wirtschaftsblöcke wie USA, Japan oder die EU zusammenspielen.
These 1: Ändert die Bilanzregeln!
Die US-Rechnungslegungsvorschriften sind für viele Experten eine der Ursachen, die die Finanzkrise verschärft haben.
Nach dem so genannten „mark-to-market“-Prinzip mussten vor allem die Banken hohe Wertberichtigungen und drastische Abschreibungen auf Kredite und Wertpapiere sowie natürlich Immobilien vornehmen. In der Wachstumsphase hatte dieses Prinzip umgekehrt dazu geführt, dass horrende Steigerungen ausgewiesen wurden, die ja noch gar nicht realisiert worden waren.
Diese Bilanzregeln sind demnach irreführend und bieten keine Möglichkeit, stille Reserven zu bilden, wie dies etwa nach dem alten Handelsgesetzbuch in Österreich möglich war und ist.
Im US-Rettungspaket wurde das oben genannte Prinzip bereits aufgeweicht. Es ist höchste Zeit, hier zu einer einheitlichen Lösung zu finden. Das kontinentaleuropäische System wäre hier dem US-System vorzuziehen.
These 2: Es braucht mehr Transparenz
Viele Finanzprodukte befinden sich außerhalb der Bankbilanzen und sind daher für kaum jemanden greifbar....
Mehr Transparenz muß es auch bei den Finanzprodukten geben.....
These 3: Wozu brauchen Chefs Optionen?
Es ist zu begrüßen, wenn Führungskräfte flexible Gehaltsbestandteile haben, die Anreiz für mehr Erfolg sind.......
Die Folge:
Quartalszahlen wurden zu wichtig und kurzfristiges Hochjagen des Kurses wurde üblich,
die Gagen waren z.T. horrend und standen in keinem Verhältnis mehr zu Leistung......
These 4: Steuern statt verbieten
Die Zahl der abgeleiteten Finanzprodukte (Derivate) ist in den vergangenen Jahren explodiert.....
Casinokapitalismus ist hier ein nicht ganz falscher Ausdruck, geht es doch um Wetten....
Besser wäre, international den Handel mit Derivaten zu besteuern......
These 5: Chance für Weltfinanzsystem
Jetzt stehen die Zeichen günstig, einen Neuanlauf für Brettons Woods II zu finden.
In den 1940-er Jahren stand dies für den Versuch, Finanzkrisen wie 1929 zu verhindern.....
... der Finanzkrise ... Herr werden..., wenn die großen Wirtschaftsblöcke wie USA, Japan oder die EU zusammenspielen.